Sprachmittler

* Binsenweisheit: Ein Arzt kann nur diagnostizieren und behandeln, wenn eine Kommunikation mit dem Patienten / der Patientin möglich ist. *

Aus aktuellem Anlass zitieren wir die wissenschaftlichen Dienste des deutschen Bundestages:

„Während in der juristischen Literatur einerseits vertreten wird, dass die Dolmetscherkosten sowohl bei ambulanter als auch bei stationärer Behandlung vom Patienten selbst zu tragen seien, wird andererseits bei einer Krankenhausbehandlung davon ausgegangen, dass die Dolmetscherkosten zu den allgemeinen Krankenhausleistungen im Sinn des § 2 Absatz 2 Satz 1 des Gesetzes über die Entgelte für voll- und teilstationäre Krankenhausleistungen (Krankenhausentgeltgesetz – KHEntgG) gehören und vom Krankenhausträger zu übernehmen seien.

Ergänzend wird § 39 Absatz 1 Satz 3 in Verbindung mit den §§ 108, 109 Absatz 4 Satz 2 SGB V herangezogen, wonach jedes zugelassene Krankenhaus verpflichtet ist, alle Leistungen zu erbringen, die im Einzelfall nach Art und Schwere der Krankheit für die medizinische Versorgung des Versicherten notwendig sind.“
(WD 9 – 3000 – 021/17)

Wir zahlen deswegen keine Dolmetschkosten. Es wäre zudem eine Überforderung unseres Spendenkontos. Wir fordern die Gesetzeslage durchzusetzen.

Human Places 1.13

Themen in diesem Heft sind unter anderem

  • Die Gefahr der Traumatisierung von Flüchtlingskindern            Aktuelle Abschiebepraxis gefährdet Kindeswohl von Bita Nedaei, Psychologin beim Projekt SANECO in Greifswald
  • „Bützow halte ich insgesamt für inakzeptabel“
    Interview mit Fanny Dethloff, der Flüchtlingsbeauftragten der neu gegründeten Nordkirche
  • „Auf den Schlepper wartete ich vergeblich“
    Interview mit Nasim Nassiri aus Afghanistan über Familientrennung und Zustände für Flüchtlinge in Griechenland
  • Die Dolmetscher- und Sprachmittler-Projekte SprInt-MV und SPuK stellen sich vor

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Pressemitteilung, SPuK Schwerin
Caritas sucht Sprach- und Kulturmittelnde für das Netzwerk

Zum 1.2. begann das Projekt „SPuK Schwerin“ seine Arbeit. SPuK steht für Sprach- und Kulturmittlung und zielt darauf, die sprachliche Verständigung zwischen Mitarbeitenden und Menschen mit geringen Deutschkenntnissen in den Bereichen Soziales, öffentliche Verwaltung, Bildung und Gesundheit zu ermöglichen. Die Sprach- und KulturmittlerInnen sorgen für eine gelungene sprachliche Verständigung, indem sie zwischen beiden Seiten dolmetschen.
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