Flüchtlinge

Die Lage in Afghanistan ist höchst unübersichtlich. Tausende Menschen versuchen weiterhin verzweifelt, das Land zu verlassen. Deutschland hat seine Evakuierungsflüge eingestellt. Wir versuchen Ihre Fragen zu beantworten.

Für Ortskräfte deutscher Organisationen/Einrichtungen sowie Afghan:innen mit deutschem Aufenthaltstitel hatte das Auswärtige Amt eine E-Mail-Adresse eingerichtet, bei der man Fälle melden kann. Das sollte man auch weiterhin tun, um den Bedarf für spätere Aktionen zu anzumelden.

For local staff of German organizations/institutions as well as Afghans with a German residence permit, the Federal Foreign Office has set up a phonenumber and e-mail address where cases can be reported for evacuation: 040-krise19@diplo.de oder  040.krise19@diplo.de

Formular des Auswärtigen Amtes: Formular zur Weiterleitung an das Auswärtige Amt
Form for forwarding to the federal foreign office

Zwingend darin enthalten sein müssen:
The email must include the following information:

  • Namen aller Personen (Names of all persons)
  • Geburtsdaten (Dates and Places of birth)
  • Passnummern (Passport Numbers)
  • Staatsangehörigkeit (Nationality)
  • Erreichbarkeit (Handy, E-Mail usw.) (Availability (Mobile phone, E-Mail etc.))

Nach der Versendung erhält man keine Rückmeldung. Wenn man keine Fehlermeldung erhält, bedeutet das, dass die Mail durchgestellt wurde. Kontaktiert werden nur die Personen, die evakuiert werden. Leider sind die rechtlichen Möglichkeiten für Personen, die nicht in die oben genannte Gruppe gehören, sehr begrenzt.

After sending, you will not receive any email response. If you do not receive an error message, it means that the mail was put through. Only people who are to be evacuated will be contacted. The legal possibilities for people who do not belong to the above group are, unfortunately, very limited.

Leider können wir Ihre Anfragen in den Kommentaren aus Kapazitätsgründen nicht beantworten. Auch Anfragen über soziale Medien beantworten wir nicht. Sollten Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie an unsere E-Mail-Adresse kontakt[at]fluechtlingsrat-mv.de

Es gibt viele weitere Informationen: Der Flüchtlingsrat Niedersachsen hat dankenswerterweise aktuelle Informationen, auch auf Dari/Farsi und Englisch, zusammengestellt: https://www.nds-fluerat.org/50123/aktuelles/ausreise-aus-afghanistan-aktuelle-informationen/

 

 

Pressemitteilung

Afghanistan – Bleiberecht und humanitäre Aufnahme ermöglichen

Die Taliban haben am 15.8.2021 die Macht übernommen. Afghanistan bleibt das gefährlichste Land der Welt. Die ökonomische Situation und die Sicherheitslage sind desaströs. In vollkommener Verkennung der Realität wurde auf Basis geschönter Lageberichte des Auswärtigen Amtes bis zuletzt an der Politik der Abschiebungen nach Afghanistan festgehalten, der Familiennachzug verschleppt und die rechtzeitige Evakuierung der Ortskräfte von Bundeswehr und NGOs und ihrer Familienangehörigen versäumt. Vielen Ortskräften wurde die Berechtigung ganz abgesprochen, weil ihre Tätigkeit länger zurücklag oder sie über Subunternehmer tätig waren. Das BAMF hat bis zuletzt Asylanträge unter Verweis auf die angebliche interne Fluchtalternative Kabul als offensichtlich unbegründet abgelehnt.

Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern fordert jetzt eine Reihe von Maßnahmen, die Mecklenburg-Vorpommern umsetzen muss:

Allen in Mecklenburg-Vorpommern nur geduldeten Afghan*innen muss anstelle von Kettenduldungen wegen Unmöglichkeit der Rückkehr eine humanitäre Aufenthaltserlaubnis erteilt werden. Das Innenministerium muss entsprechende Arbeitshinweise an die Ausländerbehörden geben.


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Trace the face – Dieses Plakat könnten wir zwar im Büro aufhängen. Es sieht dort leider aber aktuell kaum jemand. Wir haben deswegen entschieden, es hier „hinzuhängen“. Die weltweite Suche nach vermissten Angehörigen geht auch in Corona-Zeiten und über geschlossene Grenzen hinweg weiter.

In Afghanistan vergeht kaum ein Tag ohne Anschlag. Seit dem Abzug der NATO-Truppen sind die Taliban auf dem Vormarsch: über die Hälfte der Bezirke in Afghanistan steht schon unter Kontrolle der Taliban. Die dritte Welle der Covid-19-Pandemie verschärft die humanitäre Situation im Land zusätzlich. Die Lage am Hindukusch ist dramatisch und wird sich aller Voraussicht nach weiter verschlechtern.


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Schwerin, 09.08.2021

Pressemitteilung

 Neue Online-Workshops für Migrant*innen und Interessierte

Mittwoch, 18.08.2021-10:00 bis 11:30 Uhr (Auf Arabisch)

Donnerstag, 26.08.2021-10:00 bis 11:30 Uhr (Auf Deutsch)

 

Es ist ein großer Wunsch vieler Menschen mit Migrationshintergrund, eine Arbeit zu finden. Rechte und Pflichten für Arbeitnehmende stellen dabei oft eine große Herausforderung dar. Es gibt viele Fragen zum Arbeitsvertrag, zu den Arbeitsbedingungen, zu Kündigungsarten und zum Vorgehen in diesen Fällen. Geflüchtete sind häufig unsicher, ob ihre Rechte als Arbeitnehmer*innen eingehalten werden.

