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Erneut hat ein Sozialgericht entschieden, dass die Leistungskürzungen (um 10%) für alleinstehende Erwachsene in Gemeinschaftsunterkünften, die Leistungen nach § 2 Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) in Höhe der Regelbedarfsstufe 2 (wie sie für verpartnerte/verheiratete Menschen gilt) voraussichtlich verfassungswidrig ist.
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Unter anderem ist einer unserer Mitgliedsvereine, Tutmonde e.V., betroffen.

Am 23. Januar wurden die Vereine Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern, Tutmonde e.V. und DaMigra in Stralsund von drei mutmaßlich rechtsextremen Männern bedrängt und bedroht.

Die Männer hatten zuvor das Gemeinschaftsbüro der drei Vereine über mehrere Stunden belagert, in dem zu dem Zeitpunkt Mitarbeiterinnen der Träger arbeiteten. Sie verfolgten eine der Frauen auf dem Weg zu ihrem Auto und bedrängten sie bis zum Einsteigen. Später am Nachmittag machten sie Fotos vom Büro und dem Briefkasten.

Der Vorfall wurde zur Anzeige gebracht und an die Polizeieinheit MAEX (Mobile Aufklärung Extremismus) wegen des Verdachts auf ein rechtsmotiviertes Tatmotiv gemeldet.

Bereits am Mittag wurde zuvor eine Kollegin von Tutmonde e.V. angegriffen. Auf dem Weg in die Innenstadt wurde sie von einem auf einem Fahrrad vorbeifahrenden Mann gezielt getreten und verletzt. Der Täter konnte unerkannt entkommen.

Die Polizei hat ebenfalls eine Anzeige aufgenommen.

Das Büro wird aufgrund dieses und ähnlicher Vorfälle in der Vergangenheit aufgelöst, da die Sicherheit der Mitarbeitenden nicht mehr gewährleistet werden kann. Die Arbeit der Vereine wird fortgeführt, ein neues Büro wird gesucht.

Am Di., 28.01.2020, trifft sich um 16:30 Uhr in der Volkshochschule, Tribseer Damm 72, ein Unterstützerkreis, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Wir suchen zum 01. Juni 2020

eine Elternzeitvertretung im Projekt „Regionales Fachkräftenetzwerk / Arbeitgeber-Hotline“
im IQ Netzwerk Mecklenburg-Vorpommern.

IHRE AUFGABEN:

  • Ansprechpartner*in für Arbeitgeber*innen, zuständige Behörden, Institutionen und weitere Akteure des Arbeitsmarktes in M-V zum Thema Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und Migrant*innen
  • Beratung in der Telefonhotline nach Plan
  • Aufsuchende Beratung nach Bedarf
  • Netzwerken
  • Kommunikation

 IHR PROFIL:

  • abgeschlossenes Hochschulstudium als Diplompädagoge/in, Sozialpädagoge/in oder vergleichbar
  • Erfahrungen in der Netzwerk- und Beratungsarbeit
  • Fundierte Kenntnisse in mindestens einem dieser Rechtsbereiche: Asyl- und Aufenthaltsrecht, Sozial- und Arbeitsrecht, BeschV, SGB II, SGB III sowie von weiteren Förderinstrumenten
  • Hohe Kommunikationsfähigkeit
  • organisatorisches Geschick, hohe Belastbarkeit, Teamfähigkeit und selbstständige Arbeitsweise
  • Identifikation mit den Zielen des Flüchtlingsrates MV e.V.
  • Identifikation mit den Zielen des bundes- und landesweiten IQ Netzwerkes

WIR BIETEN:

  • eine Tätigkeit in einem hochmotivierten Team
  • eine angemessene Vergütung: Die Stelle wird in Anlehnung an TVöD je nach Einstellungsvoraussetzungen eingestuft.

Die Stelle umfasst 30 Stunden. Arbeitsort ist Schwerin.

Nachfragen und Bewerbungen ausschließlich per Email an naf@fluechtlingsrat-mv.de
bis zum 21. Februar 2020.

Bildergebnis für symbol comment Ab sofort beraten wir auch in Rostock regelmäßig:

Jeden ersten Mittwoch des Monats
von 16:00 bis 18:00 Uhr im
Stadtteil- und Begegnungszentrum Südstadt/ Biestow – Heizhaus
Tychsenstraße 22
180 Rostock.

Der nächste Beratungstermin ist:
04. März 2020.

 

Zu dieser Meldung gibt es inzwischen einige Neuerungen, die im Anschluss an die Meldung erläutert werden. Die grundsätzliche Kritik am Ende von Integrationsprojekten
(z.B. das Aus von Sprachcafés) bleibt aber bestehen.

