Tipp! Auch in diesem Jahr wieder:

START vergibt Schülerstipendien an motivierte Jugendliche, die erst seit wenigen Jahren in Deutschland leben (bis zu 5 J.) und Interesse an ihrer schulischen und persönlichen Weiterentwicklung haben. Vom 1. Februar bis 15. März 2017 können sich interessierte Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 auf www.start-bewerbung.de bewerben. Zudem müssen sie noch mind. zwei weitere Jahre eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen. Für das Schuljahr 2017/18 stellt die START-Stiftung gGmbH gemeinsam mit über 120 Partnern ca. 220 neue Stipendienplätze in 14 Bundesländern (außer in Bayern und Baden-Württemberg) zur Verfügung. Ausführliche Informationen zur Ausschreibung und zum Stipendienprogramm finden Sie auf www.start-stiftung.de.

Mit START weiterkommen

Das START-Schülerstipendienprogramm widmet sich seit 2002 erfolgreich der Potenzial- und Engagementförderung bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Mit diesen Erfahrungen und einem Netzwerk aus engagierten Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte konzentriert sich START seit dem Schuljahr 2016/17 auf die Unterstützung neu zugewanderter junger Menschen, die erst seit bis zu fünf Jahren in Deutschland leben. START begleitet sie zwei Jahre lang mit materieller und ideeller Förderung auf ihrem Bildungsweg – unabhängig von ihrer aktuellen Schulform und dem angestrebten Schulabschluss. Das Stipendium unterstützt die Jugendlichen dabei, ihre Potenziale zu entfalten, Bildungsziele aktiv anzugehen und den eigenen Weg zu finden.

Wie fördert START?

Finanzielle Unterstützung, vielfältige Bildungsangebote, eine persönliche Betreuung und ein starkes Netzwerk aus Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die ihren Weg bereits erfolgreich gegangen sind – START bietet den neu zugewanderten Jugendlichen die Chance, schneller in Deutschland anzukommen, sich weiterzuentwickeln und einen Bildungsabschluss zu erreichen, der ihren Fähigkeiten entspricht. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten bei der Aufnahme einen Laptop und einen Drucker und werden zwei Jahre lang mit 1.000 EUR Bildungsgeld pro Schuljahr sowie einem umfangreichen Bildungsprogramm aus Seminaren, Workshops, Exkursionen, Beratungsangeboten etc. auf ihrem Bildungsweg begleitet. Während ihrer Förderung werden sie von erfahrenen Pädagoginnen und Pädagogen bei schulischen und persönlichen Fragen betreut und profitieren von einem aktiven Netzwerk aus rund 700 Geförderten und etwa 1700 Ehemaligen.

Wie bewirbt man sich bei START?

Die Förderung wird für zwei Schuljahre gewährt und beginnt im Herbst 2017.
Interessierte Jugendliche können ihre Bewerbung vom 1. Februar bis 15. März 2017 auf www.start-bewerbung.de abgeben. Weiterführende Infos zum Stipendienprogramm, dem Bewerbungsverfahren und alle Kontaktpersonen finden Sie auf www.start-stiftung.de.

o    Wieviel muss ein Mensch, eine Familie verdienen, um einen Aufenthalt zu bekommen?

o    Wer darf wieviel dazuverdienen?

o    Welche Sozialleistungen gibt es bei welchem Aufenthalt?

o    Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Unsere beiden Seminare zu diesen Fragestellungen am 06.02. in Schwerin und am 08.02. in Greifswald sind komplett ausgebucht.

Am 03. April 2017 bieten wir in Kooperation mit dem Netzwerk Arbeit für Flüchtlinge deswegen das Seminar erneut in Schwerin an.

Die Teilnehmerzahl ist wieder begrenzt. Einige Plätze sind bereits reserviert. Bei erneuter Überbuchung bieten wir ggf. noch einen weiteren Termin an. Gerne kommen wir mit dem Seminar auch in Ihre/Eure Einrichtung.

Das Seminar richtet sich an Menschen, die in ihrer haupt- oder ehrenamtlichen Arbeit Migrant*innen und Geflüchtete betreuen, beraten oder begleiten, an Mitarbeitende von Jugend- oder Sozialämtern, an Ausländerbehörden, Integrationsbeauftragte, an Menschen, die politisch tätig sind, sowie an alle Interessierten.

Gerne besprechen wir auch konkrete Fälle aus Ihrer/Eurer Praxis.

Nähere Information zu Ort und Kosten im Einladungsflyer: 170403 el Sozialleistungen

Nachfragen und Anmeldungen bitte an hp[at]fluechtlingsrat-mv.de.

