Flüchtlinge/ Geflüchtete / Refugees

… suchen Schutz vor Folter, Verfolgung und Hunger, ausgelöst durch politische, religiöse oder kulturelle Spannungen, Krieg und Armut im eigenen Land. Weltweit sind laut UNHCR 2016 rund 65 Millionen Menschen auf der Flucht gewesen, inklusive der Binnenflüchtlinge, die innerhalb ihres Landes fliehen. Die Anzahl von Krisenre­gionen auf der Welt ist hoch.

Auf den schnellen Anstieg der Zahl der Asylsuchenden in Deutschland reagiert die Bundesregierung mit den schärfsten Gesetzesänderungen seit 20 Jahren – weitere sind noch zu erwarten. Alles, was in den letzten Jahrzehnten erfolgreich durch die Arbeit von Flüchtlingsinitiativen geändert und vermieden werden konnte, ist wieder Realität: Residenzpflicht, Sach- statt Geldleistungen sowie härtere Abschiebungsregelungen. Besonders betroffen sind Geduldete und Menschen aus den so genannten sicheren Herkunftsländern.

Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V. setzt sich ein für

  • faire Asylverfahren
  • Zugang zu Arbeits-, Bildungs-, Ausbildungsmöglichkeiten für Flüchtlinge menschenwürdigen Wohnraum außerhalb von Heimen und uneingeschränkte medizinische Versorgung
  • ist gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus jeglicher Art

Der Flüchtlingsrat MV ist Mitglied bei PRO ASYL und bundesweit mit anderen Flüchtlingsinitiativen und Organisationen verbunden.

Aufgaben

  • Wir beraten Asylsuchende, geduldete und anerkannte Flüchtlinge sowie Bürgerkriegsflücht­linge, haupt- und ehrenamtlich tätige Personen, Vereine und Initiativen, die in der Flüchtlingsarbeit tätig sind.
  • Wir organisieren Weiterbildungen, Aktionen rund um das Thema Flucht und Asyl
  • Wir vermitteln Hilfe und Begleitung für Flüchtlinge zu Ärzten, Beratungsstellen, Rechtsanwälten usw.
  • Wir koordinieren und fördern die Vernetzung der Flüchtlingsarbeit in MV.

Unsere Satzung finden Sie hier

Flüchtling – Geflüchtete – Refugees – Asylsuchende

Der Flüchtlingsrat heißt „Flüchtlings“-rat, weil die Organisation schon sehr alt ist. Seit einigen Jahren gibt es die Debatte, dass das Wort „Flüchtling“ in der deutschen Sprache einen negativen Klang hat. Viele politisch aktive Geflüchtete möchten das Wort nicht benutzen. Es klingt passiv und teilnahmslos. In vielen Texten dieser Webseite sprechen wir deswegen von Geflüchteten bzw. Refugees.

Wir benutzen NIEMALS das Wort „Asylant“. Es wird meist von rechten und Neonazis verwendet. Seit den 1990er Jahren hat es eine sehr abwertende Bedeutung.

Wir denken auch, dass Menschen sich nicht um Asyl „bewerben“ sollten („Asylbewerber“). Sie kommen ihrem Grundrecht auf Asyl nach und stellen einen entsprechenden Antrag. Wir sprechen deswegen von „Asylsuchenden“.