Roma

Wir laden herzlich ein zum Austausch: „Geflüchtete Roma aus der Ukraine in Mecklenburg-Vorpommern“

am   27.10.2022
im     Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport, Werderstr. 124, 19055 Schwerin, R.107 

Romn*ja leben seit 700 Jahren in Europa. Ihre Geschichte ist eine der Verfolgung und des Ausschlusses aus der Gesellschaft. Bis in die Gegenwart manifestieren sich Diskriminierung und Rassismus in vielfältigen Formen. Dies trifft nun auch die geflüchteten Roma aus der Ukraine. Sie erleben auf der Flucht und in den Ankunftsorten, so auch in Mecklenburg-Vorpommern, Diskriminierung und Ausschluss. Dies zieht sich von den Fluchtwegen über die Unterbringung hin zum erschwerten Zugang zu Leistungen, Bildung und Arbeit.
In der Veranstaltung mit dem Roma Center/ Roma Antidiscrimination Network beschäftigen wir uns mit dieser Situation und diskutieren Lösungsansätze für die Verbesserung der Situation vor Ort.


Der Workshop bietet Raum zu Nachfragen und Austausch. Er richtet sich an Multiplikator:innen, Mitarbeiter:innen von Verwaltungen und Behörden, Ehren- und Hauptamtliche im Bereich Flucht und Migration sowie Politiker:innen.

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Pressemitteilung, Flüchtlingsrat M-V e.V., 07.04.14

Der Winterabschiebungsstopp für Menschen aus dem Westbalkan ist am 31. März ausgelaufen. Nun planen die Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern für den 8. April eine Sammelrückführung von ausreisepflichtigen Personen aus Serbien. Die Mehrheit der von dieser aufenthaltsbeendenden Maßnahme Betroffenen sind Roma.

Der Flüchtlingsrat protestiert gegen diese Rückführung von Roma-Flüchtlingen nach Serbien.

„Der 8. April ist der Internationale Tag der Roma. Ausgerechnet für diesen Tag eine Sammelrückführung überwiegend von Roma zu planen, zeugt von mangelnder Sensibilität und mangelndem Geschichtsbewusstsein der zuständigen Behörden.“ so Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende des Flüchtlingsrates M-V.
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Pressemitteilung, Flüchtlingsrat M-V e.V., 19.12.13

Flüchtlingsrat begrüßt die Aussetzung von Rückführungen in Balkanstaaten

Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern begrüßt den Winterabschiebestopp für die Balkanstaaten. „Wir freuen uns, dass Rückführungen bis zum 31. März 2014 in Balkanstaaten ausgesetzt werden. Für einige Personen kommt die Regelung allerdings zu spät.“ so Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende des Flüchtlingsrates.

Bereits bei der Innenministerkonferenz am 6. Dezember hat Mecklenburg-Vorpommern neben den Bundesländern Schleswig-Holstein, Bremen, und Rheinland-Pfalz öffentlich erklärt, auch in diesem Winter keine Abschiebungen in den Balkanraum durchzuführen. Die Lage in den Balkanstaaten war demnach bekannt. Ungeachtet dessen gingen die Vorbereitungen für Rückschiebungen weiter.
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Am 17. September 2013 findet in Schwerin eine Lesung mit Norbert Mappes-Niediek zu seinem Buch „Arme Roma.Böse Zigeuner“ statt. Der Autor ist ein langjähriger Balkan-Berichterstatter und fördert mit seinen Recherchen soziale und kulturelle Tatsachen zutage, die kaum jemand kennt.

Ort ist das Schleswig-Holstein-Haus, Gartensaal, Puschkinstr. 12, 19055 Schwerin

Beginn ist um 18 Uhr.

Veranstalter sind der Flüchtlingsrat MV e.V. und das Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die Lesung findet im Rahmen der Interkulturellen Wochen in Schwerin statt.

Am 16. September 2013 findet in Wismar eine Lesung mit Norbert Mappes-Niediek zu seinem Buch „Arme Roma.Böse Zigeuner“ statt. Der Autor ist ein langjähriger Balkan-Berichterstatter und fördert mit seinen Recherchen soziale und kulturelle Tatsachen zutage, die kaum jemand kennt.

Ort ist das Filmbüro MV, Bürgermeister-Haupt-Straße 51-53, 23966 Wismar

Beginn ist um 19 Uhr.

Veranstalter sind der Flüchtlingsrat MV e.V. und der Beratungsdienst Migration des AWO KV Wismar. Die Lesung findet im Rahmen der Interkulturellen Wochen in Wismar statt.

