Wir laden herzlich ein zum Austausch: „Geflüchtete Roma aus der Ukraine in Mecklenburg-Vorpommern“

am   27.10.2022
im     Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport, Werderstr. 124, 19055 Schwerin, R.107 

Romn*ja leben seit 700 Jahren in Europa. Ihre Geschichte ist eine der Verfolgung und des Ausschlusses aus der Gesellschaft. Bis in die Gegenwart manifestieren sich Diskriminierung und Rassismus in vielfältigen Formen. Dies trifft nun auch die geflüchteten Roma aus der Ukraine. Sie erleben auf der Flucht und in den Ankunftsorten, so auch in Mecklenburg-Vorpommern, Diskriminierung und Ausschluss. Dies zieht sich von den Fluchtwegen über die Unterbringung hin zum erschwerten Zugang zu Leistungen, Bildung und Arbeit.
In der Veranstaltung mit dem Roma Center/ Roma Antidiscrimination Network beschäftigen wir uns mit dieser Situation und diskutieren Lösungsansätze für die Verbesserung der Situation vor Ort.


Der Workshop bietet Raum zu Nachfragen und Austausch. Er richtet sich an Multiplikator:innen, Mitarbeiter:innen von Verwaltungen und Behörden, Ehren- und Hauptamtliche im Bereich Flucht und Migration sowie Politiker:innen.

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Gemeinsame Pressemitteilung am 28.09.2022

Seit dem Tod der 22-jährigen Jîna Mahsa Amînî nach ihrer Festnahme durch die Sittenpolizei in Teheran gehen in fast allen großen Städten Irans Frauen wie Männer auf die Straße, um gegen das unterdrückerische Ajatollah-Regime zu protestieren. Die junge Frau war am 13. September verhaftet worden, weil sie ihr Kopftuch nicht ordentlich getragen haben soll.

Die iranische Regierung reagiert mit großer Brutalität und Repression auf die Proteste, Dutzende Menschen starben, Hunderte wurden durch Polizeikräfte verletzt, Tausende verhaftet. Angesichts dieser Gewalt gegen Demonstrierende und Medienschaffende fordern der Verein iranische Flüchtlinge in Berlin, PRO ASYL und die Landesflüchtlingsräte ebenso wie weitere Menschenrechtsorganisationen einen sofortigen Abschiebestopp in den Iran.

„Wir bewundern den Mut und die Entschlossenheit der Demonstrant*innen, die unter Einsatz ihres Lebens für eine freie Gesellschaft eintreten, und erklären uns solidarisch mit ihnen. Auch die Bundesregierung muss jetzt ein Zeichen der Unterstützung senden. Wir fordern einen sofortigen Abschiebestopp für Iran, ein Bleiberecht für bisher in Deutschland nur geduldete Iraner*innen, die Anerkennung ihrer Fluchtgründe im Asylverfahren sowie die unkomplizierte Aufnahme von Iraner*innen, die der Türkei und anderen Erstzufluchtsländern festsitzen“, sagt Hamid Nowzari, Geschäftsführer vom Verein iranischer Flüchtlinge in Berlin. Im ersten Halbjahr 2022 wurden 25 Menschen aus Deutschland in den Iran abgeschoben (Bundestag Drs. 20/3130).


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Pressemitteilung

22.09.22

 

Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern kritisiert die Bildungskonzeption Mecklenburg-Vorpommerns für geflüchtete Schülerinnen und Schüler.

Das Bildungsministerium wird heute zur Umsetzung seiner Bildungskonzeption zur Beschulung von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache berichten. Dazu erklärt der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern:


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Die Arbeit freiwillig engagierter Menschen bildet einen Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Im Bereich der Flüchtlingsarbeit sind diese Menschen sehr häufig mit ihnen unbekannten Fragestellungen konfrontiert: Welche Behörde ist wann zuständig? Wie trete ich überhaupt an eine Behörde heran? Wann dürfen die Geflüchteten arbeiten gehen? Wie kann ich die Rechte der Geflüchteten durchsetzen? usw.
Wir möchten das mit unserer Veranstaltungsreihe ändern, Licht in das Dunkel des Behördendschungels bringen, aber auch aufzeigen, wo die Grenzen des freiwilligen Engagements liegen.

Um den Interessierten einen größtmöglichen Überblick darüber zu verschaffen, an welche fachkundigen Stellen sie sich wann wenden können, werden in der Veranstaltungsreihe alle Projekte des Flüchtlingsrates einen Einblick in ihre Arbeit geben.

Folgende Veranstaltungen bieten wir an:


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Pressemitteilung

Vorenthaltene Sozialversicherungsbeiträge, Betrug und Steuerhinterziehung. Mit fingierten Zahlungen und Rechnungen von mehreren Scheinfirmen wurde Schwarzgeld generiert. So lauteten die Vorwürfe nach einer großangelegten Razzia auf Baustellen Ende Juli im Rhein-Main-Gebiet. Sechs Beschuldigte wurden festgenommen. Der Schaden für Steuerbehörden und Sozialkassen: rund 20 Millionen Euro. Auch für viele Bauarbeiter*innen aus Rumänien, die für das Firmengeflecht tätig waren, hatte die Razzia gravierende Folgen: Von einem auf den anderen Tag hatten sie keinen Arbeitgeber und keine Bleibe mehr. Oft ist dann auch die Aufenthaltserlaubnis weg.

Vergleichbare Verhältnisse gibt es bundesweit, weshalb eine Kooperation aus IG BAU den o.g. Vorfall zum Anlass nahm, zusammen mit dem Bildungsträger PECO-Institut und den Beratungsstellen Europäischer Verein für Wanderarbeiter, Faire Mobilität, IQ-Faire Integration sowie Arbeit und Leben vom 5. bis 9. September eine bundesweite Aktionswoche starten.

Mehr als 20 Baustellen sollen bundesweit besucht werden, davon in Mecklenburg-Vorpommern drei. Der Flüchtlingsrat beteiligt sich mit seinem Projekt „Faire Integration“ an zwei Aktionen in Rostock und Stralsund. „Ziel ist es, mit möglichst vielen migrantischen Beschäftigten auf dem Bau in Kontakt zu treten und sie über ihre Arbeitsrechte in Deutschland zu informieren“, erklärt Khaled Al Bitar vom Flüchtlingsrat M-V e.V.

Das IQ Teilprojekt Faire Integration in M-V hilft bei arbeitsrechtlichen Fragestellungen und informiert über die Mindeststandards des Arbeitsrechts in Deutschland. Dabei stehen wir mit zahlreichen Institutionen und Vereinen im Land Mecklenburg-Vorpommern in Kontakt. Die Beratung kann auf Deutsch, Englisch oder Arabisch erfolgen, ist vertraulich und kostenlos. Auf Anfrage beraten wir auch in weiteren Sprachen. Zudem bieten wir auch Informationsveranstaltungen zum deutschen Arbeitsrecht an.
Sprechzeiten: Montag bis Freitag von 09:00 – 15:00 Uhr.