Heute haben wir folgende Pressemitteilung veröffentlicht.

Zu tumultartigen Szenen kam es am Dienstag Vormittag vorm Migrationsamt in Rostock. Nachdem das Amt über mehrere Wochen lediglich einen Tag in der Woche geöffnet hatte, war es auch heute für Flüchtlinge und Migranten möglich am Dienstag Anträge zu stellen. Dies führte zu einem großen Menschenandrang, Tumult und letztlich zu einem Polizeieinsatz.

„Was da am Vormittag in Rostock geschah, ist symptomatisch für viele Migrationsämter und Ausländerbehörden im Land. Wenige Öffnungszeiten und großer Andrang, zudem intransparente und komplizierte Verwaltungsabläufe führen zu langen Schlangen und noch längeren Wartezeiten für viele Flüchtlinge und deren ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleiter“, konstatiert Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende des Flüchtlingsrats.

Die Organisation fordert eine Vereinfachung der Verwaltungsabläufe, mehr Transparenz und eine bessere personelle Ausstattung der Behörden. „Hier ist viel Luft nach oben. Zum Teil wird den Menschen ihre Situation nicht adäquat erklärt, in vielen Fällen werden Dinge komplizierter gemacht, als es nötig ist. Dadurch steigen Bearbeitungszeiten und gleichzeitig werden die Schlangen vor den Ämtern länger“, erklärt Seemann-Katz.