Gemeinschaftsunterkunft

Eine Handreichung für Sozialarbeiter*innen und Betreuer*innen

Wer Geflüchtete in einer Sammelunterkunft betreut – ob haupt- oder ehrenamtlich – ist in der Regel immer wieder damit konfrontiert, dass die Polizei Menschen zur Abschiebung abholen will. Für Sozialarbeiter*innen und andere Menschen, deren Aufgabe die Unterstützung der Geflüchteten ist, stellt sich dann die Frage: Welche Handlungsoptionen haben sie? Welche Rechte? Welche Pflichten? Eine Handreichung des Berliner Flüchtlingsrats gibt dazu Auskunft.
Soziale Arbeit mit Geflüchteten steht oft im Spannungsfeld zwischen den Interessen der Geflüchteten und den Interessen des Staates. Sozialarbeiter*innen, aber auch ehrenamtliche Unterstützer*innen, stehen daher in Praxis vor Konflikten – etwa: Was tun, wenn die Polizei sie auffordert, an der Abschiebung einer von ihnen unterstützten Person mitzuwirken, indem sie deren Aufenthaltsort verrät?

 

Die Handreichung „Handlungsoptionen im Fall von Abschiebungen aus Sammelunterkünften“ gibt dazu sehr wichtige Auskünfte. So haben Sozialarbeiter*innen vor dem Hintergrund rechtlicher und berufsethischer Erwägungen nur sehr begrenzte Pflichten zur Kooperation mit der Polizei und vor allem Pflichten gegenüber den Ihnen anvertrauten Geflüchteten. Dasselbe gilt für Ehrenamtliche.


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Gemeinschaftsunterkünfte in MV

In Nostorf/Horst, 8 km von Boizenburg entfernt, befindet sich die Landesgemeinschaftsunterkunft und die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Trägerschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern (http://www.laiv-mv.de/land-mv/LAiV_prod/LAiV/amf/Aufgaben/Aufnahmeeinrichtung_/). Nach welchen Richtlinien diese betrieben wird, ist der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Landtagsfraktion der GRÜNEN vom 26. März 2012 zu entnehmen: Drucksache 6/428

Die übrigen Gemeinschaftsunterkünfte befinden sich im Auftrag des Landes in kommunaler Trägerschaft. Ausführliche Auskünfte zu den Gemeinschaftsunterkünften, u.a. die durchschnittliche Belegung, Anschrift und Betriebsdauer, finden sich in der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Landtagsfraktion DIE LINKE.

Die viel kritisierte Gemeinschaftsunterkunft in Jürgenstorf wurde Mitte 2013 geschlossen. Jürgenstorf ist ein sehr kleiner Ort. Zum Einkaufen, zu Behörden und Ärzten mussten Flüchtlinge immer weit fahren und waren auf den Bus angewiesen.

Die nächste geplante Unterkunft ist in Torgelow.

Neben den Gemeinschaftsunterkünften werden immer mehr Flüchtlinge dezentral in eigenen Wohnungen untergebracht, so in Grimmen, Tribsees, Schwerin, Bergen/Rügen u.a. Städten.

Human Places 3.12

Schwerpunkt: Asylbewerberleistungsgesetz und Krankenkassenkarte

  • Wer wird Abschiebeminister 2012?
    10. Konferenz von „Jugendliche ohne Grenzen“ vom 5. bis 7. Dezember in Warnemünde
  • Hindernislauf
    Erfahrungsbericht über die Begleitung von Flüchtlingen zu Ärzten
    und Ämtern
  • Das Bremer Modell –
    Gesundheitsversorgung für Flüchtlinge
    Krankenversicherungskarte für alle Flüchtlinge
  • Recht interessant? … recht interessant!!
    Die Arbeitshinweise zur zentralen/dezentralen Unterbringung von
    Ausländern in MV vom 11.06.2012 – eine kritische Betrachtung

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Der Flüchtlingsrat MV e.V. und Pro Asyl rufen dazu auf, an den Aktionen gegen den geplanten Fackelzug der NPD in Wolgast teilzunehmen.

