Plau am See, 19. Nov. 2011 Die Landessynode der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs bittet den Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, für diejenigen Menschen, die nach Auslaufen des IMK-Beschlusses am 31. Dezember 2011 voraussichtlich ihre Aufenthaltserlaubnis verlieren werden, großzügige Einzelfalllösungen nach dem bestehenden Aufenthaltsrecht zu finden. Darüber hinaus bittet die Landessynode den Innenminister und die Landesregierung, sich in der IMK und in der Bundespolitik dafür einzusetzen, eine gesetzliche Regelung ohne festen Stichtag in das Aufenthaltsrecht zu übernehmen, die es Geduldeten unter bestimmten Voraussetzungen fortlaufend ermöglicht, einen regulären Aufenthaltsstatus zu erhalten. Dabei ist es wichtig, realistische Anforderungen zu stellen, Ausschlussgründe nicht zu restriktiv zu formulieren und Ausnahmeregelungen für Menschen aufzunehmen, die unverschuldet die Anforderungen der Lebensunterhaltssicherung nicht oder nicht vollständig erfüllen können.
Der gesamte Beschluss hier: Bleiberecht ELLM
Die Bleiberechtsregelung für gut integrierte Jugendliche ist seit 1. Juli 2011 in Kraft. Junge Menschen (Mindestalter: 15, Höchstalter: 20), die bisher nur mit einer aufenthaltsrechtlichen Duldung in Mecklenburg-Vorpommern leben, können unter bestimmten Voraussetzungen eine Aufenthaltserlaubnis (nach § 25a AufenthG) erhalten.
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Heft downloaden (3,2 mb)
Der Flüchtlingsrat unterstützt die bundesweite Presserklärung von PRO ASYL, Caritas und Diakonie, in welcher eindringlich eine neue bundesgesetzliche, dauerhafte Bleiberechtsregelung gefordert wird.
Derzeit leben noch immer 75.000 Menschen in Deutschland, die auch nach sechs Jahren noch keine gesicherte Aufenthaltsperspektive haben. Ursächlich sind die sehr harten Ausschlusskriterien, weit in der Vergangenheit liegende Stichtage und überzogene Anforderungen an die eigenständige Sicherung des Lebensunterhalts. Die aktuelle Gesetzgebung führt zu sehr belastenden Situationen für die Menschen.
Die neue Broschüre hier zum Download: Bleiberecht (1,2 mb)
Zur Presseerklärung hier: Presseerklärung
Das Hörspiel Egzon (Bayrischer Rundfunk, Ursendung 11.09.2011) nimmt die Spur einer Roma-Familie auf. Egzon spricht nicht mehr, seit er mit vier Jahren während des Krieges in einer brennenden Siedlung zurückgelassen wurde. Und doch ist er es, der von dem neuen Leben im Kosovo erzählt. Und dann sind da die Stimmen derer, die zurückbleiben: der Anwalt, die Sachbearbeiterin von der Ausländerbehörde, der Arzt, die Lehrerin, die Abschiebebeobachterin. Alle versuchen zu verstehen, zu erklären, zu rechtfertigen. Das Hörspiel verarbeitet Interviews und Dokumente, Fiktion und Realität zu einem vielstimmigen Mix. So wird das Thema Abschiebung zu einem Zerrspiegel privater wie politischer Moral. Mit Julia Jentsch (Sophie Scholl - Die letzten Tage) als Egzon. Das Hörspiel zum Nachhören und mp3-Download hier: Egzon
In der Schule sprechen zur Zeit alle über die Berufswahl. Für die 17-jährige K.R. (Name geändert) hat das spannende Thema jedoch seit einigen Wochen seine Bedeutung verloren: Jeden Tag kann plötzlich die Polizei vor der Tür stehen. Dann muss K. mit ihren Eltern und den drei Geschwistern Deutschland verlassen.
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