Flüchtlinge

Wir laden herzlich ein zum Austausch: „Geflüchtete Roma aus der Ukraine in Mecklenburg-Vorpommern“

am   27.10.2022
im     Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport, Werderstr. 124, 19055 Schwerin, R.107 

Romn*ja leben seit 700 Jahren in Europa. Ihre Geschichte ist eine der Verfolgung und des Ausschlusses aus der Gesellschaft. Bis in die Gegenwart manifestieren sich Diskriminierung und Rassismus in vielfältigen Formen. Dies trifft nun auch die geflüchteten Roma aus der Ukraine. Sie erleben auf der Flucht und in den Ankunftsorten, so auch in Mecklenburg-Vorpommern, Diskriminierung und Ausschluss. Dies zieht sich von den Fluchtwegen über die Unterbringung hin zum erschwerten Zugang zu Leistungen, Bildung und Arbeit.
In der Veranstaltung mit dem Roma Center/ Roma Antidiscrimination Network beschäftigen wir uns mit dieser Situation und diskutieren Lösungsansätze für die Verbesserung der Situation vor Ort.


Der Workshop bietet Raum zu Nachfragen und Austausch. Er richtet sich an Multiplikator:innen, Mitarbeiter:innen von Verwaltungen und Behörden, Ehren- und Hauptamtliche im Bereich Flucht und Migration sowie Politiker:innen.

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Pressemitteilung

22.09.22

 

Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern kritisiert die Bildungskonzeption Mecklenburg-Vorpommerns für geflüchtete Schülerinnen und Schüler.

Das Bildungsministerium wird heute zur Umsetzung seiner Bildungskonzeption zur Beschulung von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache berichten. Dazu erklärt der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern:


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Die Arbeit freiwillig engagierter Menschen bildet einen Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Im Bereich der Flüchtlingsarbeit sind diese Menschen sehr häufig mit ihnen unbekannten Fragestellungen konfrontiert: Welche Behörde ist wann zuständig? Wie trete ich überhaupt an eine Behörde heran? Wann dürfen die Geflüchteten arbeiten gehen? Wie kann ich die Rechte der Geflüchteten durchsetzen? usw.
Wir möchten das mit unserer Veranstaltungsreihe ändern, Licht in das Dunkel des Behördendschungels bringen, aber auch aufzeigen, wo die Grenzen des freiwilligen Engagements liegen.

Um den Interessierten einen größtmöglichen Überblick darüber zu verschaffen, an welche fachkundigen Stellen sie sich wann wenden können, werden in der Veranstaltungsreihe alle Projekte des Flüchtlingsrates einen Einblick in ihre Arbeit geben.

Folgende Veranstaltungen bieten wir an:


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Pressemitteilung

Vorenthaltene Sozialversicherungsbeiträge, Betrug und Steuerhinterziehung. Mit fingierten Zahlungen und Rechnungen von mehreren Scheinfirmen wurde Schwarzgeld generiert. So lauteten die Vorwürfe nach einer großangelegten Razzia auf Baustellen Ende Juli im Rhein-Main-Gebiet. Sechs Beschuldigte wurden festgenommen. Der Schaden für Steuerbehörden und Sozialkassen: rund 20 Millionen Euro. Auch für viele Bauarbeiter*innen aus Rumänien, die für das Firmengeflecht tätig waren, hatte die Razzia gravierende Folgen: Von einem auf den anderen Tag hatten sie keinen Arbeitgeber und keine Bleibe mehr. Oft ist dann auch die Aufenthaltserlaubnis weg.

Vergleichbare Verhältnisse gibt es bundesweit, weshalb eine Kooperation aus IG BAU den o.g. Vorfall zum Anlass nahm, zusammen mit dem Bildungsträger PECO-Institut und den Beratungsstellen Europäischer Verein für Wanderarbeiter, Faire Mobilität, IQ-Faire Integration sowie Arbeit und Leben vom 5. bis 9. September eine bundesweite Aktionswoche starten.

Mehr als 20 Baustellen sollen bundesweit besucht werden, davon in Mecklenburg-Vorpommern drei. Der Flüchtlingsrat beteiligt sich mit seinem Projekt „Faire Integration“ an zwei Aktionen in Rostock und Stralsund. „Ziel ist es, mit möglichst vielen migrantischen Beschäftigten auf dem Bau in Kontakt zu treten und sie über ihre Arbeitsrechte in Deutschland zu informieren“, erklärt Khaled Al Bitar vom Flüchtlingsrat M-V e.V.

