Flüchtlinge/ Geflüchtete / Refugees

… suchen Schutz vor Folter, Verfolgung und Hunger, ausgelöst durch politische, religiöse oder kulturelle Spannungen, Krieg und Armut im eigenen Land. Weltweit sind laut UNHCR Ende 2017 rund 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht gewesen, inklusive der Binnenflüchtlinge, die innerhalb ihres Landes fliehen. Die Anzahl von Krisenre­gionen auf der Welt ist hoch.

Auf den schnellen Anstieg der Zahl der Asylsuchenden in Deutschland reagiert die Bundesregierung mit den schärfsten Gesetzesänderungen seit 20 Jahren – weitere sind noch zu erwarten. Alles, was in den letzten Jahrzehnten erfolgreich durch die Arbeit von Flüchtlingsinitiativen geändert und vermieden werden konnte, ist wieder Realität: Residenzpflicht, Sach- statt Geldleistungen sowie härtere Abschiebungsregelungen. Besonders betroffen sind Geduldete und Menschen aus den so genannten sicheren Herkunftsländern.

Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V. setzt sich ein für

  • faire Asylverfahren
  • Zugang zu Arbeits-, Bildungs-, Ausbildungsmöglichkeiten für Flüchtlinge menschenwürdigen Wohnraum außerhalb von Heimen und uneingeschränkte medizinische Versorgung
  • ist gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus jeglicher Art

Der Flüchtlingsrat MV ist Mitglied bei PRO ASYL und bundesweit mit anderen Flüchtlingsinitiativen und Organisationen verbunden.

Aufgaben

  • Wir beraten Asylsuchende, geduldete und anerkannte Flüchtlinge sowie Bürgerkriegsflücht­linge, haupt- und ehrenamtlich tätige Personen, Vereine und Initiativen, die in der Flüchtlingsarbeit tätig sind.
  • Wir organisieren Weiterbildungen, Aktionen rund um das Thema Flucht und Asyl
  • Wir vermitteln Hilfe und Begleitung für Flüchtlinge zu Ärzten, Beratungsstellen, Rechtsanwälten usw.
  • Wir koordinieren und fördern die Vernetzung der Flüchtlingsarbeit in Mecklenburg-Vorpommern.

Unsere Satzung finden Sie hier

Als loses Netz von Initiativen und Einzelkämpfer*innen gab es Treffen des Flüchtlingsrats seit 1993. Als eingetragenen gemeinnützigen Verein gibt es den Flüchtlingsrat seit 1995.

 

Flüchtling – Geflüchtete – Refugees – Asylsuchende

Seit einigen Jahren gibt es die Debatte, dass das Wort „Flüchtling“ in der deutschen Sprache einen negativen Klang hat. Viele politisch aktive Geflüchtete möchten das Wort nicht benutzen. In vielen Texten dieser Webseite sprechen wir deswegen von Geflüchteten. Andererseits handelt es sich bei dem Wort „Flüchtling“ um einen juristischen Begriff, geprägt durch die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951. Darin wird die Schutzbedürftigkeit für Menschen normiert, die sich außerhalb ihres Landes befinden und nicht zurückkehren können, weil sie Verfolgung fürchten wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung. Der Flüchtlingsrat wird seinen Namen deswegen nicht ändern.

Die Debatte um Worte sei eine Scheindebatte, erklären Gegner der politischen Korrektheit. Die deutsche Sprache würde unnötig verkompliziert. An der gesellschaftlichen Realität der Betroffenen änderten auch andere Begriffe nichts. Ob es nun Asylbewerber hieße, Asylant oder Flüchtling: Sind das nicht Wortklaubereien?

Wir sind der Ansicht, dass Sprache auch Haltungen, Respekt oder fehlenden Respekt ausdrückt und Realität beeinflusst.

Wir benutzen deswegen das Wort „Asylant“ nicht. Es wird oft von Neonazis verwendet. Bereits seit den 1970er Jahren hat es eine abwertende Bedeutung.

Zum rechtlichen Terminus „Asylbewerber“: Asyl ist Menschenrecht. Das hat jeder Mensch. Darauf muss man sich nicht bewerben. Wir sprechen von Asylsuchenden.