Pressemitteilung

09.10.2021

Die Bundesregierung hat die Abschiebungen nach Afghanistan ausgesetzt. Zugleich kommen derzeit nicht nur Ortskräfte nach Deutschland. Es kommen auch Menschenrechtsaktivist:innen, Journalist:innen, Mitarbeiter:innen deutscher Auslandsorganisationen, z.B. der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit GIZ, sowie deren Angehörige und viele andere Menschen aus Afghanistan, die in Deutschland nach der Machtübernahme der Taliban Schutz suchen. Diese Personen müssen Asylanträge stellen, wenn ihnen kein Aufenthaltstitel zugesichert wurde oder wenn sie ohne Visum eingereist sind. Teils werden sie trotz Aufnahmezusage in Asylverfahren gedrängt.

Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V. fordert nun die Zulassung aller dieser Personen zu Sprachkursen, da sie ohnehin länger in Deutschland verbleiben werden, weil die Entscheidungen über Asylanträge von Afghaninnen und Afghanen „rückpriorisiert“ wurden. Das heißt, Asylverfahren von Afghaninnen und Afghanen werden nachrangig entschieden bzw. liegen gelassen, bis es neue Entscheidungsgrundsätze gibt. Es ist nicht absehbar, wann dies der Fall sein wird.


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Pressemitteilung

05.10.2021

Neue Fluchtroute? Über Belarus und Polen nach MV

Die Menschen brauchen Hilfe, keine Strafe.

Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V. warnt vor einer toxischen Debatte und vor rassistisch motivierten Taten. Über Belarus und Polen einreisende Menschen sind Geflüchtete, es kommen Menschen mit einzelnen Schicksalen und Lebensgeschichten, keine „straffälligen Eindringlinge“, keine Zahlen. Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern fordert, das Land Mecklenburg-Vorpommern solle vor allem im Grenzgebiet besser über die Situation der Menschen aufklären.


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Pressemitteilung

20.09.2021

Zum heutigen internationalen Weltkindertag erklärt der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V.:

Die Bedingungen in AnkER-Zentren und funktionsgleichen Aufnahmeeinrichtungen verletzen die Rechte von Kindern und ihren Familien. Sie müssen deshalb abgeschafft, der Aufenthalt in Aufnahmeeinrichtungen auf maximal vier Wochen verkürzt und die Geflüchteten schnellstmöglich in Wohnungen untergebracht werden.


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aktualisiert am: 07.10.2021

Die News stellen wir hier auch auf Dari zur Verfügung
تاریخ به روز رسانی  21/09/2021

AFG News – Dari

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  • Antworten auf die Kleine Anfrage der Grünen Bundestagsfraktion (114 Fragen) zur „Aufarbeitung der Einschätzungen, Entscheidungen und Maßnahmen vor und nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan“: 210917 Antwort auf KA19-32274 Aufarbeitung der Einschätzungen Entscheidu.._
  • Die afghanische Botschaft stellt derzeit keine Pässe aus: Bescheinigung Botschaft und Bescheinigung vom 07.09.2021: Bescheinigung Botschaft 2
  • Wir raten, sich diese Bescheinigungen persönlich zu holen.
  • Aber: Ausstellung von Tazkira und Pässen beim Afghanischen Konsulat München weiter (eingeschränkt) möglich!
    Wie das Konsulat der Islamischen Republik Afghanistan am 13.9.2021 in einer E-Mail mitteilte, ist das Konsulat auch nach der Machtübernahme durch die Taliban in Afghanistan weiter in Betrieb und steht für alle konsularischen Dienste (mit Einschränkungen) zur Verfügung:

    Tazkira: Anträge zur Ausstellung einer Tazkira können weiterhin online gestellt werden. Sobald die Behörden in Afghanistan ihre Arbeit wieder aufgenommen haben und den Antrag bestätigen, können die Tazkira ausgegeben werden. Es kann also aktuell zu Wartezeiten kommen.

    Nationalpass: Auch Anträge zur Ausstellung eines afghanischen Passes können weiterhin gestellt werden. Derzeit fehlt aber das Material, um die Pässe drucken zu können. Das bedeutet, dass auch bei Pässen mit längeren Wartezeiten zu rechnen ist.

Nützlicher Link: Hinweise für afghanische Geflüchtete von Pro Asyl (Stand 21.09.2021)

 

Inhalt des Online-Afghanistan-Austauschs am 06.09.2021 (aktualisiert am 22.09.2021):

 


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Pressemitteilung

Herbstkonferenz der Landesflüchtlingsräte und Pro Asyl:

Aufnahme, Familiennachzug und Bleiberecht für Afghan:innen gefordert

Die Organisationen protestieren gegen die Zustimmungsverweigerung des Bundesinnenministers zum Thüringischen Landesaufnahmeprogramm

Auf ihrer diesjährigen virtuellen Herbstkonferenz haben sich die Flüchtlingsräte der Bundesländer und PRO ASYL mit Flüchtenden und Geflüchteten aus Afghanistan solidarisiert. Neben der Aufnahme der so genannten Ortskräfte fordern die Flüchtlingsorganisationen einen unbürokratischen Familiennachzug und ein großzügiges Bleiberecht für die bereits in Deutschland lebenden Afghan:innen.

Mit Entsetzen nehmen die Flüchtlingsräte angesichts der Verfolgungsgewalt und des Flüchtlingselends in Afghanistan die Zustimmungsverweigerung des BMI zu dem in Thüringen geplanten Landesaufnahmeprogramm zur Kenntnis.

„Nach Mecklenburg-Vorpommern sind aus dem Kreis der jüngst evakuierten Ortskräfte gerade einmal zehn Personen nach Mecklenburg-Vorpommern verteilt worden. Wir können mehr!“, meint Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende des Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern.


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