Schwerin (epd). Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern kritisiert, dass zum Jahresende etliche Integrationsangebote für Flüchtlinge aus finanziellen Gründen schließen werden. Hauptgrund sei, dass das Land die Pro-Kopf-Förderung von 100 Euro je Neuzugewandertem eingestellt habe, teilte der Flüchtlingsrat am Dienstag auf epd-Anfrage in Schwerin mit. „Die Förderung läuft sang- und klanglos aus“, sagte die Flüchtlingsratsvorsitzende Ulrike Seemann-Katz.

Landesweit würden Projekte wie Müttertreffs, Nachhilfeprojekte, Sprachcafés, Behördenbegleitung, Aktivitäten von Sport-, Kultur- und Freizeitvereinen und vieles andere mehr zum Jahresende ersatzlos wegfallen. Das hauptamtliche Personal, das Ehrenamtliche begleitet, werde in andere Bundesländer abwandern. So werde Mecklenburg-Vorpommern weiter an Knowhow verlieren.


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http://www.diakonie-mv.de/fileadmin/user_upload/Eingedeutscht_c_Samuel.jpg

Foto: Samuel Zuder

04.12.2019 | Schwerin.
Die Diakonie Mecklenburg-Vorpommern, der Flüchtlingsrat M-V e. V. und das Patenschaftsbüro Schwerin „Wir sind Paten“ laden zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2019 zu einem Comedy-Abend in den Speicher nach Schwerin ein. Der erfolgreiche Youtuber Allaa Faham wird um 18 Uhr sein Buch „Eingedeutscht“ lesen und darüber hinaus viele „schräge“ Geschichten seiner Integration und der seines Co-Autors Abdul Abbasi zum Besten geben.
Der Eintritt ist frei.

Mehr als 100.000 Follower auf Facebook und Millionen Views ihrer Youtube-Videos: Abdul Abbasi und Allaa Faham sind Stars der digitalen Netzwerke. Mit ihrem Kanal German LifeStyle wollten sie zunächst syrischen Landsleuten die Herausforderungen des deutschen Alltags näherzubringen: Wie vereinbart man korrekt einen Termin? Wer bezahlt nach dem gemeinsamen Essen die Rechnung? Wie spricht man die Katze in der WG richtig an? Doch schnell stellten sie fest, dass ihre Mission eine ganz andere ist und dass wahre Integration nur dann gelingen kann, wenn sich beide Seiten einbringen. Wie also kriegt man Syrer und Deutsche zusammen? Ganz einfach: Indem wir mit dem gemeinsamen Lachen eine Brücke bauen. Amüsieren wir uns über unsere kulturellen Unterschiede, statt Angst vor ihnen zu haben – denn nur so werden wir aufeinander zugehen und uns verstehen können.

Allaa Faham wurde 1997 in Idlib/Syrien geboren und studiert Regenerative Energien in Hamburg. Abdul Abbasi wurde 1994 in den Vereinigten Arabischen Emiraten geboren, kommt aus Aleppo/Syrien und studiert Zahnmedizin in Göttingen.

Mehr Informationen unter www.facebook.com/glsgermanlifestyle

PRO ASYL fordert die Innenminister der Länder auf, Afghanistanabschiebungen endlich zu stoppen  – Der Flüchtlingsrat M-V e.V. unterstützt das ausdrücklich.

Einen Tag vor Beginn der Innenministerkonferenz in Lübeck, findet der 30. Sammelabschiebeflug nach Kabul statt. Vor drei Jahren, im Dezember 2016, hatte Deutschland mit dieser unsäglichen Praxis begonnen. In den flüchtlingspolitischen Anliegen zur Innenministerkonferenz von PRO ASYL stellt Pro Asyl klar: Seit 2016 hat sich die sowieso schon katastrophale Lage in Afghanistan immer weiter verschlechtert. Die Taliban haben aktuell mehr Territorien unter ihrer Kontrolle als zu Beginn des Krieges vor 18 Jahren. Laut dem Global Peace Index ist Afghanistan das unsicherste Land der Welt, 2018 gab es dort die meisten Kriegstoten weltweit. Die seitherige Entwicklung, insbesondere im Umfeld der faktisch gescheiterten Wahlen und der ebenfalls gescheiterten Friedensverhandlungen, gibt Anlass zu noch größerer Sorge.


