Schwerin – Sehr gut besucht war am Freitagabend die Lesung der beiden jungen Iraner Mojtaba und Masoud Sadinam, die während der 20. Schweriner Literaturtage im Schleswig-Holstein-Haus Auszüge aus ihrem Lebensbericht „Unerwünscht“ vorstellten. In dem Buch geht es um ihre Flucht aus dem Iran, wo ihre Mutter politisch verfolgt worden war, und um die Hindernisse, endlich in Deutschland ankommen zu kommen und vor allem – tatsächlich hier bleiben zu dürfen.

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Neben den Auszügen aus dem Buch entwickelte sich auch eine lebhafte Diskussion, in der es unter anderem darum ging, wie Flüchtlinge am besten in Deutschland aufgenommen und integriert werden können, um weitere Details zur iranisch-deutschen Lebensgeschichte der beiden in Schwerin anwesenden Autoren sowie darum, wie Mojtaba und Masoud heute Deutschland sehen. Fazit: Es ist ihre neue Heimat geworden, aber sie sehen Deutschland durchaus mit kritischem Blick.

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Veranstalter der Lesung, die am heutigen Sonnabend, 19 Uhr, in der Stadtbibliothek Grevesmühlen, Rathausplatz 2, und am morgigen Sonntag, 15 Uhr, in der Parchimer St.-Marien-Kirche in der Mühlenstraße wiederholt wird, war das Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V. in Kooperation mit dem Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern e.V.

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