Unterbringung

Gemeinschaftsunterkünfte in MV

In Nostorf/Horst, 8 km von Boizenburg entfernt, befindet sich die Landesgemeinschaftsunterkunft und die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Trägerschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern (http://www.laiv-mv.de/land-mv/LAiV_prod/LAiV/amf/Aufgaben/Aufnahmeeinrichtung_/). Nach welchen Richtlinien diese betrieben wird, ist der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Landtagsfraktion der GRÜNEN vom 26. März 2012 zu entnehmen: Drucksache 6/428

Die übrigen Gemeinschaftsunterkünfte befinden sich im Auftrag des Landes in kommunaler Trägerschaft. Ausführliche Auskünfte zu den Gemeinschaftsunterkünften, u.a. die durchschnittliche Belegung, Anschrift und Betriebsdauer, finden sich in der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Landtagsfraktion DIE LINKE.

Die viel kritisierte Gemeinschaftsunterkunft in Jürgenstorf wurde Mitte 2013 geschlossen. Jürgenstorf ist ein sehr kleiner Ort. Zum Einkaufen, zu Behörden und Ärzten mussten Flüchtlinge immer weit fahren und waren auf den Bus angewiesen.

Die nächste geplante Unterkunft ist in Torgelow.

Neben den Gemeinschaftsunterkünften werden immer mehr Flüchtlinge dezentral in eigenen Wohnungen untergebracht, so in Grimmen, Tribsees, Schwerin, Bergen/Rügen u.a. Städten.

Keine Stimmungsmache gegen Flüchtlinge

28.9.2012 PRO ASYL warnt anlässlich des heutigen bundesweiten Tages des Flüchtling vor Stimmungsmache und fordert Aufnahme- und Integrationskonzept

Anlässlich des bundesweiten Tages des Flüchtlings fordert PRO ASYL ein Aufnahme- und Integrationskonzept für Flüchtlinge. In den letzten Jahren seien Aufnahmekapazitäten plan- und konzeptionslos abgebaut worden. Dies sei der Grund für die Unterbringungsprobleme von Flüchtlingen in einigen Regionen Deutschlands.
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„Unterbringung mitten im Leben“: Seit ein paar Wochen leben 24 Flüchtlinge in Wolgast. Die Stimmung vor Ort rückt nach rechts außen, doch die Kreisverwaltung bleibt bei der Entscheidung.
Der 10-minütige Beitrag des Polit-Magazins „Panorama 3“ vom 18. Sept. 2012, 21.15 Uhr hier zum Nachschauen: Panorama 3

Ein Reporterteam der ARD zieht für vier Wochen in ein Asylbewerberheim – irgendwo in Deutschland. Die Journalisten werden unter den gleichen Bedingungen leben wie die Asylbewerber. Sie wollen wissen: Was ist dran an dem Vorwurf, der von vielen Hilfsorganisationen erhoben wird, die Lebensbedingungen in den Gemeinschaftsunterkünften seien menschenverachtend. Ihr Leben dort wird mit kleinen Kameras dokumentiert. Aus eigener Anschauung zeigt die Reportage (am 13.9.2012 in der ARD ausgestrahlt), wie es ist, in Deutschland als fremd, geduldet oder abgelehnt zu gelten.
Die Reportage zum Nachschauen in der ARD-Mediathek: 4 Wochen Asyl

Gemeinschaftsunterkünfte in MV – zur Vergrößerung anklicken (Grafik: Katharina Neumann)

In Nostorf/Horst, 8 km von Boizenburg entfernt, befindet sich die Landesgemeinschaftsunterkunft und die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Trägerschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern (offizielle website). Nach welchen Richtlinien diese betrieben wird, ist der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Landtagsfraktion der GRÜNEN vom 26. März 2012 zu entnehmen: Drucksache 6/428

Die übrigen Gemeinschaftsunterkünfte befinden sich im Auftrag des Landes in kommunaler Trägerschaft. Ausführliche Auskünfte zu den Gemeinschaftsunterkünften, u.a. die durchschnittliche Belegung, Anschrift und Betriebsdauer, finden sich in der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Landtagsfraktion DIE LINKE vom 27. Okt. 2011: Drucksache 6/46

Im August 2012 wurde eine weitere Gemeinschaftsunterkunft in Wolgast eröffnet.

