Aktuell

Geflüchtete in Heimunterbringung gehören wie die Betreuer:innen in den Unterkünften zur Priorität 2.
Sie werden aber noch nicht überall in M-V geimpft. Da, wo die Impfungen begonnen haben, fehlt es häufig an Information. Deswegen informieren wir hier:
  •  Aufklärungsmerkblatt zur COVID-19-Impfung mit mRNA-Impfstoff (Comirnaty® von BioNTech/Pfizer und Moderna® von Moderna) – mehrsprachig: Dieser Aufklärungsbogen inkl. Einwilligungserklärung wurde vom Deutschen Grünen Kreuz e.V., Marburg, in Kooperation mit dem Robert Koch-Institut, Berlin, erstellt. Es werden 19 Sprachen vorgehalten. Das Blatt wird laufend aktualisiert: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/COVID-19-Aufklaerungsbogen-Tab.html

 

  • Aufklärungsmerkblatt zur COVID-19-Impfung mit Vektor-Impfstoff (AstraZeneca®) – mehrsprachig: Dieses Aufklärungsmerkblatt und der Anamnese- und Einwilligungsbogen wurden vom Deutschen Grünen Kreuz e.V., Marburg, in Kooperation mit dem Robert Koch-Institut, Berlin, erstellt und sind urheberrechtlich geschützt. Sie dürfen ausschließlich im Rahmen ihrer Zwecke für eine nicht-kommerzielle Nutzung vervielfältigt und weitergegeben werden. Jegliche Bearbeitung oder Veränderung ist unzulässig. Es werden 19 Sprachen vorgehalten. Das Blatt wird laufend aktualisiert:  https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/COVID-19-Vektorimpfstoff-Tab.html

Beide Materialien liegen auch in einfacher Sprache (Deutsch) vor.

 

Familie darf bleiben

Die SVZ berichtete am 23. März 2021, 13:33 Uhr (Anja Bölck):

Bad Kleinen | Jippie ja jeh! Es ist vorbei. Das Bangen hat ein Ende. Wir dürfen bleiben! Wie die Kinder hüpfen Marianna, Dmytro und Daria durch ihre winzige Wohnung. Freudentränen in den Augen. Gerade eben hat das Handy geklingelt. Am anderen Ende der Leitung war die SVZ. „Wir haben eben eine Mail aus dem Innenministerium erhalten“, so die Redakteurin. „Darin steht, dass das Ministerium dem Ersuchen der Härtefallkommission stattgegeben und die Erteilung eines Aufenthaltstitels angeordnet hat. Das bedeutet, ihre Familie wird nicht abgeschoben.“

Der ganze Artikel: Familie-Rakhaiev-aus-Bad-Kleinen-kann-in-Deutschland-bleiben-id31696332.html

Unser Kommentar:

Es ist falsch, dass

  • die Familie ein Härtefallverfahren beantragen musste. Aus unserer Sicht ist der Titel wegen guter Integration (nach dem Abschnitt 5 AufenthG) zu erteilen gewesen. Für diesen Abschnitt gibt es keine richtigen Visa!
  • es landesweit viele weitere dieser Fälle gibt, die trotz guter Integration ausreisen sollen.

Wir fordern das Innnenministerium auf, diesbezüglich klarstellende Anwendungshinweise für die Erteilung der §§ 25a und 25 b AufenthG zu erlassen.

„Ohne Pass bist du nichts – Menschen ohne Pass, ohne Identität. Ihre Kinder dürfen zwar zur Schule gehen, aber arbeiten dürfen sie nur mit besonderer Erlaubnis. … Es gibt keinen Führerschein für sie, keine standesamtliche Heirat, keine Geburtsurkunde, keinen Vertrag, keinen Sprachkurs.“

aus der Reihe „die story“ | WDR Fernsehen, 26.11.2012

Das Seminar am 12.04.2021 ist ausgebucht.

Wir laden deswegen herzlich zu folgendem Ausweichtermin ein, an dem noch einige Plätze verfügbar sind.