Pressemitteilung, 15.01.2013

Abschiebungen besonders schutzbedürftiger Menschen aus den Balkanstaaten bis 31.03.2013 ausgesetzt

Die Bundesländer Schleswig-Holstein, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Bremen und jetzt auch Mecklenburg-Vorpommern haben einen Winterabschiebestopp für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge erlassen.

Ulrike Seemann-Katz (Vorsitzende des Flüchtlingsrates MV) begrüßt die Entscheidung des Innenministeriums MV: „Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern freut sich über die längst fällige Regelung, von Abschiebungen in Balkanstaaten in den Wintermonaten bis zum 31.03.2013 abzusehen und stimmt mit dem Innenministerium überein, dass Rückführungen zu humanitären Härten führen können.
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Anhören statt Abschieben

Pressemitteilung vom 4. Dezember 2012

Flüchtlingsrat kritisiert die Praxis verweigerter Asylverfahren bei Roma aus Serbien und Mazedonien
Der Flüchtlingsrat MV e. V. kritisiert den Umgang mit neu einreisenden Roma aus Serbien und Mazedonien scharf und fordert die ordnungsgemäße Durchführung von Asylverfahren.
In den vergangenen Wochen waren immer wieder Flüchtlinge aus Serbien und Montenegro bereits vor der Anhörung in ihr Herkunftsland gefahren worden. Dem war in mehreren Fällen nach einem „beratenden“ Gespräch die Unterzeichnung einer Erklärung der „freiwilligen“ Ausreise vorausgegangen, weil den Flüchtlingen erklärt wurde, sie hätten keine Aussicht auf Asylanerkennung oder einen Aufenthalt in Deutschland.
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Pressemitteilung 17. Okt. 2012

Reden vom „Asylmissbrauch“ schürt Ausländerfeindlichkeit und ignoriert die Zustände in den Herkunftsländern

Der Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns Lorenz Caffier hat als Vorsitzender der Innenministerkonferenz Asylbewerber aus Mazedonien und Serbien attackiert. In der Welt vom 15. 10. 2012 wird er wie folgt zitiert: „Sie wollen unberechtigt das Asylrecht der Bundesrepublik in Anspruch nehmen und damit das in Deutschland geltende Recht und ‚politisch tatsächlich Verfolgte‘ aus der ganzen Welt diskreditieren.“ In diesem Zusammenhang sprach er auch vom „Missbrauch von Leistungen“.

Dazu erklärt Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende des Flüchtlingsrates Mecklenburg-Vorpommern:
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16.10.2012 Gemeinsame Erklärung von Roma- und Flüchtlingsorganisationen stellt klar: Roma und andere Minderheiten werden in Serbien und Mazedonien massiv diskriminiert.

Mit einer gemeinsamen Erklärung wenden sich zahlreiche Roma-Verbände und Flüchtlingsorganisationen gegen die pauschale Denunziation von serbischen und mazedonischen Asylsuchenden. Bundesinnenminister Friedrich und auch der Innenminister von MV, Lorenz Caffier, haben jüngst Asylsuchenden aus dem Balkan pauschal Asylmissbrauch vorgeworfen – ohne auch nur ein Wort über die Lebenssituation der Betroffenen in ihren Herkunftsländern zu verlieren. Die gesamte Erklärung hier: Pro Asyl zu Asylmissbrauch

200px-bayern_2_2007jpgDas Hörspiel Egzon (Bayrischer Rundfunk, Ursendung 11.09.2011) nimmt die Spur einer Roma-Familie auf. Egzon spricht nicht mehr, seit er mit vier Jahren während des Krieges in einer brennenden Siedlung zurückgelassen wurde. Und doch ist er es, der von dem neuen Leben im Kosovo erzählt. Und dann sind da die Stimmen derer, die zurückbleiben: der Anwalt, die Sachbearbeiterin von der Ausländerbehörde, der Arzt, die Lehrerin, die Abschiebebeobachterin. Alle versuchen zu verstehen, zu erklären, zu rechtfertigen. Das Hörspiel verarbeitet Interviews und Dokumente, Fiktion und Realität zu einem vielstimmigen Mix. So wird das Thema Abschiebung zu einem Zerrspiegel privater wie politischer Moral. Mit Julia Jentsch (Sophie Scholl – Die letzten Tage) als Egzon. Das Hörspiel zum Nachhören und mp3-Download hier: Egzon