Das IQ Teilprojekt Faire Integration in M-V hilft bei arbeitsrechtlichen Fragestellungen und informiert über die Mindeststandards des Arbeitsrechts in Deutschland. Dabei stehen wir mit zahlreichen Institutionen und Vereinen im Land Mecklenburg-Vorpommern in Kontakt. Die Beratung kann auf Deutsch, Englisch oder Arabisch erfolgen, ist vertraulich und kostenlos. Auf Anfrage beraten wir auch in weiteren Sprachen. Zudem bieten wir auch Informationsveranstaltungen zum deutschen Arbeitsrecht an.
Sprechzeiten: Montag bis Freitag von 09:00 – 15:00 Uhr.

Gemeinsame Presseerklärung von PRO ASYL und den Landesflüchtlingsräten

30. August 2022

Ein halbes Jahr nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine machen PRO ASYL und die Landesflüchtlingsräte auf die Kriegsflüchtlinge ohne ukrainischen Pass aufmerksam, die wegen neuer Regelungen ab dem 1. September Gefahr laufen, in die Duldung zu fallen und abgeschoben zu werden.

„Alle Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflohen sind, müssen gleich behandelt werden: Sie müssen Schutz bekommen und die Sicherheit, sich in Deutschland eine Perspektive aufbauen zu können. Das gehört zu einem von der Bundesregierung versprochenen Diskurswechsel in der Asyl- und Migrationspolitik“, sagt Wiebke Judith, Teamleiterin Recht & Advocacy bei PRO ASYL.

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Das Heft hat noch eine Korrekturschleife durchlaufen und ist hier nun endlich zum Download zu finden:

 

Leitfaden Leitfaden für Interessierte und Ehrenamtliche in der Hilfe für Geflüchtete
Juli 2022 – Inhalt:

  • Geflüchtete in einer diskriminierungssensiblen Sprache
  • Chancen und Grenzen ehrenamtlicher Unterstützung
  • Asylverfahren
  • Aufenthalt
  • Aufenthaltsbeendigung
  • Soziales und Gesundheit
  • Bildung, Ausbildung, Arbeit
  • Trauma
  • Unbegleitete Minderjährige
  • Zugang zu Informationen

und vieles andere mehr…

 

 

Pressemitteilung

03.08.2022

Die Landesflüchtlingsräte Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern sind entsetzt über Pushback-Berichte aus Görlitz und fordern sofortige Aufklärung

„Wir sind entsetzt über den jüngsten Vorfall an der deutsch-polnischen Grenze: Mindestens zwei jemenitische Staatsbürger wurden von der Bundespolizei innerhalb weniger Stunden zurück nach Polen gebracht, obwohl sie nach eigenen Angaben ein Schutzgesuch geäußert hatten. Uns liegen zudem Hinweise vor, dass es sich hierbei nicht um einen Einzelfall handelt. Wir sind im Bündnis dabei, mögliche weitere Betroffene ausfindig zu machen und die uns bekannten Fälle aufzuarbeiten,“ so Henrike Koch, Flüchtlingsrat Brandenburg. “Seit nunmehr einem Jahr sind wir mit den Rechtsverletzungen und Gewalterfahrungen konfrontiert, denen Schutzsuchende im Zusammenhang mit rechtswidrigen Pushbacks an der belarussisch–polnischen Grenze ausgesetzt waren und sind. Dass sie nun auch vor illegalen Pushbacks in Deutschland nicht sicher sind, macht auf dramatische Weise deutlich, wie es um den Schutz des Rechts auf Asyl in Europa steht. Das darf sich nicht wiederholen, weder in Görlitz noch anderswo in Deutschland.“

Am 01.08.2022 berichtete die tageszeitung (taz) von der Einreiseverweigerung mit anschließender Zurückweisung mindestens zweier jemenitischer Staatsbürger durch die Polizeidirektion in Görlitz.


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Pressemitteilung

Landesflüchtlingsräte und PRO ASYL begrüßen, dass die spanische Justiz die brutale Gewalt gegen Schutzsuchende an der Grenze zur spanischen Exklave Melilla untersuchen will. Die Organisationen verurteilen die Gewalteskalation der Grenzkräfte und Verharmlosung durch den spanischen Regierungschef Sanchez und EU-Ratspräsident Charles Michel aufs Schärfste – und fordern von der Bundesregierung, dies ebenfalls zu verurteilen.