In Kooperation mit dem Landkreis Rügen und der IHK zu Rostock veranstaltet der Flüchtlingsrat mit seinem Projekt Projekt IQ – Intergration durch Qualifizierung: Arbeitgeber-Hotline

am 28.02.2017

von 13:00 – 15:00 Uhr

im MIZ Bergen (Markt 12 18528 Bergen/Rügen)

eine Informationsveranstaltung zum Projekt der Telefonhotline für Arbeitgebende.

Wir bieten mit dieser Veranstaltung:

  • Informationen zur Arbeitsmarktintegration in Mecklenburg-Vorpommern,
  • Informationen über aktuelle Möglichkeiten der Unterstützung für Unternehmen,
  • einen Austausch über Erfahrungen und Wünsche zu diesem Thema.

Interessierte sind herzlich eingeladen teilzunehmen.

 

Programm

13:00 – 13:10     Begrüßung Jörg Schiller/Dr. Braun-Scherl

13:10 – 13:30     Vorstellung Arbeitgeberhotline, Jörg Schiller, IQ Netzwerk MV

13:30 – 14:00     Das neue Integrationsgesetz/Beschäftigungsverordnung

„Wissenswertes für Arbeitgeber in MV“

Referentin: Ulrike Seemann-Katz,

                                Vorstandsvorsitzende Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e. V.

14:00 – 14:30      Ausbildung von Flüchtlingen

Referentin Isabell Wresch

Flüchtlingsbeauftragte der IHK zu Rostock

 

14:30 – 15:00     Fragerunde/Diskussion

 

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 15.02.2017 unter E-Mail: hp[at]fluechtlingsrat-mv.de

Stellenausschreibung „Beratung“

Der Flüchtlingsrat schreibt vorbehaltlich der Bewilligung 2 Projektstellen aus:

 

  1. Dipl. Pädagoge/in oder Sozialpädagoge/in (40 Stunden bzw. Vollzeit)

für Migrationsberatung mit Schwerpunkt Flüchtlinge mit projektleitenden Aufgaben

Wir erwarten:

  • Erfahrungen in der Beratungsarbeit
  • Fundierte Kenntnisse in für Migrantinnen und Migranten relevanten Rechtsbereichen wie dem Asylverfahrens-, dem Aufenthalts- und Sozialrecht
  • EDV- und Internetkenntnisse
  • Möglichst Fremdsprachenkenntnisse in den relevanten Fremdsprachen der Zielgruppe, insbe-sondere wünschenswert sind Persisch (Dari/Farsi), Arabisch oder Russisch
  • Kompetenz in der professionellen Arbeit mit Menschen in multiplen Problemlagen
  • Hohe Kommunikationsfähigkeit, besonders mit Menschen nicht-deutscher Muttersprache
  • Bereitschaft zu landesweiten Fahrten
  • Identifikation mit den Zielen des Flüchtlingsrates MV e.V.

 

Wir bieten:

  • Mitarbeit in einem kleinen, engagierten Team
  • Regelmäßige Fortbildungen
  • Entlohnung in Anlehnung an TVöD

 

  1. Dipl. Pädagoge/in oder Sozialpädagoge/in (20 Stunden, Teilzeit)

für Mitarbeit in der Migrationsberatung mit Schwerpunkt Flüchtlinge

Wir erwarten:

  • Erfahrungen in der Beratungsarbeit
  • Kenntnisse in für Migrantinnen und Migranten relevanten Rechtsbereichen wie dem Asylver-fahrens-, dem Aufenthalts- und Sozialrecht
  • Möglichst Fremdsprachenkenntnisse in den relevanten Fremdsprachen der Zielgruppe, insbe-sondere wünschenswert sind Persisch (Dari/Farsi), Arabisch oder Russisch
  • Kompetenz in der professionellen Arbeit mit Menschen in multiplen Problemlagen
  • Hohe Kommunikationsfähigkeit, besonders mit Menschen nicht-deutscher Muttersprache
  • Identifikation mit den Zielen des Flüchtlingsrates MV e.V.

 

Wir bieten:

  • Mitarbeit in einem kleinen, engagierten Team
  • Regelmäßige Fortbildungen
  • Entlohnung TVöD bis zur E10

 

Wir erbitten Bewerbungen ausschließlich per Email an naf@fluechtlingsrat-mv.de bis zum 20. Januar 2017.