Zu all diesen Fragen führt das Projekt „Faire Integration“ des Flüchtlingsrates M-V e.V. im August zwei Online-Workshops mit dem Titel „Arbeitswelt in Deutschland“ durch.


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Der Flüchtlingsrat führt in Kooperation mit NAFplus ein Online-Seminar zur Einführung in das Asylrecht durch. Es findet statt

am Donnerstag, 12.08.2021
von 09:30 Uhr bis 16:00 Uhr.

Das Seminar richtet sich an Menschen, die in ihrer haupt- oder ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit neu mit dem Asylrecht konfrontiert sind. Wer neu in der Betreuung und Begleitung Asylsuchender oder Geduldeter arbeitet, wundert sich oft über seitenlange Bescheide, mit denen weder Geflüchtete noch Menschen in der Sozialarbeit etwas anfangen können.

Das Seminar gibt eine Einführung über die Rechtslage und den Ablauf im Asylverfahren und beantwortet Fragen:

  • Wer ist eigentlich für was zuständig?
  • Wie läuft ein Verfahren ab?
  • Wie lese ich Bescheide?
  • Wie kann ich helfen?
  • Wo sind die Grenzen?

Gerne besprechen wir im Seminar auch konkrete Fälle aus Ihrer Praxis. Dazu schicken Sie uns bitte mit Ihrer Anmeldung eine kurze Schilderung der Problemlage.

Bitte melden Sie sich bis zum 09.08.21 um 11:00 Uhr per Email an: naf[at]fluechtlingsrat-mv.de. Sie erhalten dann den Link zum Seminar. Wir verwenden Zoom als Plattform.

 

Zivilgesellschaftliches Bündnis fordert: AnkER-Zentren abschaffen

Drei Jahre nach Öffnung der ersten AnkER-Zentren fällt die Bilanz düster aus. Das Konzept ist gescheitert, die Asylverfahren wurden nicht beschleunigt, die Menschen sind oft isoliert, entrechtet und ausgegrenzt. Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis, darunter PRO ASYL und viele Landesflüchtlingsräte, Diakonie Deutschland, Deutscher Caritasverband, Paritätischer Gesamtverband, AWO Bundesverband und Amnesty International, fordern die Schließung der Zentren und faire Asylverfahren.


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GFK-Staaten

Wiki-Commons, Parteien des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge:

 

Parteien des Abkommens von 1951
Parteien des Protokolls von 1967
Parteien beider Verträge
Parteien keiner der beiden Verträge

 

Wir feiern dieses Jahr den 70. Jahrestag der Genfer Flüchtlingskonvention. Sie ist das wichtigste Rechtsdokument, das bis heute Millionen Menschen Schutz und ein Leben in Sicherheit bietet.

Das »Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge« – wie der eigentliche Titel der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) lautet – wurde am 28. Juli 1951 verabschiedet und 1967 durch ein wichtiges Protokoll ergänzt. Insgesamt 149 Staaten sind bisher der GFK und/oder dem Protokoll von 1967 beigetreten. Bis heute ist die GFK das wichtigste internationale Dokument für den Flüchtlingsschutz.

 


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Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V. ist eine landesweit tätige unabhängige Menschenrechtsorganisation und setzt sich für die Wahrung der Rechte von Geflüchteten ein.

Wir suchen zum 01.01.2022 eine:n

Projektmitarbeiter:in (w/m/d) im Projektverbund Netzwerk Arbeit für Flüchtlinge – NAFplus

(20 oder 30 Wochenstunden)

 

Zu den Aufgaben gehören u. a.:

  • Schulung der Akteure am Arbeitsmarkt über die Rahmenbedingungen beim Zugang Geflüchteter zum Arbeitsmarkt
  • Beratung des Netzwerks und aller strategischen und operativen Partner
  • Mitarbeit in bundes- oder landesweiten Gremien
  • Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit des Flüchtlingsrats


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Gemeinsame Presseerklärung von PRO ASYL und den Landesflüchtlingsräten


23. Juni 2021


Am 25. Juni wird der Bundesrat über den Gesetzentwurf zum Ausländerzentralregister abstimmen. Die Bundesländer sollten ihn ablehnen. Denn die Sammelwut deutscher Behörden birgt Gefahren für Geflüchtete und ist datenschutzrechtlich höchst fragwürdig.

Erklärtes Ziel des „Gesetzes zur Weiterentwicklung des Ausländerzentralregisters“ ist es, die Datenbestände von Nichtdeutschen, insbesondere Geflüchteten, erheblich auszuweiten, zentral zu speichern und quasi auf Tastendruck Tausenden von Behörden zur Verfügung zu stellen. Die datenschutzbezogenen Grundrechte der Betroffenen werden dabei grob übergangen. In der Sachverständigenanhörung vor dem Innenausschuss des Deutschen Bundestags haben Expert*innen erhebliche Datenschutzbedenken geltend gemacht. Auch PRO ASYL hatte den Gesetzentwurf zum Ausländerzentralregister (AZR) ausführlich kritisiert.


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