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Foto: Die Brüder Sadinam lesen in Greifswald | usk 2019

Mojtaba und Masoud Sadinam erzählten ihre Geschichte von Flucht und Integration in Deutschland
Fast 200 Gäste besuchten im Rahmen der Interkulturellen Woche 2019 unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen“ die fünfte und letzte Lesereise der Brüder Sadinam in Anklam, Wolgast, Demmin und Greifswald. Allein ins Greifswalder Koeppenhaus kamen am Samstag, den 28. September, über 60 Gäste. Im Runge-Gymnasium in Wolgast kamen Mojtaba und Masoud Sadinam mit 75 Schülerinnen und Schülern ins Gespräch. Die Autoren lasen aus „Unerwünscht. Drei Brüder aus dem Iran lesen ihre deutsche Geschichte“. Ein Buch, deren Ende auf eine Geschichte perfekter Integration hindeutet.


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Lesungen mit Gespräch in Anklam, Demmin, Wolgast und Greifswald vom 25.09. bis 28.09.2019

Das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. und der Flüchtlingsrat MV e. V. laden aufgrund der zahlreichen Nachfragen zur fünften Lesereise der Brüder Mojtaba und Masoud Sadinam herzlich ein. Sie lesen aus ihrem Buch „Unerwünscht“. Im Anschluss gibt es ein Gespräch mit dem Publikum. Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltungen sind Teil der Interkulturellen Woche 2019 unter dem Motto: „Zusammen leben, zusammen wachsen“.

Mojtaba, Masoud und Milad Sadinam wachsen im Iran der 1980er Jahre als Kinder regimekritischer Eltern auf. Als ihre Mutter bei einer verbotenen Flugblattaktion aufliegt, müssen sie untertauchen und fliehen im Sommer 1996 mit Hilfe eines Schleppers nach Deutschland. Sie landen in einem Auffanglager bei Münster. Doch ihr Asylantrag wird abgelehnt und sie werden zur sofortigen Ausreise aufgefordert. In „Unerwünscht – Drei Brüder aus dem Iran erzählen ihre deutsche Geschichte“ schreiben die Brüder über ihre Flucht, den langen Kampf mit den Behörden und ihren Wunsch endlich in Deutschland anzukommen. Trotz aller Rückschläge gelingt ihnen der Sprung aufs Gymnasium mit Einserabitur und anschließender Eliteuniversität. Doch auch hier müssen sie lernen, ihren eigenen Weg zu finden.

 

Termine der Lesereise

25. September 2019 | 19 Uhr | Anklam
Caritas, Regionalzentrum Anklam
Gartensaal | Friedländer Str. 43

26. September 2019 | 11:30 Uhr | Wolgast (schulinterne Veranstaltung)
Runge-Gymnasium Wolgast
Am Lustwall 7

27. September 2019 | 19 Uhr | Demmin
Hanse-Bibliothek Demmin
Pfarrer-Wessels-Str. 1

28. September 2019 | 19 Uhr | Greifswald
Koeppenhaus
Bahnhofstr. 4/5


Mehr Informationen zu den Brüdern Sadinam:

http://www.sadinam.de/

https://www.facebook.com/brueder.sadinam/

Weitere Informationen zur Interkulturellen Woche 2019 „Zusammen leben, zusammen wachsen“ in Vorpommern:

Programm Greifswald

Pressemitteilung

05.07.2019

In fünf Städten in Mecklenburg-Vorpommern finden am Samstag, 6 Juli, unter dem Motto „Notstand der Menschlichkeit“ Aktionen, Kundgebungen und Demonstrationen statt. Anlass ist die fortwährende Behinderung und Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung im Mittelmeer. Die wochenlage Odysee der SeaWatch 3, die nirgendwo einlaufen durfte, um vor dem Ertrinken gerettete Menschen an Land zu bringen, sowie die Festnahme von Kapitänin Carola Rackete, sind nur die aktuellesten Beispiele für eine skandalöse Politik des Wegschauens seitens der europäischen Staaten.

Dass Carola Rackete mittlerweile wieder freigelassen wurde, ändert nichts an dem grundsätzlichen Skandal. Am Donnerstag ertranken wieder 80 Geflüchtete vor der tunesischen Küste, rund 40 weitere wurden getötet, als ihr Lager in Libyen beschossen wurde. Diese Lager sind es, in die nach Meinung der europäischen Politik die Menschen, die aus dem Mittelmeer gerettet werden, zurückgebracht werden sollten. Gegen diese zynische Politik und für sichere Fluchtwege soll bei den folgenden Aktionen ein Zeichen gesetzt werden:

Greifswald Rathhaus 14:00 Uhr
Parchim Stadthalle 14:20 Uhr
Rostock Gertrudenplatz 17:00 Uhr
Schwerin Pfaffenteich 14:00 Uhr
Wismar Am Marktplatz 10:00 Uhr

Der ganze Aufruf zum Aktionstag kann  hier eingesehen werden:
https://seebruecke.org/menschlichkeit-aufruf/