Flüchtlinge

Pressemitteilung

20.09.2021

Zum heutigen internationalen Weltkindertag erklärt der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V.:

Die Bedingungen in AnkER-Zentren und funktionsgleichen Aufnahmeeinrichtungen verletzen die Rechte von Kindern und ihren Familien. Sie müssen deshalb abgeschafft, der Aufenthalt in Aufnahmeeinrichtungen auf maximal vier Wochen verkürzt und die Geflüchteten schnellstmöglich in Wohnungen untergebracht werden.


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Wir laden zum Online-Seminar „Flucht und Behinderung“ ein.

Menschen mit Behinderung und Fluchtgeschichte gehören zu der Gruppe der besonders schutzbedürftigen geflüchteten Personen und haben ein Anrecht auf die notwendige medizinische Versorgung und Beratung.
Höherrangiges Recht, wie beispielsweise die UN-Behindertenrechtskonvention oder die EU-Richtlinien, verpflichten staatliche Stellen, besonders schutzbedürftige geflüchtete Menschen zu identifizieren und bedarfsgerecht zu beraten und zu versorgen.

Es gibt aber wenig Wissen über diese Zielgruppe: Handicap International schätzt, dass es sich um ca. 10 – 15 % der Geflüchteten handelt. Das Seminar informiert über Rechte und Fördermöglichkeiten. Gerne besprechen wir auch konkrete Fälle aus Eurer/Ihrer Praxis. Dazu schickt/schicken Sie uns bitte mit Ihrer Anmeldung eine kurze Schilderung der Problemlage.

Das Seminar ist kostenlos und findet oline statt in Kooperation mit dem IvAF-Projekt NAFplus

am Donnerstag, 30.09.2021

von 10:00 – 15:00 Uhr (mit Pausen).

Anmeldung bitte bis zum 26.09.2021 an naf[at]fluechtlingsrat-mv.de. Angemeldete erhalten den Zugangslink.

Programm:

10:00 Uhr Begrüßung und Vorstellungsrunde

  • Flüchtlingsrat, NAF und IvAF – Ziele und Aufgaben, Arbeitsmarktprojekte in M-V
  • Kontext: Daten, Fakten, Zuständigkeiten
  • Einführung: Behinderung und Integration
  • Teilhabe an Bildung

12:30 Uhr Mittagspause

  • Teilhabe am Arbeitsleben
  • Medizinische Rehabilitation
  • Menschen mit Schwerbehinderung
  • Geltendmachung von Rechten

15:00 Uhr Seminarende

Arabischsprachiger Online-Workshop für Interessierte und Migrant*innen

Mittwoch, 15.09.2021
10:00 bis 11:30 Uhr

Viele Menschen mit Migrationshintergrund wollen Arbeit finden. Die Rechte und Pflichten für Arbeitnehmende stellen jedoch oft eine große Herausforderung dar.

Haben Sie Fragen zu Ihrem Arbeitsvertrag? Fragen zur Sozialversicherung? Fragen zu Steuerklassen? Arbeiten Sie und bekommen Sie gleichzeitig Jobcenterleistungen und möchten Ihre Rechte kennen? Haben Sie eine Stelle in einem Zeitarbeitsunternehmen gefunden und möchten mehr über diese Unternehmensform erfahren?

Das Projekt „Faire Integration“ des Flüchtlingsrates, M-V e.V. Ein Online-Workshop im September mit dem Titel „Die Arbeitswelt in Deutschland“ gibt Antworten auf alle diese Fragen.

 

Anmeldung ab sofort an Khaled Al Bitar: kb-iq@fluechtlingsrat-mv.de

Die Veranstaltung ist kostenlos.

Den Link zum Online-Workshop erhalten Sie nach der Anmeldung.

