NAF

Das Innenministerium hat am 26. März einen neuen Erlass „Leistungsberechtigung von Asylsuchenden und Geduldeten nach § 2 des Asylbewerberleis-tungsgesetzes (AsylbLG), die eine dem Grunde nach förderungsfähige Ausbildung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) oder §§ 51 und 57 SGB III absolvieren“ herausgegeben.

Damit wird es jetzt hoffentlich weniger Ausbildungsabbrüche geben und es werden vielleicht noch mehr Geflüchtete von der Aufnahme einer Ausbildung überzeugt werden können.

Bislang gab es das Problem, dass Geflüchtete, solange sie sich im Asylverfahren befanden und Leistungen nach § 2 AsylbLG bezogen, ihren Lebensunterhalt oft nicht mehr sichern konnten, weil die Ausbildung dem Grunde nach BAFöG-förderfähig ist. Leistungen nach BAFöG erhalten Gestattete aber nicht, und Ausbildungsgeld ist insbesondere im ersten Lehrjahr bei etlichen Ausbildungsberufen nicht auskömmlich. Die Folge: Ausbildungen konnten nicht angetreten werden oder wurden abgebrochen.

Im Regelfall sollte es jetzt keine Schwierigkeiten mehr geben, wenn Gestattete eine Ausbildung beginnen, wenn sie


weiter lesen…

Pressemitteilung

01.03.2019

Flüchtlingsrat M-V fordert Nachbesserungen am Entwurf des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes

Das Gesetzgebungsverfahren zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz und zur Ausbildungs- und Beschäftigungsduldung steht kurz vor dem Abschluss. Im März wird im Bundestag voraussichtlich die erste Lesung stattfinden, der Bundesrat hat Empfehlungen ausgesprochen. „Leider muss immer noch konstatiert werden, dass im derzeitigen Entwurf das Potential derer, die bereits heute in Deutschland leben, mit diesem Gesetz weiter eingegrenzt werden würde.“ kommentiert Ulrike Seemann-Katz vom Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern.

Zwar sieht eine neu eingeführte Duldung vor, dass die Abschiebung zum Zweck der Beschäftigung ausgesetzt wird. Doch greift das neue Instrument nur für eine geringe Anzahl von gut integrierten, jedoch vollziehbar ausreisepflichtigen Menschen. Kaum eine Person in Mecklenburg-Vorpommern wird es schaffen, 18 Monate vor der Erteilung beschäftigt gewesen zu sein und ein Jahr den Lebensunterhalt vollständig gesichert zu haben. „Die Erfahrungen zeigen bereits heute, dass Ausländerbehörden mit formalen Gründen die Erteilung einer Beschäftigungserlaubnis an abgelehnte Flüchtlinge verwehren.“ berichtet Seemann-Katz. „Die Forderung eines Nachweises von 12 Monaten Lebensunterhaltssicherung ist unrealistisch und überzogen. In der Realität stellen wir fest, dass viele Menschen zwar arbeiten, aber aufgrund prekärer Beschäftigung beispielsweise ihre Familienangehörigen nicht mitversorgen können.“


weiter lesen…

Dieses Heft haben wir dem Themenkreis „Rassismus und Ausgrenzung“ gewidmet, um darauf aufmerksam zu machen, womit wir derzeit verstärkt zu kämpfen haben und wie vielfältig sich das Thema äußern kann.

Jacob Bobzin beschäftigt sich mit den Ausschreitungen in Chemnitz und Köthen und der Frage, ob rechtes Gedankengut ein ostdeutsches Phänomen ist, Tina Borgwarth hat sich ein Kopftuch aufgesetzt, René Fuhrwerk betrachtet institutionellen Rassismus. Alles in allem ist uns hoffentlich auch in Euren/Ihren Augen eine bunte Zusammenstellung zu einem recht schwarz-weißen Thema gelungen.

Wie in jedem Heft gibt es die Serviceseiten mit Lese- oder Terminhinweisen.


weiter lesen…

 

 

 

  • Welche Aufenthalte gibt es?
  • Habe ich Arbeitsmarktzugang?
  • Was darf ich mit welchem Aufenthalt?
  • Welche Sozialleistungen bekomme ich?

Die Arbeitshilfe des Netzwerk Arbeit für Flüchtlinge – NAFplus ist wieder da. Die VSP gGmbH hat sie aktualisiert.

 

Der aktuell sehr problematisierende und ausgrenzende gesellschaftliche Diskurs über Geflüchtete benötigt dringend Nachrichten über gelungene Integration. Deswegen veröffentlichen wir hier gerne eine Meldung der Hansestadt Stralsund:

„Die Integration von geflüchteten Menschen braucht Zeit – gerade im Bereich der beruflichen Integration“, sagt Anja Schmuck, in Stralsund die Beauftragte für Migration und Integration. Bei einigen dauert es Jahre, bis sie in Deutschland Fuß gefasst haben und einer geregelten Arbeit nachgehen können. Bei anderen geht es jedoch schneller.
Drei Beispiele von ausländischen Arbeitnehmern in Stralsunder Betrieben zeigen, was möglich ist.


weiter lesen…

Rückfall in alte Zeiten?

Pressemitteilung, Flüchtlingsrat MV e.V., Schwerin, 23. April 2014

Drohendes Aus für berufsbezogene Sprachkurse für Flüchtlinge!

Der Flüchtlingsrat MV e.V. protestiert gegen geplanten Ausschluss von Flüchtlingen und begrüßt aktuelle Bundesratsinitiative für die Fortsetzung der Förderung.

