Die Nordkirche lädt auch 2021 wieder ein, in ihrem Adventskalender jeden Tag ab dem 1. Dezember ein Türchen zum Thema #mutgeschichten zu öffnen. Die Erzählungen wollen nicht hinter ihren Türchen bleiben. Der Mut in ihnen soll auch die Leser*innen stärken. Gerade in der Müdigkeit dieses zweiten Corona-Winters können wir alle das besonders gut gebrauchen. Die Erzähler*innen leben fast alle hier im Norden als unsere Nachbarinnen und Nachbarn. Sie teilen mit uns ihren Mut – die Adventszeit lebt ja von Hoffnung und gegenseitiger Ermutigung, manchmal aller Realität trotzend, oft gegen Widerstände.
 

Foto: Sylvia Giesler

Das Team der Geschäftsstelle des Flüchtlingsrats hat heute wieder die Fahne gehisst. Anlässlich der bundesweiten Aktionswoche „Gegen Gewalt an Frauen und Kindern“, die jedes Jahr in der letzten Novemberwoche begangen wird, machen auch wir alljährlich auf das Thema aufmerksam. Das Recht auf ein Leben ohne häusliche oder sexualisierte Gewalt gilt auch für geflüchtete Frauen.

Der Flüchtlingsrat unterstützt damit die wichtige Arbeit von TERRES DES FEMMES gegen sexuelle Übergriffe am Arbeitsplatz, weibliche Genitalverstümmlung, Verbrechen im Namen der sogenannten Ehre, Frauenhandel, Prostitution, Früh- und Zwangsverheiratung oder Häusliche Gewalt. Denn alle diese Themen betreffen immer wieder auch geflüchtete Frauen, sind oft sogar deren Fluchtursache.

In diesem Jahr lädt TERRE DES FEMMES dazu ein, sich besonders dem Thema #bornequal zu widmen und darüber aufzuklären: Kein Mädchen und keine Frau soll Gewalt erfahren, nur weil sie zwei X-Chromosomen besitzt! Die Geschlechter sind einander ebenbürtig – born equal – ohne Wenn und Aber. Die Kampagne startete am 08. März im 40. Jubiläumsjahr von TERRES DES FEMMES.

Wir beraten derzeit nur nach Terminvereinbarung und nur Geimpfte, Genesene und Gestestete. Wir bitten um das Mitbringen eines entsprechenden Zertifikats.

Pressemitteilung

20.11.2021

Die gestrige Mitgliederversammlung des Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat einstimmig den Vorstand neu gewählt. Wiedergewählt wurden die Diplompädagogin Ulrike Seemann-Katz als Vorsitzende, die Flüchtlingsberaterin Katharina Herold, die Geschäftsführerin der KISS e.V. Sabine Klemm, der Rechtsanwalt Christian Wöhlke. Neu dazugekommen ist die Lehrerin Susann Kamprad. Das ehemalige Vorstandsmitglied Roland Schrul trat nicht wieder an. Die Mitgliederversammlung dankte ihm für seine langjährige Arbeit.


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Zum Bericht der Ostsee-Zeitung vom 19.11.2021 über die Zustände in der Gemeinschaftsunterkunft in Greifswald erklärt der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V.:

Die menschunwürdigen Zustände sind erschütternd, sind aber immer wieder vergleichbar in vielen Unterkünften in Mecklenburg-Vorpommern und sogar bundesweit anzutreffen. Mal sind es Bettwanzen, die sich ausbreiten, mal ist es Wasser, dass auf dem Fußboden von Sanitäreinrichtungen steht, und wegen Bodenunebenheiten nicht abfließen kann, mal sind es geplatzt, e Heizungsrohre, die für Schimmelbildung sorgen, mal fehlen Schranktüren usw.

Es gibt viele, vor allem strukturelle Ursachen für diese Schäden: Materialermüdung, weil das billigste beschafft wird, Vandalismus, fehlende Instandhaltung, unklare Zuständigkeiten. Wer kommt für den Schaden auf: Kommune oder Vermieter oder Betreiber? Nur schnelle Reparaturen anfangs kleiner Schäden werden aber künftig keine weiteren Schäden nach sich ziehen. Dort wo dieser Grundsatz verstanden ist, wo bei Schäden schnelle Abhilfe geleistet wird, halten sich einerseits die Folgekosten in Grenzen, andererseits bleibt der Ruf der Einrichtung und der Kommune gewahrt.


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