Integration

Familie darf bleiben

Die SVZ berichtete am 23. März 2021, 13:33 Uhr (Anja Bölck):

Bad Kleinen | Jippie ja jeh! Es ist vorbei. Das Bangen hat ein Ende. Wir dürfen bleiben! Wie die Kinder hüpfen Marianna, Dmytro und Daria durch ihre winzige Wohnung. Freudentränen in den Augen. Gerade eben hat das Handy geklingelt. Am anderen Ende der Leitung war die SVZ. „Wir haben eben eine Mail aus dem Innenministerium erhalten“, so die Redakteurin. „Darin steht, dass das Ministerium dem Ersuchen der Härtefallkommission stattgegeben und die Erteilung eines Aufenthaltstitels angeordnet hat. Das bedeutet, ihre Familie wird nicht abgeschoben.“

Der ganze Artikel: Familie-Rakhaiev-aus-Bad-Kleinen-kann-in-Deutschland-bleiben-id31696332.html

Unser Kommentar:

Es ist falsch, dass

  • die Familie ein Härtefallverfahren beantragen musste. Aus unserer Sicht ist der Titel wegen guter Integration (nach dem Abschnitt 5 AufenthG) zu erteilen gewesen. Für diesen Abschnitt gibt es keine richtigen Visa!
  • es landesweit viele weitere dieser Fälle gibt, die trotz guter Integration ausreisen sollen.

Wir fordern das Innnenministerium auf, diesbezüglich klarstellende Anwendungshinweise für die Erteilung der §§ 25a und 25 b AufenthG zu erlassen.

Pressemitteilung

Schwerin, 15.03.2021

Mit IQ ausländische Fachkräfte einstellen

 

  • Das Regionale-Fachkräftenetzwerk / Arbeitgeber-Hotline lädt am 23.03.2021 in der Zeit von 13:00 – 14:30 Uhr Unternehmen und Interessierte zur virtuellen Sprechstunde ein 
  • Nach einem kleinen fachlichen Input können Fragen gestellt und sich ausgetauscht werden

 

Viele Unternehmen suchen trotz Corona-Pandemie händeringend neue Mitarbeitende. Bei der Einstellung von internationalen Fachkräften gibt es oft Fragen zum Thema Sprache am Arbeitsplatz, Zugänge zum Arbeitsmarkt und Einstellungsvoraussetzungen.

Am 23.03.2021 gibt es im Rahmen einer virtuellen Sprechstunde einen kleinen Input zum Thema Sprache im Betrieb und internationale Fachkräfte aus dem Regionalen Fachkräftenetzwerk. Im Anschluss haben Teilnehmende die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich über ihre Erfahrungen vor Ort mit anderen Teilnehmenden auszutauschen.


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Der Flüchtlingsrat M-V ist Mitglied dieses Netzwerks und hat die Positionen mit erarbeitet.

2021 finden in MV die nächsten Landtagswahlen statt. Das Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V will mit den Forderungen nach einer gerechteren und ökologisch nachhaltigeren Welt gezielt in die Wahlkampfphase gehen.

Hierfür haben wir mit vielen anderen Organisationen und Einzelmitgliedern das Positionspapier „Mecklenburg-Vorpommern in globaler Verantwortung“  erarbeitet. Unter den folgenden Stichworten werden darin für insgesamt acht Politikfelder konkrete Forderungen für die kommenden 5 Jahre formuliert:

  • Nachhaltigkeitsstrategie auf Basis der Agenda 2030 der UN
  • Klimagerechtigkeit im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen
  • Regionalisierte Landwirtschaft in globaler Verantwortung
  • M-V als Migrationsgesellschaft
  • Antirassismus als Menschenrechtsarbeit
  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) im globalen Kontext
  • Zentrale Rolle der öffentlichen Hand für eine sozial verantwortliche, faire und ökologische Beschaffung
  • Zivilgesellschaftliches Engagement für die Eine-Welt-Arbeit stärken

 

Mit der Schließung der Schulen aufgrund der Covid-19-Pandemie und dem damit verbundenen „Lernen auf Distanz“ bzw. „Homeschooling“ gewann in den letzten Monaten digitaler Unterricht zunehmend an Bedeutung.

