MV

Pressemitteilung

Afghanistan – Bleiberecht und humanitäre Aufnahme ermöglichen

Die Taliban haben am 15.8.2021 die Macht übernommen. Afghanistan bleibt das gefährlichste Land der Welt. Die ökonomische Situation und die Sicherheitslage sind desaströs. In vollkommener Verkennung der Realität wurde auf Basis geschönter Lageberichte des Auswärtigen Amtes bis zuletzt an der Politik der Abschiebungen nach Afghanistan festgehalten, der Familiennachzug verschleppt und die rechtzeitige Evakuierung der Ortskräfte von Bundeswehr und NGOs und ihrer Familienangehörigen versäumt. Vielen Ortskräften wurde die Berechtigung ganz abgesprochen, weil ihre Tätigkeit länger zurücklag oder sie über Subunternehmer tätig waren. Das BAMF hat bis zuletzt Asylanträge unter Verweis auf die angebliche interne Fluchtalternative Kabul als offensichtlich unbegründet abgelehnt.

Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern fordert jetzt eine Reihe von Maßnahmen, die Mecklenburg-Vorpommern umsetzen muss:

Allen in Mecklenburg-Vorpommern nur geduldeten Afghan*innen muss anstelle von Kettenduldungen wegen Unmöglichkeit der Rückkehr eine humanitäre Aufenthaltserlaubnis erteilt werden. Das Innenministerium muss entsprechende Arbeitshinweise an die Ausländerbehörden geben.


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Pressemitteilung

26.08.2021

33 Organisationen zeichnen ein Positionspapier zur Gemeinschaftsunterbringung Geflüchteter in Mecklenburg-Vorpommern

Parteien positionieren sich dazu unterschiedlich

Eine Arbeitsgruppe aus verschiedenen Organisationen, Institutionen und Einzelpersonen hat in den vergangenen Monaten ein Positionspapier erarbeitet, das von 33 Organisationen und Institutionen unterschieben wurde. Das Papier hängt dieser Presseerklärung an.

Im Rahmen des Landtagswahlkampfs wurde es nun den demokratischen Parteien zugestellt, da die Zuständigkeit für die Unterbringung Geflüchteter Ländersache ist. Der Bund hat die Länder mit der Aufnahme, Unterbringung und Versorgung Geflüchteter beauftragt.

Akteur:innen der Zivilgesellschaft, Kirchen, Nichtregierungsorganisationen, Migrant:innenselbstorganisationen usw., fordern die zukünftige Landesregierung auf, die im Papier genannten Herausforderungen in der nächsten Legislaturperiode in Politik und Verwaltung anzunehmen, um einen menschenrechtskonformen Umgang mit geflüchteten Menschen zu gewährleisten.

Insbesondere sollen die völlig veralteten Verordnungen und Richtlinien von 2000 und 2001 endlich aktualisiert werden. Es sollen Integrationsmaßnahmen von Anfang an möglich gemacht werden.

Die Antworten der Parteien zum Thema „Flüchtlingspolitik“ beinhalten übereinstimmend die Zustimmung zum Menschenrecht auf Asyl, zur Genfer Flüchtlingskonvention und zu humanitären Grundsätzen.

Wenn es aber um die konkrete Organisation der Unterbringung geht, fallen die Antworten sehr unterschiedlich aus. Die jeweiligen Antworten sind unten verlinkt.

Wir geben im Folgenden Auszüge aus den Antworten der Parteien wieder. Damit wollen wir ausdrücklich keine Wahlempfehlung für die Wahl einer bestimmten Partei geben.


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In Afghanistan vergeht kaum ein Tag ohne Anschlag. Seit dem Abzug der NATO-Truppen sind die Taliban auf dem Vormarsch: über die Hälfte der Bezirke in Afghanistan steht schon unter Kontrolle der Taliban. Die dritte Welle der Covid-19-Pandemie verschärft die humanitäre Situation im Land zusätzlich. Die Lage am Hindukusch ist dramatisch und wird sich aller Voraussicht nach weiter verschlechtern.