Online – Seminar „Identität und Pass“

am Do., 15.04.2021

10:00 bis 15:00 Uhr

 

Inhalte:

Der Druck auf Asylsuchende, Geduldete und Schutzberechtigte einen (Reise-)Pass oder sonstige Identitätsnachweise zu beschaffen, nimmt stetig zu. Ob Beschäftigungserlaubnis, Ausstellung einer Ausbildungsduldung oder Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis oder gar im Einbürgerungsverfahren, die Mitwirkung bei der Passbeschaffung ist nahezu fast immer Voraussetzung. Aufenthalt und Teilhabe werden zunehmend von der Identitätsklärung bestimmt. Die Frage nach der Passbeschaffung wird in der Beratungspraxis zur immer zentraleren Frage. Das Seminar behandelt:

  • Begriffe „Identität“ und „Pass“
  • Rechtliche Grundlagen: Die Passpflicht gilt immer …
  • Papiere, Papiere: wie kann ich meine Identität nachweisen?
  • Passlosigkeit
  • Staatenlosigkeit
  • Duldung von Personen mit ungeklärter Identität
  • Möglichkeiten der Ausländerbehörde zur Identitätsfeststellung und -sicherung und die entsprechenden Mitwirkungspflichten des Ausländers: Was ist zumutbar?
  • Übersicht zu Gerichtsentscheidungen
  • Mitwirkungspflichten des Ausländers und Handlungsmöglichkeiten der Ausländerbehörde bei der Passbeschaffung
  • Passbeschaffung und Botschaften ausgewählter Herkunftsstaaten
  • Sanktionsmöglichkeiten im Falle von Verstößen gegen die Pass- und Mitwirkungspflichten

Nicht zuletzt freuen wir uns auf einen regen Austausch untereinander.

Anmeldung bis 09.04.2021 bei mailto:hp[at]fluechtlingsrat-mv.de

 

Die drohende Klimakatastrophe, die Covid-19-Pandemie und die Folgen von Krieg, Terror und Verfolgung sind nationalstaatlich nicht zu lösen

PRO ASYL dankt für die Einladung von Fridays for Future heute bei der Kundgebung im Rahmen des Globalen Klimastreiks in Köln sprechen zu dürfen.

In einigen Regionen befeuern die Folgen des Klimawandels bestehende Konflikte. Wasserknappheit und Kampf um Ressourcen verschärfen Verfolgung, Gewalt, Krieg und Flucht. „Die drohende Klimakatastrophe, die Covid-19-Pandemie und die Folgen von Krieg, Terror und Verfolgung sind nationalstaatlich nicht zu lösen“, so PRO ASYL-Geschäftsführer Günter Burkhardt.


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Pressemitteilung

Schwerin, 15.03.2021

Mit IQ ausländische Fachkräfte einstellen

 

  • Das Regionale-Fachkräftenetzwerk / Arbeitgeber-Hotline lädt am 23.03.2021 in der Zeit von 13:00 – 14:30 Uhr Unternehmen und Interessierte zur virtuellen Sprechstunde ein 
  • Nach einem kleinen fachlichen Input können Fragen gestellt und sich ausgetauscht werden

 

Viele Unternehmen suchen trotz Corona-Pandemie händeringend neue Mitarbeitende. Bei der Einstellung von internationalen Fachkräften gibt es oft Fragen zum Thema Sprache am Arbeitsplatz, Zugänge zum Arbeitsmarkt und Einstellungsvoraussetzungen.

Am 23.03.2021 gibt es im Rahmen einer virtuellen Sprechstunde einen kleinen Input zum Thema Sprache im Betrieb und internationale Fachkräfte aus dem Regionalen Fachkräftenetzwerk. Im Anschluss haben Teilnehmende die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich über ihre Erfahrungen vor Ort mit anderen Teilnehmenden auszutauschen.


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Am 15. März 2021 jährt sich zum zehnten Mal der Beginn der Aufstände in Syrien gegen Machthaber Bashar al-Assad. Was mit dem Wunsch nach mehr Freiheit und Demokratie begann, ist zu einem der verheerendsten Kriege der jüngsten Zeit geworden.