Der Flüchtlingsrat MV e.V. begrüßt die aktuelle Initiative der Bundesländer Bremen, Baden-Württemberg, Hamburg und Niedersachsen für eine Bundesratsstellungnahme mit Überbrückungsmitteln die auch von Flüchtlingen dringend nachgefragten Sprachkurse im laufenden Haushaltsjahr 2014 sicherzustellen. Er fordert die Landesregierung auf sich dieser Bundesratsinitiative anzuschließen. Darüber hinaus fordert er, auch im ESF-Folgeprogramm ab 2015 die Teilnahme von asylsuchenden sowie geduldeten Flüchtlingen zuzulassen und zu fördern.

Asylsuchende und Personen mit einer Duldung haben kaum Möglichkeiten, die deutsche Sprache zu lernen. Sie können zwar im Rahmen freier Restplätze zu einem Integrationskurs zugelassen werden, müssen jedoch die Kosten (ca. 650 – 2000 Euro) eigenständig tragen. Bislang hatten sie die Möglichkeit, sich als Teilnehmer_innen der Bleiberechtsnetzwerke für diese Kurse anzumelden. Dies ist nun nicht mehr möglich.
weiter lesen…

Erfahrungen mit der neuen Beschäftigungsverordnung

Referentin: Kirsten Eichler von der GGUA-Flüchtlingshilfe

Wann und Wo: 29.10.2013 im Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin

Sehr geehrte Teilnehmer_innen, liebe Kolleginnen und Kollegen,

dieses Seminar richtet sich an Menschen, die in ihrer haupt- oder ehrenamtlichen Arbeit Migrant_innen und Flüchtlinge betreuen, beraten oder begleiten, an Mitarbeiter_innen von Jugend- oder Sozialämtern, an Ausländerbehörden, Integrationsbeauftragte, an Menschen, die politisch tätig sind, sowie an alle Interessierten.

Im Mittelpunkt stehen Informationen und Austausch über den geänderten Zugang zum Arbeitsmarkt und ein Überblick über die neue Beschäftigungsverordnung, die am 01. 07. 2013 in Kraft getreten ist.

Gerne besprechen wir auch konkrete Fälle aus Ihrer Praxis. Dazu schicken Sie uns bitte mit Ihrer Anmeldung eine kurze Schilderung der Problemlage.

Wir würden uns sehr über Ihr Kommen freuen.

Nähere Informationen über Inhalt, Ablauf und Anmeldung entnehmen Sie dem Einladungsfaltblatt.

Auf dem Arbeitsmarkt auch nur geduldet oder erfolgreich integriert?

MV zieht mit einer Veranstaltung am 10. September 2013 von 10 – 15.30 Uhr Bilanz der letzten 5 Jahre. Ort ist das Konzertfoyer des Staatstheaters in Schwerin.

Mit dem Ende der ESF-Förderperiode 2008-2014 beendet das Netzwerk Arbeit für Flüchtlinge in Mecklenburg-Vorpommern aus dem Bleiberechtsprogramm zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen und Bleibeberechtigten zum 31.12.2013 seine Arbeit.

Mehr dazu unter http://naf-mv.de/

Presseerklärung, Flüchtlingsrat MV e.V., 12.06.2013

Neue Verordnung schafft nur wenig Erleichterung

Am 1. Juli 2013 tritt die neue Beschäftigungsverordnung in Kraft. Der Flüchtlingsrat MV e.V. begrüßt die damit einhergehende Gleichstellung von Asylbewerber_innen mit geduldeten Flüchtlingen. Gleichzeitig kritisiert der Verein, dass an den langen Zeiten, in denen Flüchtlinge nur einen nachrangigen Zugang zum Arbeitsmarkt haben, festgehalten wurde.

„Integrationspolitisch ist kein Fortschritt zu erkennen, wenn entgegen dem Ziel der vom Bund geförderten Bleiberechtsnetzwerke, Flüchtlinge auf den Arbeitsmarkt zu bringen, Flüchtlinge weiterhin gesetzlich vom Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ferngehalten werden“, so die Vorsitzende des Flüchtlingsrates und Mitarbeiterin vom Netzwerk Arbeit für Flüchtlinge in MV.
weiter lesen…

Sehr geehrte Teilnehmer_innen,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 22. Mai 2013 findet von 10 – 15 Uhr in Schwerin ein Seminar zum Thema Arbeitsmarktförderung statt. Es richtet sich an Menschen, die in ihrer haupt- oder ehrenamtlichen Arbeit Migrant_innen und Flüchtlinge betreuen, beraten oder begleiten, an Mitarbeiter_innen von Jugend- oder Sozialämtern, an Ausländerbehörden, Integrationsbeauftragte, an Menschen, die politisch tätig sind, sowie an alle Interessierten.

Im Mittelpunkt stehen Informationen und Austausch über den Zugang zum Arbeitsmarkt, über mögliche Eingliederungsförderungen und über Sozialleistungen für Flüchtlinge.

Gerne besprechen wir auch konkrete Fälle aus Ihrer Praxis. Dazu schicken Sie uns bitte mit Ihrer Anmeldung eine kurze Schilderung der Problemlage.

Nähere Informationen zu Ablauf, Anmeldefrist und Kosten finden sich im Einladungsflyer.

Wir würden uns sehr über Ihr Kommen freuen.

Viele Grüße

Ulrike Seemann-Katz