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Schwerin, 09.08.2021

Pressemitteilung

 Neue Online-Workshops für Migrant*innen und Interessierte

Mittwoch, 18.08.2021-10:00 bis 11:30 Uhr (Auf Arabisch)

Donnerstag, 26.08.2021-10:00 bis 11:30 Uhr (Auf Deutsch)

 

Es ist ein großer Wunsch vieler Menschen mit Migrationshintergrund, eine Arbeit zu finden. Rechte und Pflichten für Arbeitnehmende stellen dabei oft eine große Herausforderung dar. Es gibt viele Fragen zum Arbeitsvertrag, zu den Arbeitsbedingungen, zu Kündigungsarten und zum Vorgehen in diesen Fällen. Geflüchtete sind häufig unsicher, ob ihre Rechte als Arbeitnehmer*innen eingehalten werden.

Zu all diesen Fragen führt das Projekt „Faire Integration“ des Flüchtlingsrates M-V e.V. im August zwei Online-Workshops mit dem Titel „Arbeitswelt in Deutschland“ durch.


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Anmeldungen und Nachfragen:

kb-iq[at]fluechtlingsrat-mv.de
Tel. 0385 – 581 5790
Mobil: 0152 – 0157 5906

 

 

Datum/Uhrzeit Thema Sprache Thema
18.08.2021

10:00-12:00 Uhr

Onlineseminar

Arbeitswelt in Deutschland: Arbeitsverträge, Kündigung, Arbeitszeit und Mindeststandards zum deutschen Arbeitsrecht.

 

Arabisch ورشة عمل اونلاين

عالم العمل في ألمانيا: عقود العمل، الفصل من العمل، اوقات العمل والمعايير الدنيا لقانون العمل الألماني

26.08.2021

10:00-12:00 Uhr

Onlineseminar

Arbeitswelt in Deutschland Arbeitsverträge, Kündigung, Arbeitszeit und Mindeststandards zum deutschen Arbeitsrecht

Deutsch
15.09.2021

10:00-12:00 Uhr

Onlineseminar

Arbeitswelt in Deutschland: Zeitarbeit/Arbeitnehmerüberlassung, Steuerklassen, Sozialversicherungen und Nebenverdienst bei Jobcenterbezug

Arabisch ورشة عمل اونلاين

عالم العمل في المانيا: شركات التوظيف المؤقت، الشرائح الضريبية، التأمينات الاجتماعية، الدخل الناتج عن العمل بالتزامن مع مساعدات الجوبسنتر.

27.09.2021

10:00-12:00 Uhr

Onlineseminar

Arbeitswelt in Deutschland: Zeitarbeit/Arbeitnehmerüberlassung, Steuerklassen, Sozialversicherungen und Nebenverdienst bei Jobcenterbezug

Deutsch
13.10.2021

10:00-12:00 Uhr

Onlineseminar

Arbeitswelt in Deutschland: Arbeitsverträge, Kündigung, Arbeitszeit und Mindeststandards zum deutschen Arbeitsrecht

Arabisch ورشة عمل اونلاين

عالم العمل في ألمانيا: عقود العمل، الفصل من العمل، اوقات العمل والمعايير الدنيا لقانون العمل الألماني

26.10.2021

13:00-15:00 Uhr

Onlineseminar

Arbeitswelt in Deutschland: Zeitarbeit/Arbeitnehmerüberlassung, Steuerklassen, Sozialversicherungen und Nebenverdienst bei Jobcenterbezug

Deutsch
10.11.2021

10:00-12:00 Uhr

Onlineseminar

Arbeitswelt in Deutschland Arbeitsverträge, Kündigung, Arbeitszeit und Mindeststandards zum deutschen Arbeitsrecht

Deutsch
22.11.2021

10:00-12:00 Uhr

Onlineseminar

Arbeitswelt in Deutschland: Zeitarbeit/Arbeitnehmerüberlassung, Steuerklassen, Sozialversicherungen und Nebenverdienst bei Jobcenterbezug

Arabisch ورشة عمل اونلاين

عالم العمل في المانيا: شركات التوظيف المؤقت، الشرائح الضريبية، التأمينات الاجتماعية، الدخل الناتج عن العمل بالتزامن مع مساعدات الجوبسنتر.

