Der Flüchtlingsrat MV e.V. kritisiert die jüngst getätigten Aussagen des Innenministers Caffier scharf und weist sie als Wahlkampfgetöse zurück.

Abschiebeflug von Rostock Laage, Mai 2016 

Nachdem in den vergangenen Wochen Bundesinnenminister de Maizière wegen falscher Zahlen in der Kritik war, reiht sich nun auch der Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns in den Wettbewerb ein, wer denn am lautesten über Abschiebungen tönen und damit suggerieren kann, er sei der konsequenteste Abschiebeminister.
Der Flüchtlingsrat kritisiert die aktuelle Pressemitteilung vom 23.06.2016, nach der der Innenminister Caffier vorschlägt, dass zukünftig nur noch Amtsärzte über Reisefähigkeit entscheiden sollen.

Lesen Sie hier die ganze Pressemitteilung.

Ende der vorangegangenen Woche, am 4. Juni, wurde am Eingangsschild zu unserem Büro gezündelt. Wer und mit welchem Motiv ist bisher ungeklärt, da niemand auf frischer Tat ertappt wurde. Der Staatsschutz ermittelt.

Sollte sich herausstellen, dass es sich um eine rassistisch motivierte Tat handelt, dann beziehen wir hier schon vorab wie folgt Stellung.

Die Tat reiht sich ein in eine Vielzahl von zunehmenden gewalttätigen Angriffen auf Asylsuchende , ihre Unterkünfte und Unterstützer_innen, nicht nur in MV sondern bundesweit. Wir sind froh, dass es in unserem Fall nur ein Plastik-Schild betraf. Gleichzeitig möchten wir den Anlass nutzen, unsere Solidarität und unser Mitgefühl für diejenigen auszudrücken, die jeden Tag im Alltag mit Rassismus konfrontiert sind und die körperliche Gewalt durch Neonazis und Rassist_innen erleben oder erlebt haben.


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Letzte Woche tourte die Lesereise „Unerwünscht – Drei Brüder aus dem Iran erzählen ihre deutsche Geschichte“ durch drei Städte MVs. Wie im vergangenen Jahr stieß die Lesereise der iranischen Brüder Mojtaba und Masoud Sadinam auf großes Interesse. In Waren (Müritz) konnten 77, in Wolgast 25 Menschen im Publikum gezählt werden.


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Geldtöpfe erschöpft – Spendenaufruf!

Leider müssen wir mitteilen, dass unsere Geldtöpfe allesamt leer sind. Der Willkommen!fonds, der Dolmetscherfonds und der Rechtshilfefonds, aus dem wir bisher viele Geflüchtete bei Kosten für verschiedene Integrationsmaßnahmen und Rechtsberatung oder -vertretung vor Gericht in aufenthaltsrechtlichen Dingen unterstützen konnten, sind derzeit erschöpft. Weitere Anfragen können leider derzeit nicht bearbeitet werden.

Gleichzeitig ist dies für uns ein Grund, die Werbetrommel zu rühren und um neue Spenden zu bitten!

Viele Verfahren von Geflüchteten vor Gericht haben gute Erfolgschancen, aber wie vielleicht viele von uns bereits einmal erfahren haben: guter Rat ist teuer. Rechtsanwält_innen und Gerichtskosten müssen bezahlt werden. Um Geflüchtete dabei zu unterstützen, wollen wir unseren Rechtshilfefonds wieder gut füllen. Spendet gerne mit dem Betreff „Rechtshilfe“ an unsere unten aufgeführte Bankverbindung.

Daneben gibt es viele Dinge, die der Staat nicht finanziert, die aber dennoch die Integration fördern. Dafür kann unser Willkommen!fonds genutzt werden. Eine Schultüte zum Schulstart, aber auch Impfungen, um Arbeitsplätze antreten zu können. Auch dafür brauchen wir wieder dringend Spenden.

Last but not least braucht es für viele Dinge, auch im Alltag Übersetzungshilfe. Um nicht Vorhaben von Asylsuchenden an Sprachbarrieren scheitern zu lassen, finanzieren wir Übersetzungen und Dolmetscherkosten für verschiedene Situationen.

Spenden sind vielfältig einsetzbar. Wir garantieren, dass Spenden untern den oben genannten Betreffs (Willkommensfonds, Dolmetscherfonds und Rechtshilfe) eins zu eins an Asylsuchende in Mecklenburg-Vorpommern gehen.

Wir danken im Namen vieler!

Wir erfahren in der täglichen Beratung immer häufiger, dass Asyl-Suchende aus Syrien den Status „Subsidiärer Schutz“ erhalten. 2015 hatten viele Syrer_innen eine Anerkennung als „Flüchtling nach der Genfer Flüchtlingskonvention“ erhalten. Warum ändert sich das gerade und was bedeutet es für die Asyl-Suchenden?

Laden Sie den Text als pdf hier herunter.

We hear more and more often, that Refugees from Syria get the residence permission called „Subsidiärer Schutz“. 2015 many of the Syrians got the status called „Refugee by Geneva Convention“. Why is this changing right now? And what does it mean for the Refugees?

You find an english translation of this text below. Download a pdf of the text here.


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