Am Montag erreichte uns einLeserbrief, der zu Herzen geht. Wir haben uns entschieden, ihn zu veröffentlichen:

 

Mohamad Wadeh

Ich danke dir für alles, wer du auch immer bist, ob du mich als Flüchtling liebst oder hasst, du kennst mich nicht und du hast Recht: ich bin seltsam für dich, ja, seltsam, vielleicht kannst du ja aus diesen Zeilen mehr über mich erfahren und besser verstehen, warum ich hier bin und wie es für mich ist, hier zu sein…Ich bin zweimal zum Flüchtling geworden: das erste Mal wegen der Besetzung von Palästina und das zweite Mal wegen des Krieges in Syrien. In den Gassen des Lagers bin ich geboren und dort bin ich auch aufgewachsen. Die israelische Besatzung hat mir die Heimat genommen, so bin ich heimatlos, immer nur ein Gast in irgendeinem Land. Ich wusste, dass meine Wurzeln in Tiberias in Palästina sind, aber ich habe die Stadt meiner Väter nicht gesehen, ich habe nicht in ihren Straßen gespielt und ich sah als Kind ihre Sonne nicht, und träumte doch jeden Tag davon, ihren Boden zu sichern …


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Barriere – lichtkunst.73 / pixelio.de

 

Training am 15. November 2017 in Schwerin, 9:00 – 13:00 Uhr

Bei der betrieblichen Integration von Migrantinnen und Migranten stehen kleine und mittelere Unternehmen häufig vor rechtlichen, sprachlichen und kulturellen Hürden.
Das Training des IQ Netzwerk Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin zeigt Wege auf, wie diese Barrieren überwindbar werden.
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По-Русский см. ниже – Englisch below

Ab sofort organisiert die Agentur der Wirtschaft in Kooperation mit der VSP gGmbH und uns, dem Flüchtlingsrat M-V e.V., Erstorientierungskurse für Asylbewerber_innen und Geduldete mit unklarer Bleibeperspektive, die ansonsten keinen Zugang zu regulären Sprachförderangeboten haben.

Die Teilnahme ist kostenlos und Fahrtkosten können erstattet werden.
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Flüchtlingsräte plädieren für umfassenden Schutz statt Abschiebungspolitik

 

Die Flüchtlingsräte der Bundesländer wenden sich als Interessenvertretungen von Geflüchteten und Unterstützungsinitiativen anlässlich ihrer derzeit in Berlin stattfindenden Herbsttagung entschieden gegen die Instrumentalisierung der Flüchtlingspolitik zu Wahlkampfzwecken und die wiederholt vorgetragenen Rufe nach weiteren Verschärfungen im Asyl- und Aufenthaltsrecht.
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PRO ASYL fordert in einer Presseerklärung Bleiberecht statt Abschiebungen in Kriegs- und Krisengebiete

Im gestrigen TV-Duell wurden Merkel und Schulz mit der Aussage konfrontiert, es müsse konsequenter abgeschoben werden. Der provokative Vorwurf lautete: Es gebe insgesamt zu wenige Abschiebungen – trotz gegenteiliger Ansagen. Die Mehrheit der Ausreisepflichtigen sei zu Unrecht in Deutschland.

Es handelt sich hierbei um eine wiederholte, faktenfreie Auflage der Propaganda vom Vollzugsdefizit, wie sie oft von rechtspopulistischer Seite aufgeworfen wird. Durch diese Verzerrung wird eine sachliche Debatte um Lösungen schwieriger. Schaut man sich die Zahlen und Fakten genauer an, ist die Sachlage komplexer als dargestellt.

PRO ASYL fordert, sich rechtspopulistischer Aufbauscherei und Angstmacherei mit falschen Zahlen und Aussagen entschieden und mit Klarheit entgegenzustellen. Schon zu lange wird in der Flüchtlingsfrage mit falschen Zahlen und Prognosen Stimmung gegen Flüchtlinge gemacht. Durch diese Verzerrung wird eine sachliche Debatte um Lösungen verhindert. PRO ASYL fordert ein Bleiberecht statt Abschiebung in Kriegs- und Krisengebiete.
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