Pressemitteilung, Flüchtlingsrat M-V e.V., 02.09.2013

Zur Lage von Flüchtlingen in Mecklenburg-Vorpommern aus Sicht des Landesflüchtlingsrates MV e. V.

Menschenwürdige Aufnahme und Integration statt Ausgrenzung und Stigmatisierung
Angesichts vermehrter rassistischer Proteste auch in unserem Bundesland warnt der Flüchtlingsrat MV vor ei-ner rassistisch aufgeladenen Debatte auf dem Rücken von Schutzsuchenden. „Das Problem sind nicht die Flücht-linge, die Probleme heißen Rassismus, Stigmatisierung und Ausgrenzung “, so Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende des Flüchtlingsrats MV e.V.. „Zugleich ist aber auch das Engagement für die Flüchtlinge vor Ort gestiegen. Das gilt es ebenso zu beachten. Das freut uns selbstverständlich.“

Angesichts der Debatten um Asylbewerberunterkünfte fordert der Flüchtlingsrat MV e.V., Flüchtlingen endlich die ausgrenzende und stigmatisierende Unterbringung in Sammelunterkünften zu ersparen. Die staatliche Aus-grenzung durch gesonderte Unterbringung, Arbeitsverbote, Residenzpflicht usw. verhindert die Integration von Schutzsuchenden und leistet rassistischen Vorurteilen Vorschub. Der Flüchtlingsrat erwartet neben fairen und zügigen Asylverfahren ein Integrationskonzept für Flüchtlinge, das die Unterbringung in Wohnungen, den Zu-gang zu Deutsch- und Integrationskursen vorsieht.
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