Arbeitsmarkt

 
  • Welche Aufenthalte gibt es?
  • Habe ich Arbeitsmarktzugang?
  • Was darf ich mit welchem Aufenthalt?
  • Welche Sozialleistungen bekomme ich?

Die Arbeitshilfe des Netzwerk Arbeit für Flüchtlinge – NAFplus ist wieder da. Die VSP gGmbH hat sie aktualisiert.

 

Der aktuell sehr problematisierende und ausgrenzende gesellschaftliche Diskurs über Geflüchtete benötigt dringend Nachrichten über gelungene Integration. Deswegen veröffentlichen wir hier gerne eine Meldung der Hansestadt Stralsund:

„Die Integration von geflüchteten Menschen braucht Zeit – gerade im Bereich der beruflichen Integration“, sagt Anja Schmuck, in Stralsund die Beauftragte für Migration und Integration. Bei einigen dauert es Jahre, bis sie in Deutschland Fuß gefasst haben und einer geregelten Arbeit nachgehen können. Bei anderen geht es jedoch schneller.
Drei Beispiele von ausländischen Arbeitnehmern in Stralsunder Betrieben zeigen, was möglich ist.


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01.06.2018

Pressemitteilung

„Wir haben uns sehr gefreut, als wir die Nachricht erhalten haben, dass eines unserer Projekte als ein Good Practice Beispiel ausgewählt geworden ist“ sagt die Vorsitzende des Flüchtlingsrates M-V e.V., Ulrike Seemann-Katz. „Besonders gefreut hat uns, dass dies die erste Auszeichnung eines IQ-Teilprojektes in M-V überhaupt ist.“

Die Beratungshotline für Arbeitgeber ist ein Teilprojekt des IQ Netzwerkes Mecklenburg-Vorpommern, Träger ist der Flüchtlingsrat M-V e.V. Mit dem Format „IQ Good Practice“ sollen Leuchttürme der Projektarbeit sichtbar gemacht werden, die besonders innovativ, transferfähig, effizient und nachhaltig sind.

Bei der Hotline können sich Arbeitgeber schnell und unkompliziert über Einstellungsmöglichkeiten von Flüchtlingen beraten lassen. „Viele Fragen umfassen die Bereiche Aufenthalt und Asyl, Fördermöglichkeiten oder den Arbeitsmarktzugang, aber auch die Ausbildungsduldung ist ein ganz oft nachgefragter Bereich“ erläutert die Projektleiterin Nurcahya Köhler.

Seit der Freischaltung der Hotline im Juli 2016 haben mehrere hundert Beratungsgespräche gezeigt, dass Integration in den Arbeitsmarkt kein Selbstläufer ist und zahlreiche Betriebe das Angebot gerne angenommen haben. Zudem ist das Projekt bisher in Deutschland einmalig, dass IQ Netzwerk MV und der Flüchtlingsrat M-V e.V. befinden sich damit in einer Vorreiterrolle, die hoffentlich bald Nachahmer in ganz Deutschland findet.

Die Hotline ist von Dienstag bis Donnerstag in der Zeit von 9-16 Uhr unter: 0385 555 751 40 und per Email: iq@fluechtlingsrat-mv.de oder Whatsapp: 0152 08651380 erreichbar.

 

 

Mehr Informationen:

IQ_Good Practice_2018_Hotline_für_Arbeitgeberinnen_und_Arbeitgeber

180529 Flyer Beratungshotline

https://www.fluechtlingsrat-mv.de/projekte/iq/

 

