Amtshandeln

Pressemitteilung

Zum bundesweiten Tag des Flüchtlings warnen PRO ASYL und die landesweiten Flüchtlingsräte vor Ausgrenzung und Isolation von Geflüchteten in Lagern, AnkER-Zentren und anderen Orten der Stigmatisierung und Entwürdigung.

In Großlagern wie den AnkER-Zentren kann es keine fairen Asylverfahren geben. Mit Isolation und Restriktionen wie etwa Residenzpflicht und Arbeitsverbot wird die Integration von Geflüchteten fast völlig unterbunden. Entrechtete und ihrer Integrationsperspektiven beraubte Schutzsuchende sind die Folge. Geplant sind unter anderem:

  • Zwangsaufenthalt bis zu 18 Monaten in isolierten Großlagern von bis zu 1.500 Personen
  • Statt fairer und gründlicher Überprüfung der Fluchtgründe: 48-Stunden-Verfahren und vorzeitige, zur Rückkehr drängende Beratungen
  • Zugang zu AnwältInnen oder einer unabhängigen Asylverfahrensberatung wird verhindert
  • Kaum Möglichkeiten gegen Bescheide zu klagen, der Rechtsweg wird versperrt

    In Mecklenburg-Vorpommern werden Schutzsuchende schon jetzt in den Erstaufnahmeeinrichtungen in Einzelfällen auch länger als 18 Monate festgehalten. Kinder im schulpflichtigen Alter werden nicht formal beschult. Die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen in den Erstaufnahmeeinrichtungen durch das Land Mecklenburg-Vorpommern widerspricht den Standards, die den übrigen Gemeinschaftsunterkünften in Mecklenburg-Vorpommern behördlich vorgeschrieben sind.


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Diese gemeinsame Veranstaltung von Flüchtlingsrat MV e.V. und Diakonischem Werk MV e.V. richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche, die Menschen im Asylverfahren unterstützen.

Nach einem Vortrag zur aktuellen Lage auf der Balkan-Route, den Umgang der dortigen Länder mit Asylsuchenden und vor allem „Dublin-Rückkehr*innen“ sowie einem Überblick über die Situation in Italien werden wir in einen gemeinsamen informellen Austausch übergehen. Denn Hauptamtliche im Beratungskontext, aber auch Ehrenamtliche, die Asylsuchende unterstützen, erleben immer wieder unvermeidbare Abschiebungen im Dublin-Kontext in die jeweilig zuständigen Staaten. Um besser einschätzen zu können, wie die Aufnahmesituation in den europäischen Ländern vor Ort tatsächlich aussieht, ist es wichtig, voneinander zu profitieren.


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Pressemitteilung 17. Okt. 2012

Reden vom „Asylmissbrauch“ schürt Ausländerfeindlichkeit und ignoriert die Zustände in den Herkunftsländern

Der Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns Lorenz Caffier hat als Vorsitzender der Innenministerkonferenz Asylbewerber aus Mazedonien und Serbien attackiert. In der Welt vom 15. 10. 2012 wird er wie folgt zitiert: „Sie wollen unberechtigt das Asylrecht der Bundesrepublik in Anspruch nehmen und damit das in Deutschland geltende Recht und ‚politisch tatsächlich Verfolgte‘ aus der ganzen Welt diskreditieren.“ In diesem Zusammenhang sprach er auch vom „Missbrauch von Leistungen“.

Dazu erklärt Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende des Flüchtlingsrates Mecklenburg-Vorpommern:
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16.10.2012 Gemeinsame Erklärung von Roma- und Flüchtlingsorganisationen stellt klar: Roma und andere Minderheiten werden in Serbien und Mazedonien massiv diskriminiert.

Mit einer gemeinsamen Erklärung wenden sich zahlreiche Roma-Verbände und Flüchtlingsorganisationen gegen die pauschale Denunziation von serbischen und mazedonischen Asylsuchenden. Bundesinnenminister Friedrich und auch der Innenminister von MV, Lorenz Caffier, haben jüngst Asylsuchenden aus dem Balkan pauschal Asylmissbrauch vorgeworfen – ohne auch nur ein Wort über die Lebenssituation der Betroffenen in ihren Herkunftsländern zu verlieren. Die gesamte Erklärung hier: Pro Asyl zu Asylmissbrauch

Mittwoch, 7. November 2012, 9.30-16.30 Uhr
Berufsbildungsstätte START GmbH
Industriegelände 10 (Haus 2), 18273  Güstrow

Die Teilnahme an der Veranstaltung inklusive Tagungsgetränken ist kostenfrei, Mittagsmenü optional für 3,40€
Reisekosten können  nicht  übernommen werden.
Die Teilnehmer_innen der Weiterbildung erhalten ein Teilnahmezertifikat

Verbindliche Anmeldung bis 26. Okt. 2012 siehe Ankündigungsflyer [hier].