Zwar ist für das Schuljahr 2020/21 die Fortsetzung des Präsenzunterrichts in allen Schulen vorgesehen, jedoch ist die Notwendigkeit zumindest zeitweise zum Homeschooling zurückkehren zu müssen wahrscheinlich, z.B. aufgrund steigender Ansteckungszahlen oder Schüler*innen, die in der Quarantäne unterrichtet werden sollen. Dazu kommt, dass bereits jetzt die Nutzung digitaler Endgeräte selbstverständlich in deutschen Schulen ist. So gehört die selbstständige Recherche im Internet im Rahmen von Referaten und Hausaufgaben sowie deren Erstellung und Präsentation am PC selbstverständlich zum modernen Schulunterricht, ebenso wie die digitale Kommunikation von Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen.

Im Rahmen des DigitalPakts Schule sollen die Schulen für einen modernen, digital gestützten Unterricht ausgestattet werden. Die Bedeutung digitaler Anteile am Schulunterricht und damit auch die Ausstattung mit entsprechenden Endgeräten wird demnach – auch unabhängig von der aktuellen Pandemiesituation – weiter zunehmen. Die Beschaffung wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Schüler*innen benötigen aber ggf. jetzt die Endgeräte.

Schüler*innen aus einkommensarmen Haushalten wie z.B. Geflüchtete, die über solche Geräte nicht verfügen, sind von vorneherein benachteiligt und werden auf lange Sicht dem Unterrichtsstoff nicht adäquat folgen können und dadurch abgehängt werden. Die Ausstattung dieser Kinder mit digitalen Endgeräten ist daher Voraussetzung für die Ermöglichung ihrer schulischen und gesellschaftlichen Teilhabe und daher als sozialrechtlicher Bedarf anzuerkennen und die Kosten sind von den Sozialleistungsträgern zu übernehmen.

Das sahen auch verschiedene Sozialgerichte so und bewilligten den Schüler*innen Zuschüsse zur Anschaffung von PCs, Laptops, Tablets und Zubehör für den Schulunterricht (s. Chronik sozialgerichtlicher Entscheidungen zu Schulcomputern).

Quelle: Tacheles e.V.

In Mecklenburg-Vorpommern müssen Asylsuchende überwiegend in Gemeinschaftsunterbringung wohnen. Im bundesweiten Vergleich rangiert das Land bei der dezentralen Unterbringung an der Grenze zum unteren Drittel (siehe Tabelle am Ende des Beitrages) .

Asylbewerberheime machen krank – diese banale Erkenntnis ist inzwischen durch eine Unmenge an empirischen Untersuchungen und Gutachten belegt. Seit  den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts (!) ist dies in regelmäßigen Abständen veröffentlicht worden. (siehe z.B. Henning/Wießner 1982).


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Foto: Diên Hông – Gemeinsam unter einem Dach e.V.

Der Verein Diên Hông – Gemeinsam unter einem Dach e.V. sucht für das Modellprojekt „Wegweiserkurse“ Menschen, die als Kulturmittler*innen Asylsuchenden in Deutschland eine erste Orientierung geben. Er bietet damit eine interessante Nebentätigkeit auf Honorarbasis.

In dem Modellprojekt sollen in den beiden Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes Mecklenburg-Vorpommern erstmalig muttersprachliche Wegweiserkurse durchgeführt werden.

 

Zu diesem Zweck werden im Projekt Personen als Kulturmittler*innen ausgebildet, die im Anschluss die Wegweiserkurse leiten. An dieser Ausbildung ist u.a. der Flüchtlingsrat M-V e.V. beteiligt.

Den Asylsuchenden werden in diesen Kursen unmittelbar nach ihrer Ankunft nützliche Informationen für den Alltag und die wesentlichen Grundlagen des kulturellen Zusammenlebens in Deutschland vermittelt. Das Besondere: In den Wegweiserkursen wird in der jeweiligen Muttersprache der Teilnehmenden unterrichtet.

… als Präsenzseminare unter Einhaltung der Corona-Abstandsregeln stattfinden werden:

27.08.2020, Schwerin, Rechtliche Rahmenbedingungen beim Zugang zum Arbeitsmarkt
03.09.2020, Schwerin, Flucht und Handicap, Teilhabe an Arbeit und Bildung
07.09.2020, Greifswald, Flucht und Handicap, Teilhabe an Arbeit und Bildung

Für weitere Informationen zu Ablauf, Kosten, Anmeldung usw. bitte jeweils dem Link folgen.

