Unterbringung

In der Erstaufnahmeeinrichtung Nostorf-Horst in Mecklenburg-Vorpommern wurde in der Nacht zum 27.6.2017 eine Transfrau beschimpft und angespuckt. Ihre Mitbewohner*innen konnten weitere Gewalt verhindern, die vor Ort beschäftigten Fachkräfte der Malteser griffen jedoch nicht ein. Der Vorfall wurde zur Anzeige gebracht und schon kurz nach Bekanntwerden von uns öffentlich gemacht.

 

Bildquelle: better place / J. Lambert von Weissenburg e.V.

 

Nun soll im Rahmen eines Studienprojektes auf die Thematik weiter aufmerksam gemacht werden. Von Studierenden und einer Dozentin wird ein Bildungsbaustein entwickelt, der aus einem animierten Erklärfilm, einer Bildungsmappe zu den Filminhalten und Stickern besteht. Diese Materialien sollen zur Sensibilisierung von Sozialarbeiter*innen, Mitarbeiter*innen von Security Fimen und Ehrenamtlichen verwendet werden, damit solche Vorfälle wie in Nostorf-Horst in Zukunft vermieden werden können. Denn leider sind solche Fälle keine Seltenheit und es gibt immer wieder Übergriffe und Beleidigungen gegenüber geflüchteten Menschen, ohne das das Personal eingreift.

 

Wir begrüßen dieses Projekt ausdrücklich und rufen auf zu spenden:

https://www.betterplace.org/de/projects/55647-sensibilisierungsprojekt-zum-thema-queere-gefluchtete

 

Pressemitteilung

Besonders Schutzbedürftigen ist besondere Unterstützung zu gewähren.

In der Nacht von Dienstag, dem 27.6.2017, auf Mittwoch, dem 28.6.2017, ereignete sich in der Erstaufnahmeeinrichtung Nostorf-Horst ein sexistischer, gewalttätiger Übergriff, der auch zur Anzeige gebracht wurde.

Vor einer transsexuellen Frau aus Honduras, die seit Tagen schon in der Einrichtung belästigt wurde, ist an dem Abend ausgespuckt worden. Ein Mitbewohner hat verhindert, dass sie geschlagen wurde. Das Betreuungspersonal der Malteser hat nicht eingegriffen, im Gegenteil die Frau verhöhnt. Die Frau war gerade wegen sexistischer Verfolgung aus dem mittelamerikanischen Land geflohen und hatte Schutz in Deutschland gesucht.
weiter lesen…

1]EU-Qualifikationsrichtlinie (2013/33/EU)

Artikel 18 Modalitäten der Aufnahme:Bei der Unterbringung der Antragsteller … berücksichtigen die Mitgliedsstaaten geschlechts- und altersspezifische Aspekte sowie die Situation von schutzbedürftigen Personen.

Artikel 21 Allgemeiner Grundssatz: Die Mitgliedstaaten berücksichtigen in dem einzelstaatlichen Recht zur Umsetzung dieser Richtlinie die spezielle Situation von schutzbedürftigen Personen wie Minderjährigen, unbegleiteten Minderjährigen, Behinderten, älteren Menschen, Schwangeren, Alleinerziehenden mit minderjährigen Kindern, Opfern des Menschenhandels, Personen mit schweren körperlichen Erkrankungen, Personen mit psychischen Störungen und Personen, die Folter, Vergewaltigung oder sonstige schwere Formen psychischer, physischer oder sexueller Gewalt erlitten haben, wie zum Beispiel Opfer der Verstümmelung weiblicher Genitalien.

6 qm, USK

Der Flüchtlingsrat M-V e.V. unterstützt den Offenen Brief des Arbeitskreises Kritische Sozialarbeit Rostock und auch die Forderung, dass unser Mitglied Ökohaus e.V. weiterhin seine gute Arbeit in der Betreuung Geflüchteter leisten soll.

