Aktuell

Wir beraten derzeit nur nach Terminvereinbarung und nur Geimpfte, Genesene und Gestestete. Wir bitten um das Mitbringen eines entsprechenden Zertifikats.

Pressemitteilung

20.11.2021

Die gestrige Mitgliederversammlung des Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat einstimmig den Vorstand neu gewählt. Wiedergewählt wurden die Diplompädagogin Ulrike Seemann-Katz als Vorsitzende, die Flüchtlingsberaterin Katharina Herold, die Geschäftsführerin der KISS e.V. Sabine Klemm, der Rechtsanwalt Christian Wöhlke. Neu dazugekommen ist die Lehrerin Susann Kamprad. Das ehemalige Vorstandsmitglied Roland Schrul trat nicht wieder an. Die Mitgliederversammlung dankte ihm für seine langjährige Arbeit.


weiter lesen…

Zum Bericht der Ostsee-Zeitung vom 19.11.2021 über die Zustände in der Gemeinschaftsunterkunft in Greifswald erklärt der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V.:

Die menschunwürdigen Zustände sind erschütternd, sind aber immer wieder vergleichbar in vielen Unterkünften in Mecklenburg-Vorpommern und sogar bundesweit anzutreffen. Mal sind es Bettwanzen, die sich ausbreiten, mal ist es Wasser, dass auf dem Fußboden von Sanitäreinrichtungen steht, und wegen Bodenunebenheiten nicht abfließen kann, mal sind es geplatzt, e Heizungsrohre, die für Schimmelbildung sorgen, mal fehlen Schranktüren usw.

Es gibt viele, vor allem strukturelle Ursachen für diese Schäden: Materialermüdung, weil das billigste beschafft wird, Vandalismus, fehlende Instandhaltung, unklare Zuständigkeiten. Wer kommt für den Schaden auf: Kommune oder Vermieter oder Betreiber? Nur schnelle Reparaturen anfangs kleiner Schäden werden aber künftig keine weiteren Schäden nach sich ziehen. Dort wo dieser Grundsatz verstanden ist, wo bei Schäden schnelle Abhilfe geleistet wird, halten sich einerseits die Folgekosten in Grenzen, andererseits bleibt der Ruf der Einrichtung und der Kommune gewahrt.


weiter lesen…

Pressemitteilung

09.11.2021

Koalitionsvereinbarung teils enttäuschend – Kritische Begleitung notwendig

Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat die gestern vorgelegte Koalitionsvereinbarung inhaltlich auf Flucht- und Migrationsthemen geprüft und erklärt:

Diese Koalitionsvereinbarung setzt in der Flüchtlingspolitik andere Vorzeichen. Es ist nicht mehr vorrangig von Identitätstäuschung und Straftaten sowie Durchsetzung der Abschiebung die Rede wie im rotschwarzen Koalitionsvertrag der vorhergehenden Legislaturperiode. Die Koalitionspartner betrachten Interkulturelle Öffnung als wesentlichen Baustein. Im Wesentlichen sind die meisten Punkte jedoch vage Absichtserklärungen, deren Umsetzung wir konstruktiv und kritisch begleiten werden.

Besonders enttäuschend ist aber, dass es im ganzen Vertrag keinen einzigen Hinweis auf eine Verbesserung der Unterbringungssituation Asylsuchender gibt, die noch vor der Wahl durch ein Papier von 33 Organisationen und Institutionen gefordert wurde und deren Umsetzung die Linke versprach und die SPD prüfen wollte. Hier ist das Land allein zuständig!


weiter lesen…

Zur Situation an der polnischen Grenze in Mecklenburg-Vorpommern | eine Gastkolumne im Blitz vom 31.10.2021

Nachdem es im vergangenen Jahr recht still um das Thema Migration und Flucht war, lesen wir jetzt wieder Berichte über steigende Flüchtlingszahlen. Da heißt es „Schon 100.000 Asylanträge in 2021“ oder über die Belarus-Polen-Route „Erneut illegale Grenzübertritte“. Im Rahmen der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan erschallte vor allem der Satz „2015 darf sich nicht wiederholen“ in unterschiedlichsten Variationen aus Politik, Behörden und Medien.

Hinter allen diesen Zitaten steht ein gemeinsames Ziel: die Flüchtlingsabwehr. Aber die Flüchtlingszahlen steigen in 2021 nur deswegen, weil die Welt-Corona-Lage im vergangenen Jahr viele Verkehrsverbindungen gekappt hatte. Nur langsam erreichen wir wieder das Niveau von 2019. Von den Zahlen aus 2015 sind wir weit entfernt.


weiter lesen…

Pressemitteilung/Presseeinladung

Flüchtlingsrat MV/Faire Integration

Die Aktion in Neubrandenburg

 

Am 27. und 28. Oktober 2021 fanden in Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen der bundesweiten Aktionstage, die seit Anfang September 2021 umgesetzt werden, die Aktionen bei Amazon statt. Mit bundesweiten Aktionstagen haben die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), der DGB sowie mehrere Beschäftigten-Beratungsnetzwerke unter dem Hashtag #ausgeliefert auf die prekären Arbeitsbedingungen von Zustellerinnen und Zustellern bei Amazon aufmerksam gemacht.