Der Flüchtlingsrat führt in Kooperation mit NAFplus ein Online-Seminar zur Einführung in das Asylrecht durch. Es findet statt

am Donnerstag, 12.08.2021
von 09:30 Uhr bis 16:00 Uhr.

Das Seminar richtet sich an Menschen, die in ihrer haupt- oder ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit neu mit dem Asylrecht konfrontiert sind. Wer neu in der Betreuung und Begleitung Asylsuchender oder Geduldeter arbeitet, wundert sich oft über seitenlange Bescheide, mit denen weder Geflüchtete noch Menschen in der Sozialarbeit etwas anfangen können.

Das Seminar gibt eine Einführung über die Rechtslage und den Ablauf im Asylverfahren und beantwortet Fragen:

  • Wer ist eigentlich für was zuständig?
  • Wie läuft ein Verfahren ab?
  • Wie lese ich Bescheide?
  • Wie kann ich helfen?
  • Wo sind die Grenzen?

Gerne besprechen wir im Seminar auch konkrete Fälle aus Ihrer Praxis. Dazu schicken Sie uns bitte mit Ihrer Anmeldung eine kurze Schilderung der Problemlage.

Bitte melden Sie sich bis zum 09.08.21 um 11:00 Uhr per Email an: naf[at]fluechtlingsrat-mv.de. Sie erhalten dann den Link zum Seminar. Wir verwenden Zoom als Plattform.

 

Zivilgesellschaftliches Bündnis fordert: AnkER-Zentren abschaffen

Drei Jahre nach Öffnung der ersten AnkER-Zentren fällt die Bilanz düster aus. Das Konzept ist gescheitert, die Asylverfahren wurden nicht beschleunigt, die Menschen sind oft isoliert, entrechtet und ausgegrenzt. Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis, darunter PRO ASYL und viele Landesflüchtlingsräte, Diakonie Deutschland, Deutscher Caritasverband, Paritätischer Gesamtverband, AWO Bundesverband und Amnesty International, fordern die Schließung der Zentren und faire Asylverfahren.


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Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V. ist eine landesweit tätige unabhängige Menschenrechtsorganisation und setzt sich für die Wahrung der Rechte von Geflüchteten ein.

Wir suchen zum 01.01.2022 eine:n

Projektmitarbeiter:in (w/m/d) im Projektverbund Netzwerk Arbeit für Flüchtlinge – NAFplus

(20 oder 30 Wochenstunden)

 

Zu den Aufgaben gehören u. a.:

  • Schulung der Akteure am Arbeitsmarkt über die Rahmenbedingungen beim Zugang Geflüchteter zum Arbeitsmarkt
  • Beratung des Netzwerks und aller strategischen und operativen Partner
  • Mitarbeit in bundes- oder landesweiten Gremien
  • Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit des Flüchtlingsrats


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Pressemitteilung

Viele Menschen stehen vor der großen Herausforderung, sich zwischen Studium oder Berufsausbildung zu entscheiden.

In Deutschland gibt es verschiedene Wege eine berufliche Qualifizierung zu erhalten.
Neben dem Studium an der Hochschule oder der Universität, gibt es auch die Möglichkeit eine Ausbildung abzuschließen.
• Was ist eine Berufsausbildung?
• Welche Arten von Ausbildung gibt es?
• Was ist wichtig bei Abschluss des Ausbildungsvertrages?
• Wie viel verdiene ich während der Ausbildung? Und weitere Fragen stellen dabei oft eine große Herausforderung dar.

Zu all diesen Fragen führt das Projekt „Faire Integration“ des Flüchtlingsrates MV e.V. in Kooperation mit Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Volkshochschule Mecklenburgische Seenplatte einen Workshop durch.

Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Volkshochschule Mecklenburgische Seenplatte und das Projekt Faire Integration des Flüchtlingsrates MV e.V. haben sich für einen Workshop zusammengetan.

Der Workshop findet am Montag 28.06.2021 16:30-18:00 Uhr unter den aktuellen Hygienerichtlinien statt und ist offen für alle Interessierten, richtet sich aber vornehmlich an Menschen mit Migrationshintergrund.