     

Landesflüchtlingsräte, Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V., PRO ASYL und GEW zur prekären Situation von geflüchteten Kindern und Jugendlichen in Sammelunterkünften

Geflüchtete Kinder und Jugendliche seien von den Beschränkungen während der Coronakrise besonders hart getroffen worden, erklärten der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) e.V., die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL am Freitag in Berlin. Mit Blick auf die schrittweise Wiederaufnahme des Regelunterrichts an Schulen fordern die Organisationen von den Landesregierungen sofortige Maßnahmen zur Unterstützung von geflüchteten Schüler*innen, um ihre Bildungsteilhabe zu gewährleisten. Sie warnten davor, dass sich die ohnehin bestehenden Bildungsungerechtigkeiten im Zuge der Corona-Pandemie verschärften. Strukturellen Benachteiligungen müsse dringend entgegenwirkt werden.


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Foto: Die Brüder Sadinam lesen in Greifswald | usk 2019

Anlässlich des Tages der offenen Gesellschaft 2020 lädt das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V. zur Online Lesung aus dem Buch „Unerwünscht. Drei Brüder aus dem Iran erzählen ihre deutsche Geschichte“ mit den Autoren Mojtaba und Masoud Sadinam vom 20. Juni bis 27. Juni 2020 unter www.diakonie-mv.de ein. Es handelt sich um die Aufzeichnung einer Lesung im vergangenen Jahr in Greifswald, die Diakonisches Werk und Flüchtlingsrat in Kooperation mit weiteren Trägern organisiert hatten.

Mehr Informationen zu den Autoren und ihrem Buch unter:

 https://de-de.facebook.com/brueder.sadinam/

http://www.sadinam.de/

 

Das IQ-Projekt Faire Integration bietet diesen Monat zwei Online-Workshops an:

„Migrantinnen in der Arbeitswelt – Teil 2″

  • Was passiert, wenn ich einen Honorvertrag habe und Geld vom Jobcenter bekomme?
  • Muss ich einen Werkvertrag beim Jobcenter anmelden?
  • Wie wirkt sich meine ehrenamtliche Tätigkeit auf die Leistungen vom Jobcenter aus?

Am 11.06.2020 gibt Jacob Bobzin in dem Onlineworkshop „Migrantinnen in der Arbeitswelt“
ab 11:30 Uhr einen Überblick darüber, was zu beachten ist, wenn Leistungen vom Jobcenter bezogen werden und gleichzeitig ein Nebenverdienst ausgeübt wird.

Die Veranstaltung wird zusammen mit dem Dachverband der Migrantinnenorganisationen DaMigra e.V. in Stralsund durchgeführt.

Mehr Informationen gibt der Flyer: Flyer Seminar Arbeitswelt Teil 2 Logo

Anmeldungen bitte unter: jb-iq@fluechtlingsrat oder fischer[at]damigra.de

„Corona und Arbeitsrecht“

  • Erhalten Sie Kurzarbeitergeld?
  • Haben Sie Fragen zum Thema Kündigung?
  • Dürfen Sie Homeoffice machen?

Am 18.06.2020 bietet das IQ Teilprojekt „Faire Integration“ von 11:30 Uhr bis 13:00 Uhr einen Onlineworkshop zum Arbeitsrecht in Zeiten der COVID-19-Pandemie für geflüchtete Arbeitnehmer*innen und Menschen aus Drittstaaten an.

Durch die aktuelle Situation in der COVID-19-Pandemie sind viele Arbeitnehmer*innen von Kurzarbeit, Kündigungen und Krankschreibungen betroffen. Vor allem für geflüchtete Arbeitnehmer*innen und Menschen aus Drittstaaten, die noch nicht lange in Deutschland leben und arbeiten, stellt dies eine große Herausforderung dar. So sorgen derzeit viele arbeitsrechtliche Gesetze und Bestimmungen für Unklarheiten und Verständnisprobleme.

Mehr Informationen in der Pressemitteilung

Flyer persisch

Flyer arabisch