Flüchtlingsrat MV für Abschiebestopp nach Afghanistan und für Integrationskurse wegen hoher Bleibeperspektive

Beispielgebende Initiative Schleswig-Holsteins

Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern begrüßt die Initiative des Kieler Innenministers Stefan Studt, der sich gegenüber Bund und Ländern für einen Afghanistan-Abschiebungsstopp stark macht, und fordert den Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns Caffier auf, diese Initiative zu unterstützen.

Denn Afghanistan ist alles andere als sicher. Vielerorts kommt es zu heftigen Kämpfen, Bombenanschläge sind an der Tagesordnung, Teile des Landes kontrollieren die Taliban. Durch die bewaffneten Konflikte verlieren jedes Jahr Tausende Menschen ihr Leben, ihre Häuser, ihre Lebensgrundlage. Hunderttausende Afghanen befinden sich bereits auf der Flucht – viele davon als Binnenflüchtlinge oder in den direkten Nachbarländern. Afghanische Sicherheitsbehörden sind nicht in der Lage, Schutzbedürftigen Hilfe zu leisten.

„Der aktuelle Bericht des UNHCR vom 22. Dezember über die sicherheitsrelevante Lage in Afghanistan macht eine solche Maßnahme unumgänglich“, bekräftigt Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende des Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern.

Der Bericht, der Bund und Ländern vorliegt, dokumentiert, dass sich bewaffnete Konflikte im Jahr 2016 weiter ausgebreitet haben. Laut UNAMA-Bericht wurden „in der ersten Jahreshälfte 2016 1.601 zivile Tote und 3.565 verletzte Zivilpersonen“ dokumentiert, „dies stellt einen Anstieg um weitere 4 Prozent gegenüber der absoluten Zahl von Opfern im Verhältnis“ zum Vergleichsvorjahreszeitraum dar.

„Unter Bezugnahme auf die Auslegung des Begriffs des innerstaatlichen bewaffneten Konflikts durch den Europäischen Gerichtshof in der Entscheidung Diakité“ hält UNHCR „das gesamte Staatsgebiet Afghanistan von einem innerstaatlichen bewaffneten Konflikt im Sinne des Art. 15 c der EU-Qualifikationsrichtlinie“ für betroffen. Infolge dieser Einschätzung und konsequenter Umsetzung der EU-Qualifikationsrichtlinie wäre den Betroffenen im Asylverfahren subsidiärer Schutz nach § 4 Abs. 1 S. 2 Nr. 3 AsylG zu gewähren. Eine Rückführung in Sicherheit und Würde dürfte somit kaum möglich sein. In diesem Sinne sieht der UNHCR bei negativen Asylentscheidungen Anlass zur erneuten Ermittlung des Schutzbedarfes auf Grundlage der veränderten Faktenlage.

Der Flüchtlingsrat begrüßt die Initiative für einen bundesweiten Abschiebungsstopp. Gemäß der auf Betreiben des Bundes erst jüngst novellierten Gesetzeslage ist eine solche Maßnahme zunächst allerdings nur für 3 Monate möglich.

Der Flüchtlingsrat appelliert daher dringend an den Bundesinnenminister und das ihm unterstellte Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die Voraussetzungen für ein dauerhaftes Bleiberecht zu schaffen und die Asylanerkennungspraxis der tatsächlichen Gefährdungs- und Verfolgungslage in Afghanistan anzupassen. Asylanträge werden in zu großer Zahl negativ beschieden. Die Schutzquote des BAMF lag im November 2016 bei lediglich 55,5%.

Der Flüchtlingsrat fordert darüber hinaus den afghanischen Flüchtlingen regelmäßig eine sichere Bleibeperspektive zuzusprechen und für alle von Anfang an Sprach- und Integrationsförderung zugänglich zu machen. Bis dato gilt für afghanische Flüchtlinge, dass sie bis zur rechtskräftigen Anerkennung keinen Anspruch auf Integrationskursteilnahme haben.

Bei Geflüchteten aus Ländern mit einer Anerkennungsquote von über 50% wird andererseits von „hoher Bleibeperspektive“ gesprochen. Die betroffenen Menschen können deswegen bereits während des Asylverfahrens an Integrationskursen teilnehmen. Das gilt derzeit für Menschen aus Syrien, Iran, Irak, Eritrea und Somalia. Der Flüchtlingsrat fordert den Bundesinnenminister und das ihm unterstellte BAMF deswegen auf, dieser Liste auch Afghanistan hinzuzufügen.

 

Hintergrund:

Konsultationsschreiben Schleswig-Holstein: Konsultationsschreiben AFG 10-01-2017