Am Freitag, dem 16. März 2012 um 17 Uhr wurden im Foyer der Beruflichen Schule Neustrelitz, Hittenkofer-Str. 28 unter dem Motto „Demokratie informiert – Thema Asyl“ sachbezogene Informationen zur Aufklärung der Bevölkerung über das Thema Asyl in Deutschland und die tatsächliche Situation in Neustrelitz gegeben.

In Neustrelitz wurden in den vergangenen Wochen Flugblätter der NPD mit rechtsextremen und unwahren Inhalten zur Thematik Asyl und Asylbewerberheim verteilt. Die NPD plante darüber hinaus unter dem Motto „Kein Asylheim in Neustrelitz“ ganztägige Aktionen in der Stadt.

Mehr Infos in der Einladung von Netzwerk für Demokratie und Toleranz, Netzwerk Anstoß – Soziale Nachhaltigkeit in Neustrelitz und Kunsthaus Neustrelitz e. V.: Demokratie informiert

Der Nordkurier kündigte die Veranstaltung an (Nordkurier 14.3.12) und berichtete anschließend darüber (Nordkurier 17.3.12).

In einem zweiseitigen Artikel der sonntaz vom 11./12. Feb. 2012 schildert Emilia Swechowski das Schicksal der achtjährigen Mariam, die in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Parchim lebt. Seit ihrer Geburt hat sie mit ihrer Mutter nie woanders gelebt als in Flüchtlingsheimen. Warum darf Mariam Blal nicht in eine Wohnung ziehen?
Der ganze Artikel dankenswerter Weise von der Autorin zur Verfügung gestellt: Das Wartezimmer

Als Reaktion auf den Artikel in der sonntaz will die Landesregierung Mariam und Ihrer Mutter nun eine Wohnung organisieren: Eine Wohnung für Mariam

Im gemeinsamen Sonderheft der Flüchtlingsräte „AusgeLAGERt – Zur Unterbringung von Flüchtlingen in Deutschland“ (März 2011) wird die z.T. unmenschliche Unterbringungssituation von Asylsuchenden in Deutschland kritisiert: Human Place 1.11

Presseerklärung #2 02.02.2012

Flüchtlingsrat begrüßt Ankündigung der Schließung der Gemeinschaftsunterkunft

Dazu erklärt Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende des Flüchtlingsrates:

„Wir freuen uns, dass Innenminister Caffier die Schließung des letzten außerhalb einer Stadt gelegenen Asylberwerberheimes in Mecklenburg-Vorpommern zum 30. 06. 2013 angekündigt hat.
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Die Flüchtlingsräte Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg haben die Landesregierung in Schwerin erneut aufgefordert, das umstrittene Flüchtlingslager in Nosdorf-Horst bei Boizenburg zu schließen.Die komplette Meldung von NDR Radio MV vom 16. Jan. 2012 hier: Schließung Nostorf-Horst

Auf der 4. Sitzung des Landtages von MV wurde am 17. Nov. 2011 der Antrag der Linken zur „Dezentralen Unterbringung von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern“ debattiert. Den Antrag finden Sie hier: Antrag Unterbringung.
Nach intensiver und zum Teil mit Tumulten durchzogener Debatte wurde der Antrag als auch die Bitte um Weiterbehandlung im Innenausschuss mit Stimmen der SPD, CDU und NPD abgelehnt. Die Äußerungen der NPD in der Debatte ermöglichen einen Blick auf die wahre Gesinnung dieser Abgeordneten.
Der Wortlaut der Debatte ist im Auszug aus dem Plenarprotokoll nachzulesen: TOP 29 Dezentrale Unterbringung