An den Aktionstagen In Mecklenburg-Vorpommern vom 27. bis 28. Oktober beteiligten sich das Projekt „Faire Integration“ des Flüchtlingsrates M-V e.V., das Projekt „CORRECT!“ des Vereins „Arbeit und Leben“ M-V e.V. sowie die vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Am Mittwoch, 27.10.2021 hat es den ersten Aktionstag in Neubrandenburg gegeben. Der zweite Aktionstag fand am Donnerstag, 28.10.2021 in Rostock statt.


weiter lesen…

Das Seminar am 20.01. ist bereits ausgebucht. Es gibt einen zweiten Termin: 27.01.2022; Anmeldung bis zum 25.02.2022 unter hp@fluechtlingsrat-mv.de.

Wir laden herzlich ein:

Online-Seminar „Arbeitsmigration und Fachkräfteeinwanderung“
Do., 20.01.2022
10:00 – 12:30 Uhr

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz schafft laut Bundesministerium des Innern den Rahmen für eine gezielte und gesteigerte Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften aus Nicht-EU-Ländern. Ziel ist, dass diejenigen Fachkräfte nach Deutschland kommen können, die die Unternehmen vor dem Hintergrund des großen Personalbedarfs und leerer Bewerbermärkte dringend benötigen.

Seminar informiert u.a. über die Zielgruppen, die Voraussetzungen der Visaerteilung, über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Arbeitszuwanderung, über Herkunftsländer, „Spurwechsel“ für Asylsuchende, Aus- und Wiedereinreise.

Das Seminar ist kostenlos.

Anmeldungen bis zum 17.01.2022 bei hp[at]fluechtlingsrat-mv.de.

Angemeldete erhalten den Link zum Seminarraum. Wir verwenden Zoom als Plattform.

Stellenausschreibung

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine:n

Dipl. Pädagoge/in oder Sozialpädagoge/in (35 Stunden oder 20 Stunden) m/d/w

für Migrationsberatung mit Schwerpunkt Flüchtlinge

Zur Stellenausschreibung: Link

Stellenausschreibung

Der Flüchtlingsrat schreibt zum nächstmöglichen Zeitpunkt vorbehaltlich einer Projektbewilligung eine Projektstelle aus:

Dipl. Pädagoge/in oder Sozialpädagoge/in (35 Stunden oder 20 Stunden) m/w/d

für Migrationsberatung mit Schwerpunkt Flüchtlinge

Wir erwarten:

  • Möglichst Sozialpädagogisches Studium oder gleichwertigen Abschluss
  • Erfahrungen in der Beratungsarbeit
  • Fundierte Kenntnisse in für Migrantinnen und Migranten relevanten Rechtsbereichen wie dem Asylverfahrens-, dem Aufenthalts- und Sozialrecht
  • EDV- und Internetkenntnisse
  • Gerne Fremdsprachenkenntnisse in den relevanten Fremdsprachen der Zielgruppe, insbesondere wünschenswert sind Persisch (Dari/Farsi), Arabisch oder Russisch
  • Kompetenz in der professionellen Arbeit mit Menschen in multiplen Problemlagen
  • Hohe Kommunikationsfähigkeit, besonders mit Menschen nicht-deutscher Muttersprache
  • Bereitschaft zu landesweiten Fahrten
  • Identifikation mit den Zielen des Flüchtlingsrates MV e.V.

Wir bieten:

  • Mitarbeit in einem kleinen, engagierten Team
  • Regelmäßige Fortbildungen
  • Entlohnung in Anlehnung an TVöD

Bewerbungen bitte bis zum 20. Januar 2022 ausschließlich per Email an naf[at]fluechtlingsrat-mv.de.

Nachfragen: 0172 – 32 44 842.

Die Stelle ist befristet. Eine Weiterbeschäftigung nach Ablauf der Befristung ist beabsichtigt.

Datenschutzhinweis:

Der Flüchtlingsrat M-V e.V. erhebt und verarbeitet die personenbezogenen Daten von Bewerber:innen zum Zwecke der Abwicklung des Bewerbungsverfahrens. Schließt der Flüchtlingsrat M-V e.V. einen Anstellungsvertrag mit einer/einem Bewerber:in, werden die übermittelten Daten zum Zwecke der Abwicklung des Beschäftigungsverhältnisses unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften gespeichert. Wird kein Anstellungsvertrag mit der/dem Bewerber:in geschlossen, so werden die Bewerbungsunterlagen spätestens sechs Wochen nach Bekanntgabe der Absageentscheidung gelöscht, sofern einer Löschung keine sonstigen berechtigten Interessen des Flüchtlingsrats oder der Bewerber:innen entgegenstehen.