Gemeinschaftsunterkunft

Gemeinschaftsunterkünfte in MV – zur Vergrößerung anklicken (Grafik: Katharina Neumann)

In Nostorf/Horst, 8 km von Boizenburg entfernt, befindet sich die Landesgemeinschaftsunterkunft und die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Trägerschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern (offizielle website). Nach welchen Richtlinien diese betrieben wird, ist der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Landtagsfraktion der GRÜNEN vom 26. März 2012 zu entnehmen: Drucksache 6/428

Die übrigen Gemeinschaftsunterkünfte befinden sich im Auftrag des Landes in kommunaler Trägerschaft. Ausführliche Auskünfte zu den Gemeinschaftsunterkünften, u.a. die durchschnittliche Belegung, Anschrift und Betriebsdauer, finden sich in der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Landtagsfraktion DIE LINKE vom 27. Okt. 2011: Drucksache 6/46

Im August 2012 wurde eine weitere Gemeinschaftsunterkunft in Wolgast eröffnet.

Am Freitag, dem 16. März 2012 um 17 Uhr wurden im Foyer der Beruflichen Schule Neustrelitz, Hittenkofer-Str. 28 unter dem Motto „Demokratie informiert – Thema Asyl“ sachbezogene Informationen zur Aufklärung der Bevölkerung über das Thema Asyl in Deutschland und die tatsächliche Situation in Neustrelitz gegeben.

In Neustrelitz wurden in den vergangenen Wochen Flugblätter der NPD mit rechtsextremen und unwahren Inhalten zur Thematik Asyl und Asylbewerberheim verteilt. Die NPD plante darüber hinaus unter dem Motto „Kein Asylheim in Neustrelitz“ ganztägige Aktionen in der Stadt.

Mehr Infos in der Einladung von Netzwerk für Demokratie und Toleranz, Netzwerk Anstoß – Soziale Nachhaltigkeit in Neustrelitz und Kunsthaus Neustrelitz e. V.: Demokratie informiert

Der Nordkurier kündigte die Veranstaltung an (Nordkurier 14.3.12) und berichtete anschließend darüber (Nordkurier 17.3.12).

In einem zweiseitigen Artikel der sonntaz vom 11./12. Feb. 2012 schildert Emilia Swechowski das Schicksal der achtjährigen Mariam, die in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Parchim lebt. Seit ihrer Geburt hat sie mit ihrer Mutter nie woanders gelebt als in Flüchtlingsheimen. Warum darf Mariam Blal nicht in eine Wohnung ziehen?
Der ganze Artikel dankenswerter Weise von der Autorin zur Verfügung gestellt: Das Wartezimmer

Als Reaktion auf den Artikel in der sonntaz will die Landesregierung Mariam und Ihrer Mutter nun eine Wohnung organisieren: Eine Wohnung für Mariam

Im gemeinsamen Sonderheft der Flüchtlingsräte „AusgeLAGERt – Zur Unterbringung von Flüchtlingen in Deutschland“ (März 2011) wird die z.T. unmenschliche Unterbringungssituation von Asylsuchenden in Deutschland kritisiert: Human Place 1.11

Presseerklärung #2 02.02.2012

Flüchtlingsrat begrüßt Ankündigung der Schließung der Gemeinschaftsunterkunft

Dazu erklärt Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende des Flüchtlingsrates:

„Wir freuen uns, dass Innenminister Caffier die Schließung des letzten außerhalb einer Stadt gelegenen Asylberwerberheimes in Mecklenburg-Vorpommern zum 30. 06. 2013 angekündigt hat.
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Medienspiegel Jürgenstorf

Pressemitteilung der Kampagne „Stop It“ zu der von Ihr organisierten Kundgebung für die Schließung des Jürgenstorfer Flüchtlingsheims vor dem Schweriner Schloss am 2. Feb. 2012: Stop it 3.2.2012

Das letzte abgelegene Asylbewerberheim in Mecklenburg-Vorpommern wird zum 30. Juni 2013 geschlossen. Dies gab Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Donnerstag im Landtag in Schwerin bekannt: NDR 1 Radio MV 2.2.2012

Flüchtlingsheim macht im Juni 2013 dicht. Sanierungskosten von 900 000 Euro sind selbst Innenminister Lorenz Caffier zu viel: Nordkurier 2.2.2012

Letztes abgelegenes Asylbewerberheim schließt 2013: Ostsee-Zeitung online 2.2.2012

Videobeitrag zur Kundgebung am 2. Feb. 2012 vor dem Schweriner Schloss: Video 2.2.2012

Landesparlament stimmt über Asylbewerberheim ab. Jürgenstorf spielt sicherlich nicht oft eine Rolle im Schweriner Landtag: Nordkurier 1.2.2012

Auf webmoritz.de, dem studentischen Onlineportal der Universität Greifswald, wurde am 18. Dez. 2011 ein ausführlicher Bericht zur Situation im Jürgenstorfer Heim veröffentlicht: Sicher, aber doch nicht frei