 

Referent:

Khaled Al Bitar (Projektleiter; Faire Integration)

Faire Integration, Flüchtlingsrat M-V e.V., Telefon: 0385 55575140

Pressemitteilung

Herbstkonferenz der Landesflüchtlingsräte und Pro Asyl:

Aufnahme, Familiennachzug und Bleiberecht für Afghan:innen gefordert

Die Organisationen protestieren gegen die Zustimmungsverweigerung des Bundesinnenministers zum Thüringischen Landesaufnahmeprogramm

Auf ihrer diesjährigen virtuellen Herbstkonferenz haben sich die Flüchtlingsräte der Bundesländer und PRO ASYL mit Flüchtenden und Geflüchteten aus Afghanistan solidarisiert. Neben der Aufnahme der so genannten Ortskräfte fordern die Flüchtlingsorganisationen einen unbürokratischen Familiennachzug und ein großzügiges Bleiberecht für die bereits in Deutschland lebenden Afghan:innen.

Mit Entsetzen nehmen die Flüchtlingsräte angesichts der Verfolgungsgewalt und des Flüchtlingselends in Afghanistan die Zustimmungsverweigerung des BMI zu dem in Thüringen geplanten Landesaufnahmeprogramm zur Kenntnis.

„Nach Mecklenburg-Vorpommern sind aus dem Kreis der jüngst evakuierten Ortskräfte gerade einmal zehn Personen nach Mecklenburg-Vorpommern verteilt worden. Wir können mehr!“, meint Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende des Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern.


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Afghanistan: Weitere Aufnahme JETZT!

Tausende verzweifelte Zurückgelassene: Das ist die bittere Bilanz der deutschen Evakuierungsaktion aus Afghanistan. Es handelt sich um Familienangehörige von in Deutschland lebenden Afghanen. Um Ortskräfte deutscher Institutionen, von denen viele bei Subunternehmern beschäftigt waren. Um Menschen, die sich für Demokratie und Menschenrechte eingesetzt haben. Etliche von ihnen haben Bezüge zu Deutschland. Ihre Namen sind bekannt. Diese Menschen müssen in Sicherheit gebracht werden!

Pro Asyl hat eine Petition erstellt: Zur Petition.

Wir bitten um Eure/Ihre Unterschrift.

Pressemitteilung
27.08.2021

 

Dokumentarisches Theater – Buch/Regie: Michael Ruf

 

Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2021 unter dem Motto #offengeht findet die Veranstaltungsreihe mit dem Theaterstück „Die Mittelmeer-Monologe“ an 6 Orten in Mecklenburg-Vorpommern vom 22. September bis 2. Oktober 2021 statt.

Das dokumentarische Theater „Die Mittelmeer-Monologe“, Buch und Regie von Michael Ruf (Berlin), erzählt von der politisch widerständigen Naomie aus Kamerun und von Yassin aus Libyen, die sich auf einem Boot nach Europa wiederfinden, von brutalen ‚Küstenwachen‘ und zweifelhaften Seenotrettungsstellen und von Aktivist*innen, die dem Sterben auf dem Mittelmeer etwas entgegensetzen.

Die Aktivist*innen versuchen, beim Alarmphone die Küstenwachen zu überzeugen, nach Menschen in Seenot zu suchen, oder sie lernen auf dem Seenotrettungsschiff Seawatch, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren – kurzum sie tun das eigentlich Selbstverständlichste, was im Jahr 2021 alles andere als selbstverständlich ist: menschliches Leben zu retten!


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Die Lage in Afghanistan ist höchst unübersichtlich. Tausende Menschen versuchen weiterhin verzweifelt, das Land zu verlassen. Deutschland hat seine Evakuierungsflüge eingestellt. Wir versuchen Ihre Fragen zu beantworten.

Für Ortskräfte deutscher Organisationen/Einrichtungen sowie Afghan:innen mit deutschem Aufenthaltstitel hatte das Auswärtige Amt eine E-Mail-Adresse eingerichtet, bei der man Fälle melden kann. Das sollte man auch weiterhin tun, um den Bedarf für spätere Aktionen zu anzumelden.