Viele Geflüchtete und Geringqualifizierte haben wertvolle Berufserfahrung außerhalb ihrer Ausbildung oder ganz ohne formalen Bildungsabschluss gesammelt. Für eine optimale Arbeitsmarktintegration ist es wichtig zu wissen, mit welchen konkreten Handlungen eines Referenzberufs ein*e Kandidat*in bereits vertraut ist und mit welchen nicht. Aus diesem Grund hat die Bertelsmann Stiftung ein digitales Instrument entwickelt, welches basierend auf Bildern konkreter Handlungssituationen in wenigen Minuten eine erste Selbsteinschätzung ermöglicht: meine-berufserfahrung.de
Vor kurzem ist diese Website zur Selbsteinschätzung beruflicher Kompetenzen online gegangen. Ziel dieses frei zugänglichen Online-Tools ist es, Nutzern die Möglichkeit zu geben in bisher acht (bald 30) Berufen einzuschätzen, mit welchen konkreten Handlungen eines deutschen Referenzberufs sie bereits vertraut sind und mit welchen nicht.
Die Selbsteinschätzung dauert nur fünf Minuten und kann in sechs Sprachen (Deutsch, Englisch, Arabisch, Farsi, Russisch und Türkisch) durchgeführt werden. Weitere Informationen finden Sie hier: www.bertelsmann-stiftung.de/meine-berufserfahrung

 

Neues Netzwerk an Beratungsstellen für geflüchtete Personen nimmt Arbeit auf.

Die Beratungsstelle beim Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V. soll im Rahmen des neuen Projektes „Faire Integration“ Geflüchtete über ihre Rechte als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer informieren und dadurch vor Benachteiligung und Ausbeutung auf dem Arbeitsmarkt schützen.

Ein arbeits- und sozialrechtliches Beratungsangebot für Geflüchtete wird dringend gebraucht. Mehr und mehr der in den vergangenen Jahren nach Deutschland geflüchteten Personen nehmen eine Ausbildung oder Arbeit auf. Viele von ihnen finden zunächst eine Arbeit in Helfertätigkeiten im Niedriglohnbereich. Erfahrungen aus Beratungsstellen für Beschäftigte aus Mittel- und Osteuropa, wie etwa im DGB-Projekt „Faire Mobilität“, zeigen, dass es für Beschäftigte entscheidend ist, ihre Arbeitnehmerrechte zu kennen, um sich vor Benachteiligung und Ausbeutung zu schützen. Über das neue Beratungsangebot werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Fluchthintergrund darin gestärkt, ihre Rechte einzufordern und durchzusetzen. „Faire Integration“ ist damit ein wichtiger Schritt im Hinblick auf eine gelungene Integration von Geflüchteten in Deutschland.


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Der Flüchtlingsrat M-V e.V. kritisiert die landesweit verschickten Schreiben an Asylsuchende und Betriebe zum Arbeitsmarktzugang. Die Briefe enthalten Drohungen und haben unter Umständen negative Folgen für die Betroffenen: die Asylsuchenden und ihre Ausbildungsbetriebe.

Die Ausländerbehörden in Mecklenburg-Vorpommern verschicken nun schon seit Monaten Schreiben an Menschen im Asylverfahren und deren Ausbildungsbetriebe, die über mögliche Folgen des negativen Ausgangs des Asylverfahrens aufklären sollen, aber tatsächlich in vielen Fällen zur Verunsicherung der Betroffenen beitragen.
Der Flüchtlingsrat erhält deswegen verstärkt Nachfragen sowohl vonseiten der Ausbildungsbetriebe als auch von Flüchtlingen, die mit diesem Schreiben im besten Fall nichts anfangen können und nachfragen, was es damit auf sich habe.

Ein besonderer Fall wurde uns in der vergangenen Woche bekannt: Ein Flüchtling sollte mit seiner Unterschrift die persönliche Belehrung bestätigen. Das Schreiben ging ihm jedoch per Post zu, die „persönliche Belehrung“ fehlte.


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Der Flüchtlingsrat schreibt vorbehaltlich der Bewilligung eine Projektstelle zum 01.12.2017 aus:

1 Mitarbeiter*in mit projektleitenden Aufgaben (40 Stunden bzw. Vollzeit)
für den Aufbau eines Beratungsangebotes „Faire Integration für Geflüchtete“ im IQ-Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern.