Die dpa greift unseren Offenen Brief vom 8. Dez. 2011 zur Schließung des Heimes in einer Meldung auf: dpa 8.12.2001

Das Netzwerk der Migrantenorganisationen in MV, MIGRANET–MV, fordert am 14. Nov. 2011 die sofortige Schließung des Heims in Jürgenstorf und die Umverteilung der Bewohner/innen auf größere Kommunen: Migranet MV 14.11.2011

In einer Pressemitteilung vom 12. Oktober 2011 des migrationspolitischen Sprechers der Linksfraktion im Landtag von MV, Dr. Hikmat Al-Sabty, macht dieser auf die unhaltbaren Zustände in Jürgenstorfer Heim aufmerkam: Linksfraktion 12.10.2011

„Zwiegespräch im Flüchtlingslager Jürgenstorf“ berichtet über den Behördentermin am 7. Oktober 2011 aus Sicht der Kampagne „Rassismus bekämpfen, alle Lager abschaffen: Zwiegespräch

Der migrationspolitische Sprecher der Linksfraktion, Hikmat Al-Sabty, sowie der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Kreistag Mecklenburgische Seenplatte, Klaus Salewski, besuchten am 28. Sept. 2011 Jürgenstorf: Linksfraktion

NDR 1 Radio MV berichtet am 27. Sept. 2011, dass am 7. Okt. 2011 Vertreter des Innenministeriums das Heim besuchen werden: NDR

Eine Archiv von Presseberichten rund um die Gemeinschaftsunterkunft Jürgenstorf hier: Jürgenstorf-Archiv

Presseerklärung 02.02.2012

Dezentral unterbringen, umverteilen und Jürgenstorf schließen

Zur heutigen Behandlung des Antrages der Linken „Schließung der Gemeinschaftsunterkunft Jürgenstorf“ im Plenum des Landtages erklärt der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern:
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Die Flüchtlingsräte Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg haben die Landesregierung in Schwerin erneut aufgefordert, das umstrittene Flüchtlingslager in Nosdorf-Horst bei Boizenburg zu schließen.Die komplette Meldung von NDR Radio MV vom 16. Jan. 2012 hier: Schließung Nostorf-Horst

gu_juergenstorf_webSchwerin, 8. Dezember 2011 Heute veröffentlichte der Flüchtlingsrat MV e.V. einen Offenen Brief an den Innenminister Herrn Lorenz Caffier und den Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte Herrn Heiko Kärger in dem viele Vereine und Initiativen die schnellstmögliche Schließung der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Jürgenstorf bei Stavenhagen fordern.
Darunter sind u.a. das Kreisdiakonische Werk Greifswald/Ostvorpommern, MIGRANET MV e.V. – Netzwerk der Migrantenorganisationen in Mecklenburg-Vorpommern, Hinrich Kuessner, Landtagspräsident a.D. und die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin Region Vorpommern.

Dieser Brief wurde am 7. Dezember 2011 dem Innenminister und dem Landrat zugestellt und ist hier nachzulesen: Offener Brief Schließung GU Jürgenstorf

Auf der 4. Sitzung des Landtages von MV wurde am 17. Nov. 2011 der Antrag der Linken zur „Dezentralen Unterbringung von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern“ debattiert. Den Antrag finden Sie hier: Antrag Unterbringung.
Nach intensiver und zum Teil mit Tumulten durchzogener Debatte wurde der Antrag als auch die Bitte um Weiterbehandlung im Innenausschuss mit Stimmen der SPD, CDU und NPD abgelehnt. Die Äußerungen der NPD in der Debatte ermöglichen einen Blick auf die wahre Gesinnung dieser Abgeordneten.
Der Wortlaut der Debatte ist im Auszug aus dem Plenarprotokoll nachzulesen: TOP 29 Dezentrale Unterbringung

Der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat wiederholt seine Kritik an der gemeinschaftlichen Unter­bringung von Flüchtlingen geäußert und die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen in unserem Bundesland gefordert. Daher begrüßen wir den offenen Brief der Flüchtlinge in Jürgenstorf, in dem sie auf die dortigen Wohnverhältnisse aufmerksam machen … Stellungnahme Flüchtlingsrat GU Jürgenstorf

Das Psychosoziale Zentrum für Migranten in Vorpommern (PSZ) unterbreitet seit 7 Jahren ein regelmäßiges
wöchentliches Beratungsangebot für Flüchtlinge mit psychischen Problemen in der Gemeinschaftsunterkunft Jürgenstorf. Auf der Grundlage der Erfahrungen dieser Arbeit begrüßt das PSZ uneingeschränkt die Aktivitäten der Heimbewohner_innen und deren Engagement im Einsatz für die Verbesserung der eigenen Wohn- und Lebenssituation … Stellungnahme PSZ GU Jürgenstorf