For local staff of German organizations/institutions as well as Afghans with a German residence permit, the Federal Foreign Office has set up a phonenumber and e-mail address where cases can be reported for evacuation: 040-krise19@diplo.de oder  040.krise19@diplo.de

Formular des Auswärtigen Amtes: Formular zur Weiterleitung an das Auswärtige Amt
Form for forwarding to the federal foreign office

Zwingend darin enthalten sein müssen:
The email must include the following information:

  • Namen aller Personen (Names of all persons)
  • Geburtsdaten (Dates and Places of birth)
  • Passnummern (Passport Numbers)
  • Staatsangehörigkeit (Nationality)
  • Erreichbarkeit (Handy, E-Mail usw.) (Availability (Mobile phone, E-Mail etc.))

Nach der Versendung erhält man keine Rückmeldung. Wenn man keine Fehlermeldung erhält, bedeutet das, dass die Mail durchgestellt wurde. Kontaktiert werden nur die Personen, die evakuiert werden. Leider sind die rechtlichen Möglichkeiten für Personen, die nicht in die oben genannte Gruppe gehören, sehr begrenzt.

After sending, you will not receive any email response. If you do not receive an error message, it means that the mail was put through. Only people who are to be evacuated will be contacted. The legal possibilities for people who do not belong to the above group are, unfortunately, very limited.

Leider können wir Ihre Anfragen in den Kommentaren aus Kapazitätsgründen nicht beantworten. Auch Anfragen über soziale Medien beantworten wir nicht. Sollten Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie an unsere E-Mail-Adresse kontakt[at]fluechtlingsrat-mv.de

Es gibt viele weitere Informationen: Der Flüchtlingsrat Niedersachsen hat dankenswerterweise aktuelle Informationen, auch auf Dari/Farsi und Englisch, zusammengestellt: https://www.nds-fluerat.org/50123/aktuelles/ausreise-aus-afghanistan-aktuelle-informationen/

 

 

Pressemitteilung

Afghanistan – Bleiberecht und humanitäre Aufnahme ermöglichen

Die Taliban haben am 15.8.2021 die Macht übernommen. Afghanistan bleibt das gefährlichste Land der Welt. Die ökonomische Situation und die Sicherheitslage sind desaströs. In vollkommener Verkennung der Realität wurde auf Basis geschönter Lageberichte des Auswärtigen Amtes bis zuletzt an der Politik der Abschiebungen nach Afghanistan festgehalten, der Familiennachzug verschleppt und die rechtzeitige Evakuierung der Ortskräfte von Bundeswehr und NGOs und ihrer Familienangehörigen versäumt. Vielen Ortskräften wurde die Berechtigung ganz abgesprochen, weil ihre Tätigkeit länger zurücklag oder sie über Subunternehmer tätig waren. Das BAMF hat bis zuletzt Asylanträge unter Verweis auf die angebliche interne Fluchtalternative Kabul als offensichtlich unbegründet abgelehnt.

Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern fordert jetzt eine Reihe von Maßnahmen, die Mecklenburg-Vorpommern umsetzen muss:

Allen in Mecklenburg-Vorpommern nur geduldeten Afghan*innen muss anstelle von Kettenduldungen wegen Unmöglichkeit der Rückkehr eine humanitäre Aufenthaltserlaubnis erteilt werden. Das Innenministerium muss entsprechende Arbeitshinweise an die Ausländerbehörden geben.


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Trace the face – Dieses Plakat könnten wir zwar im Büro aufhängen. Es sieht dort leider aber aktuell kaum jemand. Wir haben deswegen entschieden, es hier „hinzuhängen“. Die weltweite Suche nach vermissten Angehörigen geht auch in Corona-Zeiten und über geschlossene Grenzen hinweg weiter.

In Afghanistan vergeht kaum ein Tag ohne Anschlag. Seit dem Abzug der NATO-Truppen sind die Taliban auf dem Vormarsch: über die Hälfte der Bezirke in Afghanistan steht schon unter Kontrolle der Taliban. Die dritte Welle der Covid-19-Pandemie verschärft die humanitäre Situation im Land zusätzlich. Die Lage am Hindukusch ist dramatisch und wird sich aller Voraussicht nach weiter verschlechtern.


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