Der Weiterbildungstag richtet sich an diejenigen, die in ihrer täglichen Arbeit Migranten und Migrantinnen als Klient_innen, Kund_innen, Arbeitnehmer_innen, Teilnehmenden begegnen und ihr Verständnis und ihre Sachkenntnis in Hinblick auf die rechtliche Situation sowie die Integrationsmöglichkeiten der Betroffenen verbessern möchten. Es wird daher Bezug genommen auf grundlegende Begriffsbestimmungen, Informationsmöglichkeiten während der Alltagsarbeit mit Menschen ausländischer Herkunft aber auch zu den verschiedenen Aufenthaltsarten und der speziellen rechtlichen und sozialen Situation von Flüchtlingen. Thematisiert werden die Zugangsmöglichkeiten zu Integrationsleistungen, zum Arbeitsmarkt und Möglichkeiten der Aufenthaltsverfestigung.
Eingebettet in die faktischen Informationen wird die Frage, wie wir alle selbst Interkulturalität erleben und in unseren Arbeitszusammenhängen eine größere Offenheit bzw. ein Selbstverständnis erreichen können. Rechtliche Rahmenbedingungen für Integration in unserem Land werden sich unserer Überzeugung nach eben auch erst durch die Öffnung von Menschen und Institutionen für die ANDEREN umsetzen lassen.

Freitag, 19. Oktober 2012, 10 bis 15 Uhr
im Waldemarhof Rostock, Waldemarstraße 33
Veranstalter: die Fraktionen SPD, CDU, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Mecklenburg-Vorpommern sowie der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Erfolgreiche Kommunikation erfordert, dass die Kommunizierenden einander auch verstehen, die gleiche Sprache sprechen. Ohne Verstehen gibt es keine Verständigung, kann es entsprechend auch kein Verständnis
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Mittwoch, 26. September 2012, 19.30-21.30 Uhr
Aula der Volkshochschule Schwerin,
Puschkinstr. 13, 19055 Schwerin
Dokumentarisches Theater: „Die Asyl-Monologe“ eine Produktion der „Bühne für Menschenrechte“ mit Publikumsgespräch

Eintritt frei – gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung M-V im Rahmen der Förderung von Kleinprojekten zur Stärkung von Demokratie und Toleranz

Veranstalter: Flüchtlingsrat MV e.V. und Amnesty Schwerin

Die Asyl-Monologe werden von Schritten hin zu Gerechtigkeit erzählen, indem sie nicht nur die Werdegänge von Flüchtlingen und Asylsuchenden inklusive der zunächst ‚normalen’ Lebensläufe in ihrer Heimat, der Fluchtursachen und ihrer Erfahrungen mit dem deutschen
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Im Januar 2012 rückten am frühen Morgen Polizisten im Asylheim Jürgenstorf (bei Stavenhagen) an, um eine sechsköpfige Familie aus Afghanistan nach Norwegen abzuschieben. Die Mutter brach zusammen. Die Polizei rückte ab. Die Familie fand Kirchenasyl in der Domgemeinde Greifswald.

Deutschlandradio Kultur berichtete am 22. Sept. 2012 über diesen Fall. Nachzulesen und Nachzuhören hier: Kirchenasyl Greifswald

Human Places 2.12

Schwerpunkt: Beratung, Betreuung und Unterbringung von Flüchtlingen

  • Beratung und Betreuung in den Asylbewerberheimen von MV
    Wunsch und Wirklichkeit
  • Recht interessant?  …recht interessant!!
    Härtefallverfahren nun auch für “offensichtlich unbegründet” abgelehnte Asylbewerber sowie Ausländer mit Einreise- und Aufenthaltsverbot zugänglich!
  • Das neue Berufsqualifizierungsfeststellungsgesetz (BQFG) des Bundes und die Arbeit des Regionalen Netzwerkes IQ Mecklenburg-Vorpommern
  • Integration – „Gute preise, Gute Besserung“
    Flüchtlinge brauchen keine Medikamente, sie brauchen eine Funktion

 

Heft downloaden (2 mb)

Die in diesem Heft erwähnten Papiere zum Tätigkeitsfeld Flüchtlingssozialarbeit finden Sie hier zum Download:

Aufgabenfelder der Flüchtlingssozialarbeit (PDF, 60 kb)

Fachleistungsstunden Beratung und Betreuung in der Flüchtlingsarbeit (PDF, 140 kb)

Der Flüchtlingsrat Berlin stellt unterwww.fluechtlingsinfo-berlin.de/fr/asylblg/BVerfG-AsylbLG-Urteil.html Ländererlasse, eine Kommentierung und Musterwidersprüchen wegen § 1a und wegen Nachzahlungen nach § 3 Asylbewerberleistungsgesetz zur Verfügung.