Zu den Aufgaben zählen einerseits die Unterstützung bei der Klärung individueller Fragen zu ausstehendem Lohn, nicht gewährten Arbeitsrechten usw., andererseits sollen allgemeine Informationsangebote zu den Mindeststandards auf dem Arbeitsmarkt und zum deutschen Arbeitsrecht, zu Beratungsstrukturen in Deutschland, zu Qualifizierungs- und Integrationswegen, auch berufsbegleitend aufgebaut werden.

Konkret sollen Schulungsangebote und Informationsbereitstellung für private Arbeitgeber und KmU angeboten werden. Die Bedarfe hierfür sollen für das Bundesland und für weitere Förderperioden erhoben werden.

Die Stelle ist zunächst befristet bis zum 31.12.2018. Wir bemühen uns um Verlängerung.

Wir erwarten:

  • Erfahrungen in der Beratungsarbeit
  • Fundierte Kenntnisse in für Migrantinnen und Migranten relevanten Rechtsbereichen wie dem Asylverfahrens-, dem Aufenthalts- und Sozialrecht
  • EDV- und Internetkenntnisse
  • Möglichst Fremdsprachenkenntnisse in einer der relevanten Fremdsprachen der Zielgruppe.
  • Kompetenz in der professionellen Arbeit mit Menschen in multiplen Problemlagen
  • Hohe Kommunikationsfähigkeit, besonders mit Menschen nicht-deutscher Muttersprache
  • Bereitschaft zu landesweiten Fahrten
  • Identifikation mit den Zielen des Flüchtlingsrates MV e.V.

Wir bieten:

  • Mitarbeit in einem kleinen, engagierten Team
  • Regelmäßige Fortbildungen
  • Entlohnung in Anlehnung an TVöD

Wir erbitten Bewerbungen ausschließlich per Email an naf[at]fluechtlingsrat-mv.de bis zum 18. November 2017.

По-Русский см. ниже – Englisch below

Ab sofort organisiert die Agentur der Wirtschaft in Kooperation mit der VSP gGmbH und uns, dem Flüchtlingsrat M-V e.V., Erstorientierungskurse für Asylbewerber_innen und Geduldete mit unklarer Bleibeperspektive, die ansonsten keinen Zugang zu regulären Sprachförderangeboten haben.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Fragen Sie nach Erstattung von Fahrkosten.
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Das Seminar richtet sich an Menschen, die in ihrer haupt- oder ehrenamtlichen Arbeit Migrant*innen und Geflüchtete betreuen, beraten oder begleiten, an Mitarbeitende von Jugend- oder Sozialämtern, an Ausländerbehörden, Integrationsbeauftragte, an Menschen, die politisch tätig sind, sowie an alle Interessierten.                                                                    Im Mittelpunkt stehen Informationen und Austausch zu den Themen „Flucht“, „Asyl“ und „Aufenthalte“ u. a. Antworten auf Fragen wie:

  •              Wie läuft ein Asylverfahren ab?
  •              Warum dauert das so lange?
  •              Wie funktioniert die Verteilung?
  •              Wer ist für was zuständig?
  •              Welche Aufenthalte gibt es?
  •              u.v.a.m.

Gerne besprechen wir auch konkrete Fälle aus Ihrer Praxis.  Dazu schicken Sie uns bitte mit Ihrer Anmeldung eine kurze Schilderung der Problemlage.

14.09.2017 | 10:00 – 16:00 Uhr | Schwerin

Mehr zu Inhalt, Ablauf und Anmeldekonditionen finden Sie im Einladungsflyer.

Elf Landesflüchtlingsräte und Pro Asyl fordern ein Aufenthaltsrecht für auszubildende Geflüchtete. Sie haben ein Positionspapier dazu verfasst.

Die „Ausbildungsduldung“ krankt an ihrem eigenen Namen. Es braucht keine Duldung, es braucht ein Aufenthaltsrecht für Auszubildende. Nur so würde der ursprünglichen Intention des Gesetzgebers Rechnung getragen. Der Ermessensspielraum der „Ausbildungduldung“ wird inzwischen zu Gunsten politischer Vorgaben von einzelnen Landesregierungen missbraucht. Berechenbarkeit von Recht und Gesetz sieht anders aus.


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