Anmeldungen sind ab sofort per E-Mail möglich an:
•    Khaled Al Bitar, Faire Integration,  E-Mail: kb-iq@fluechtlingsrat-mv.de  oder
•    Karen Carmienke, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte, E-Mail: karen.carmienke@lk-seenplatte.de

Referent:
Khaled Al Bitar (Projektleiter; Faire Integration)
Flüchtlingsrat MV e.V.
Postfach 110229 | 19002 Schwerin
Tel. 0385 – 581 57 90 | Fax 0385 – 5 81 57 91
Email: kb-iq@fluechtlingsrat-mv.de
www.fluechtlingsrat-mv.de

IQ Netzwerk Mecklenburg-Vorpommern
Faire Integration
Flüchtlingsrat M-V e.V.
Telefon: 0385 55575140

Pressemitteilung,
03.06.2021

Die Projekte Regionales Fachkräftenetzwerk / Arbeitgeber-Hotline und Faire Integration geben am 17.06.2021 einen virtuellen Workshop mit dem Titel „Arbeitswelt in Deutschland: Mindeststandards im deutschen Arbeitsrecht.“ Die Veranstaltung bietet Interessierten einen Einstieg in das Thema Arbeitsmarkt. Denn es ist ein großer Wunsch vieler Menschen mit Migrationshintergrund, eine Arbeit zu finden. Nicht wenige interessieren sich dabei für eine selbstständige Tätigkeit. Rechte und Pflichten für Arbeitnehmende sowie für selbstständige Tätigkeiten stellen dabei oft eine große Herausforderung dar.

“Berufliche Teilhabe ist für viele Menschen eine Herausforderung, für Menschen mit Migrationshintergrund jedoch in besonderem Maße” sagt Carmen Tarrach, Leiterin des Projekts `Regionales Fachkräftenetzwerk / Arbeitgeber-Hotline`. “Wir haben erlebt, dass Migrant*innen zu wenig Hintergrundinformationen darüber vorliegen, was es bedeutet, sich in Deutschland selbstständig zu machen. Gewerbeanmeldung, Steuern, Krankenversicherung und Business Plan sowie ausreichend deutsche Sprachkenntnisse sind dabei wichtige Bausteine, die erst einmal geklärt sein sollten, bevor man Gewerberäume anmietet.”

Der digitale Workshop “Arbeitswelt in Deutschland: Selbstständigkeit und Mindeststandards im deutschen Arbeitsrecht” gibt einen Überblick über wichtige Bereiche für angehende Selbstständige. Zudem werden auch Standards im deutschen Arbeitsrecht für Angestellte wie z.B. Arbeitsverträge, Arbeitszeiten oder Kündigung behandelt. Die Veranstaltung findet virtuell via zoom am 17. Juni in der Zeit von 09:30 Uhr bis 11:30 Uhr statt und ist ein kostenloses Angebot des IQ Netzwerks MV.

“Wenn Menschen in Deutschland arbeiten wollen, dann gerne selbstständig” meint Khaled Al Bitar, Projektleiter des Projekts `Faire Integration`. “Ich weise in meinen Beratungen und Vorträgen gerne auf die Vorteile einer Angestellten-Tätigkeit hin. Es ist gerade für Menschen mit Migrationshintergrund wesentlich leichter, in einem Betrieb angestellt zu sein. Es gibt viele arbeitsrechtliche Bestimmungen zu Arbeitsverträgen, Urlaubsansprüchen und z.B. Rentenbeiträgen, die für viele erstmal neu sind. Daher ist es leichter, auf diesem Weg in den Arbeitsmarkt einzusteigen.”

Der Workshop ist offen für alle Interessierten, richtet sich aber vornehmlich an Menschen mit Migrationshintergrund, die eine berufliche Tätigkeit aufnehmen wollen.

Anmeldungen sind ab sofort per E-Mail möglich an Carmen Tarrach: iq@fluechtlingsrat-mv.de

Die Veranstaltung findet simultan auf Deutsch und Arabisch statt.

Expert*innen:

Khaled Al Bitar (Projektleiter; Faire Integration)

Ute Neumann (Regionales Fachkräftenetzwerk/Arbeitgeber-Hotline)

Carmen Tarrach (Projektleiterin; Regionales Fachkräftenetzwerk/Arbeitgeber-Hotline)