Sterben im Mittelmeer

„Lebensrettung ist kein Verbrechen, sondern Christenpflicht. Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt.“  Pastorin Sandra Bils, Kirchentag Dortmund 2019 – #wirschickeneinschiff

Geschichten statt Schokolade

Pastorin Dietlind Jochims

Willkommen zum Seenotrettungs-Adventskalender! Bis Weihnachten möchte er Sie begleiten, nachdenklich machen und ermutigen mit Geschichten um das Thema Flucht und Seenotrettung. Jedes der 24 Kalendertürchen öffnet eine Geschichte. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven von Überlebenden, Kirchenmenschen, Seenotrettern oder Unterstützenden.

Samson, Bernd, Yusra oder Sharif — die meisten Menschen aus den Adventskalendergeschichten leben mit uns in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Sie berichten sehr persönlich: Von ihrer Flucht, ihrer Hoffnung und ihrer Angst, von schwierigen Entscheidungen, Lebenswillen und besonderen Begegnungen. Manche der Geschichten haben ein Happy End, andere ringen um Worte und Verstehen. Einige lassen uns als Leser*innen traurig und wütend zurück.

Mehr zum Kalender und von der Stellungnahme von Dietlind Jochims finden sich hier.

 

Immer noch ertrinken Menschen im Mittelmeer– und wenn sie von privaten Seenotretter*innen davor bewahrt werden, wiederholt sich das gleiche unwürdige Schauspiel: Die Schiffe kreuzen wochenlang auf dem Meer, bis die EU-Staaten sich zu einer Lösung durchringen. Es muss endlich eine europäische Initiative zur Rettung & Aufnahme von Flüchtlingen geben!

Wir unterstützen die aktuelle Kampagne von Pro Asyl:

https://www.proasyl.de/…/was-unternommen-werden-muss-um-da…/

 

Carola Rackete ist frei, aber noch ist nichts gewonnen. Das Sterben und die Kriminalisierung im Mittelmeer gehen unvermindert weiter. Das internationale Bündnis SEEBRÜCKE geht daher am Samstag in vielen Städten auf die Straße und zeigt, dass wir das aktive Sterbenlassen niemals akzeptieren!

 

#NotstandDerMenschlichkeit
#DayOrange
#Seebrücke

 

Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind Aktionen angekündigt:

 

 

Greifswald Rathhaus 14:00 Uhr
Parchim Stadthalle 14:20 Uhr
Rostock Gertrudenplatz 17:00 Uhr
Schwerin Pfaffenteich 14:00 Uhr
Wismar Am Marktplatz 10:00 Uhr

Schafft sichere Häfen. Startet möglichst selbst noch Aktionen.
Mehr Infos hier.

 

 

 

 

Auch der Flüchtlingsrat
Mecklenburg-Vorpommern ist dabei.
Wir können das Sterben im Mittelmeer und die katastrophale Lage in den Lagern in Libyen nicht ertragen.
Wir begrüßen das breite zivilgesellschaftliche Engagement.

Foto: Gerd Altmann | Pixabay

 

03.04.2019

Pressemitteilung von Pro Asyl

Offener Brief mit drei konkreten Forderungen aus der Zivilgesellschaft

Angesichts des Sterbens auf dem Mittelmeer und der katastrophalen Lage in Libyen wenden sich mehr als 250 zivilgesellschaftliche Organisationen in einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin. PRO ASYL, Ärzte ohne Grenzen (MSF), Amnesty International, Sea-Watch, SOS Mediterranee, Seebrücke, Diakonie, Caritas, der Paritätische, Brot für die Welt, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die vielen weiteren unterzeichnenden Organisationen kritisieren: »Wir sind erschüttert angesichts der gegenwärtigen europäischen Politik, die immer stärker auf Abschottung und Abschreckung setzt – und dabei tausendfaches Sterben billigend in Kauf nimmt. Die Pflicht zur Seenotrettung ist Völkerrecht und das Recht auf Leben nicht verhandelbar.«

Eine völkerrechtsbasierte Seenotrettung auf dem Mittelmeer muss sichergestellt werden. Die EU hat sich verpflichtet, Schutzsuchenden Zugang zu einem fairen Asylverfahren zu gewähren. Es ist ein Skandal, dass zivile Helfer*innen kriminalisiert werden, die der unterlassenen Hilfeleistung der europäischen Staaten nicht weiter zusehen wollen.

Das Bündnis, darunter Flüchtlings- und Menschenrechtsorganisationen, Seenotrettungsorganisationen, Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Gewerkschaften und Jugendverbände, fordert eine Neuausrichtung der deutschen und europäischen Politik:

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