Pressemitteilung

02. 11. 2012

Gemeinsamer Aufruf von Flüchtlingsrat MV und Pro Asyl zu Aktionen am 9. November in Wolgast

Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen, die in Deutschland Zuflucht vor Krieg, Gewalt, Verfolgung und Diskriminierung suchen, ein Recht auf angemessene und sichere Unterbringung haben.
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Keine Stimmungsmache gegen Flüchtlinge

28.9.2012 PRO ASYL warnt anlässlich des heutigen bundesweiten Tages des Flüchtling vor Stimmungsmache und fordert Aufnahme- und Integrationskonzept

Anlässlich des bundesweiten Tages des Flüchtlings fordert PRO ASYL ein Aufnahme- und Integrationskonzept für Flüchtlinge. In den letzten Jahren seien Aufnahmekapazitäten plan- und konzeptionslos abgebaut worden. Dies sei der Grund für die Unterbringungsprobleme von Flüchtlingen in einigen Regionen Deutschlands.
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„Unterbringung mitten im Leben“: Seit ein paar Wochen leben 24 Flüchtlinge in Wolgast. Die Stimmung vor Ort rückt nach rechts außen, doch die Kreisverwaltung bleibt bei der Entscheidung.
Der 10-minütige Beitrag des Polit-Magazins „Panorama 3“ vom 18. Sept. 2012, 21.15 Uhr hier zum Nachschauen: Panorama 3

Ein Reporterteam der ARD zieht für vier Wochen in ein Asylbewerberheim – irgendwo in Deutschland. Die Journalisten werden unter den gleichen Bedingungen leben wie die Asylbewerber. Sie wollen wissen: Was ist dran an dem Vorwurf, der von vielen Hilfsorganisationen erhoben wird, die Lebensbedingungen in den Gemeinschaftsunterkünften seien menschenverachtend. Ihr Leben dort wird mit kleinen Kameras dokumentiert. Aus eigener Anschauung zeigt die Reportage (am 13.9.2012 in der ARD ausgestrahlt), wie es ist, in Deutschland als fremd, geduldet oder abgelehnt zu gelten.
Die Reportage zum Nachschauen in der ARD-Mediathek: 4 Wochen Asyl

Human Places 2.12

Schwerpunkt: Beratung, Betreuung und Unterbringung von Flüchtlingen

  • Beratung und Betreuung in den Asylbewerberheimen von MV
    Wunsch und Wirklichkeit
  • Recht interessant?  …recht interessant!!
    Härtefallverfahren nun auch für “offensichtlich unbegründet” abgelehnte Asylbewerber sowie Ausländer mit Einreise- und Aufenthaltsverbot zugänglich!
  • Das neue Berufsqualifizierungsfeststellungsgesetz (BQFG) des Bundes und die Arbeit des Regionalen Netzwerkes IQ Mecklenburg-Vorpommern
  • Integration – „Gute preise, Gute Besserung“
    Flüchtlinge brauchen keine Medikamente, sie brauchen eine Funktion

 

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Die in diesem Heft erwähnten Papiere zum Tätigkeitsfeld Flüchtlingssozialarbeit finden Sie hier zum Download:

Aufgabenfelder der Flüchtlingssozialarbeit (PDF, 60 kb)

Fachleistungsstunden Beratung und Betreuung in der Flüchtlingsarbeit (PDF, 140 kb)

Mittwoch,, 5. September 19 Uhr, Treffpunkt Kirche,
Friedensgemeinde Neubrandenburg, Semmelweisstr. 50

Ralf Göttlicher vom Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern spricht über die Situation von Flüchtlingen in unserem Bundesland

Flüchtlinge und der Betreiber des Asylbewerberheimes in Neubrandenburg kommen zu Wort

anschließend Eröffnung der Ausstellung des iranischen Flüchtlings und Fotografen Siavash Karamiazar

heimleiterDer Flüchtlingsrat Brandenburg hat zusammen mit ehemaligen Heimbewohner/innen einen Informationsflyer in acht Sprachen erstellt. Der verbreiteten Unsicherheit unter den Flüchtlingen sollen fundierte Informationen über die Befugnisse der Heimleitung und Wissen über die Rechte der Bewohner/innen entgegengestellt werden: Infoblatt Heimleitung