Mit einem gemeinsamen Aufruf zum Jahrestag protestieren PRO ASYL, medico international, Sea Watch, Adopt a Revolution, die Landesflüchtlingsräte und weitere Organisationen gegen die Pläne des Bundesinnenministeriums und einiger Innenminister der Union, wieder nach Syrien abzuschieben.
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Wir laden ein zu einem Online-Seminar

am 22.04.2021
von 10:00 – 15:00 Uhr (mit Pausen).

Das Seminar richtet sich an Menschen, die in ihrer haupt- oder ehrenamtlichen Arbeit Migrant*innen und Geflüchtete betreuen, beraten oder begleiten, an Mitarbeitende von Jugend- oder Sozialämtern, an Ausländerbehörden, Integrationsbeauftragte, an Menschen, die politisch tätig sind, sowie an alle Interessierten. Das Seminar ist kostenlos.

Vorkenntnissse sind nicht notwendig. Es handelt sich um eine Einführung. Im Mittelpunkt stehen Informationen und Austausch zum Thema „Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt“.
Das Seminar gibt u. a. Antworten auf Fragen wie:

  • Welche Behörde ist wann zuständig?
  • Welche Aufenthalte haben welche Papiere und welche Rechte?
  • Wer darf mit welchem Status ab wann arbeiten?
  • Gibt es Förderung?
  • Gibt es Bleibeperspektiven durch Arbeitsmarktintegration?
  • Wo finde ich welche Hilfen?

Gerne besprechen wir im Seminar auch konkrete Fälle aus Eurer/Ihrer Praxis. Dazu schickt/schicken Sie uns bitte mit Ihrer Anmeldung eine kurze Schilderung der Problemlage.

Anmeldung bitte bis 14.04.2021 unter hp@fluechtlingsrat-mv.de. Angemeldete erhalten den Zugangslink.

 

Der Flüchtlingsrat schreibt zum 01. 04. 2021 oder zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Projektstelle aus:

1 Mitarbeiter*in, w/m/d, (40 Stunden bzw. Vollzeit)

mit projektleitenden Aufgaben

 

für das Beratungsprojekt „Faire Integration für Geflüchtete“ im IQ-Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern.

Zu den Aufgaben zählen einerseits die Unterstützung bei der Klärung individueller Fragen zu ausstehendem Lohn, nicht gewährten Arbeitsrechten usw., andererseits sollen allgemeine Informationsangebote zu den Mindeststandards auf dem Arbeitsmarkt und zum deutschen Arbeitsrecht, zu Beratungsstrukturen in Deutschland, zu Qualifizierungs- und Integrationswegen angeboten werden.

Die Stelle ist bis zum 31.12.2022 befristet. Wir bemühen uns um Verlängerung bzw. bieten ggf. einen Arbeitsplatz in einem anderen Projekt des Vereins.


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Am 19.02. veröffentlichte die Schweriner Volkszeitung auf Seite 3 folgenden Artikel:

Ulrike Seemann-Katz im Gespräch über gut integrierte Ukrainer, Abschiebung in Corona-Zeiten und sture Ausländerbehörde

 

„… Ausländerrecht [ist] selbst ein rassistisches Konstrukt, das die Menschen in „Wir und die anderen“ einteilt, unterschiedlichen Status und in der Folge unterschiedliche soziale Rechte erteilt, unter polizeilichen Gesichtspunkten immer wieder den Missbrauch unterstellt.

Das ist historisch gewachsen. Ausländerrecht ist kein Sozialrecht, sondern Polizeirecht und kann deswegen nach Auffassung vieler Behördenmitarbeiter nicht der Integration dienen. Das ist ein Konstruktionsfehler.“

Download des  gesamten Artikels

Wir sagen ihre Namen

Am 19. Februar 2021 jährt sich zum ersten Mal der furchtbare Anschlag von Hanau.

Wir trauern und erinnern uns an Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin.

Wir werden Sie nicht vergessen. Wir sagen ihren Namen, damit wir sie nicht vergessen.