Nachdem Grenzkräfte an den europäischen Außengrenzen in Melilla auf Schutzsuchende eingeprügelt haben, Hunderte schwer verletzt zurückließen und  dabei mindestens 23 Menschen zu Tode kamen, erklärt Karl Kopp, Leiter der Europa-Abteilung bei PRO ASYL: „Nicht nur ist die Gewalt, mit der die Grenzkräfte in Melilla gegen Schwarze Menschen auf der Flucht vorgegangen sind, völlig außer Kontrolle geraten. Auch die politischen Reaktionen sind außer Kontrolle: Sie zeigen die Menschenverachtung, die Verantwortliche nutzen, um das Geschehene zu legitimieren. In Melilla fallen die letzten Tabus in der europäischen Abwehrpolitik. Das Recht auf Leben und auf Schutz sowie die Menschenwürde lösen sich auf.“ So lobte der spanische Ministerpräsident Sanchez das Vorgehen der Sicherheitskräfte, und  EU-Ratspräsident Charles Michel sagte den spanischen Behörden seine volle Unterstützung zu.


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Auftaktkonferenz:

Titel:               Klimaflucht – Regionale Auswirkungen eines globalen Phänomens

Wann:             Dienstag, 16.08.2022, Einlass: 9:30, Start: 10:00-16:00 Uhr

Wo:                 Schweriner Schloß, Plenarsaal, Lenné-Straße

Zielgruppe:     entwicklungspolitische Vereinen und Organisationen, Landesverwaltung und Politik

Voraussetzung: namentliche Anmeldung über die Webseite von Engagement Global und Mitführen des Personalausweises

Anmeldung über https://www.engagement-global.de/veranstaltung-detail/arbeitskonferenz-klimaflucht-im-l%C3%A4ndlichen-raum-von-mecklenburg-vorpommern.html  ab 27.06.2022

 

Der menschengemachte Klimawandel wandelt und bedroht die Lebensgrundlage vieler Menschen so stark, dass nur globale Betrachtungen und die Einhaltung globaler Ziele wie der Agenda 2030 in eine zukunftsfähige Welt führen werden. Der Klimawandel verschärft soziale, ökonomische und ökologische Verteilungsfragen sowie globale Ungerechtigkeiten insbesondere im Globalen Süden. Obwohl diese Regionen am wenigsten zum Klimawandel beitragen, tragen sie doch jetzt schon die größten Konsequenzen. Wie sieht der Klimawandel für Länder des Globalen Südens aus? Welche Parallelen gibt es zwischen dem Globalen Süden und Mecklenburg-Vorpommern – sowohl bei den Problemen als auch bei möglichen Lösungen?


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Aktuelle Situation der Geflüchteten aus der Ukraine

Wir laden ein zu einem Online-Seminar

am Mittwoch, 18.08.2022
von 13:00 Uhr – 16:00 Uhr

 

Aktuelle Informationen rund um die aufenthaltsrechtliche Situation von Geflüchteten aus der Ukraine – sozialrechtliche Situation, Zugang zum Arbeitsmarkt, Zugang zu Deutschkursen, Anerkennung von Berufsabschlüssen, Versicherungen, Fahrerlaubnis.

 

Das Seminar richtet sich an Menschen, die in ihrer haupt- oder ehrenamtlichen Arbeit Migrant*innen und Geflüchtete betreuen, beraten oder begleiten, Integrationsbeauftragte, an Menschen, die politisch tätig sind sowie an alle Interessierten. Das Seminar ist kostenlos.

 

Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Es handelt sich um eine Einführung zur aktuellen Situation von Geflüchteten aus der Ukraine Staatsangehörigen. Das Seminar beleuchtet u.a.:

  • die sozialrechtliche Situation der Geflüchteten aus der Ukraine
  • Zugang zum Arbeitsmarkt
  • Zugang zu Deutschkursen
  • Anerkennung von Berufsabschlüssen
  • Eröffnung von Konten.

 

Weitere Anmeldungen sind leider nicht mehr möglich. Wir werden im September einen Wiederholungstermin anbieten.