Offener Brief:

Der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Rostock fordert eine weiterhin qualitativ hochwertige Betreuung der Flüchtlinge in der Hansestadt Rostock Der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit ist ein Kreis aus Personen, die im Sozialen Bereich tätig sind und praktische Erfahrungen, gesellschaftliche Bedingungen und kommunalpolitische Entwicklungen in einen kritischen öffentlichen Diskurs bringen möchten. Deswegen sehen wir es als notwendig an, auf drohende Verschlechterung im sozialen Bereich aufmerksam zu machen.


weiter lesen…

Schwerin – Zum Grünen Flüchtlingsgipfel „Gemeinschaftsunterkünfte vereinheitlichen und verbessern!“  lädt der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern von Bündnis 90/Die Grünen am Mittwoch, dem 6. Mai 2015, nach Schwerin ein. Thema ist, wie die konkrete Unterbringungssituation und Integration von Geflüchteten und Asylbewerberinnen und Asylbewerbern in Mecklenburg-Vorpommern verbessert werden können. Das erste Impulsreferat wird Martion Gillo halten, ehemaliger sächsischer Ausländerbeauftragter und Entwickler des sächsischen „Heim-TÜV“. In einem zweiten Impulsreferat wird ein Vertreter des Innenministeriums MV über die Richtlinie für den Betrieb von Gemeinschaftsunterkünften und die soziale Betreuung der Bewohner und über die Gemeinschaftsunterkunftsverordnung – GUVO M-V vom 6. Juni 2001 sprechen.

Während eines anschließenden gemeinsamen World-Cafés sollen folgende vier Fragen diskutiert werden: Welche Standards brauchen wir für dezentrale Unterbringung? Welche Aufgaben müsste ein Migrationsbeauftragter/eine Migrationsbeauftragte wahrnehmen? Welchen Wohn- und Betreuungsstandard muss eine Gemeinschaftsunterkunft bieten? Welche Rahmenbedingungen braucht eine gelingende Integration vor Ort?

Der Grüne Flüchtlingsgipfel findet am 6. Mai 2015 zwischen 11 und 16 Uhr im Rittersaal in der Ritterstraße 3 in 19055 Schwerin statt.

Anmeldungen bitte bis zum 1. Mai 2015 per Fax 0385 – 5574 – 229 (siehe hierGrüner_Flüchtlingsgipfel) oder per E-Mail doreen.pegel@gruene-mv.de erbeten.

Schwerin (frmv) – „Die Menschen sind da – nicht irgendwann, sondern jetzt. Und sie brauchen jetzt schnelle und menschliche Hilfe.“ Mit diesen Worten hat Ulrike Seemann-Katz, die Vorsitzende des Flüchtlingsrates Mecklenburg-Vorpommern, schnelles Handeln von Landkreisen und Kommunen angemahnt. Die Menschen, die  aus den aktuellen Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt nach Deutschland geflüchtet seien, bräuchten jetzt schnelle und menschwürdige Unterkünfte sowie Versorgung und Betreuung. Die Betreuung sollte ihnen Wege zu Gesellschaft, Staat und Kultur ihres Asyllandes ebnen, so Seemann-Katz. Vor diesem Hintergrund würden aktuelle Diskussionen um Flüchtlingszahlen wie eine merkwürdig schräge Debatte anmuten.
weiter lesen…

Willkommenskultur umsetzen!

Presseerklärung, Flüchtlingsrat MV e.V., 11.10.2013

Flüchtlingsrat fordert mehr Personal für die Betreuung von Flüchtlingen in eigenen Wohnungen

SPD und CDU sprechen sich für eine Willkommenskultur aus, handeln aber nicht danach. Am Donnerstag lehnen beide Parteien den Antrag von Bündnis 90/die Grünen und Die Linke im Landtag, die Landkreise und kreisfreien Städte bei der dezentralen Unterbringung von Ausländerinnen und Ausländern zu unterstützen, ab.

„Es zeigt sich einmal mehr, dass nicht verstanden wird, wie wichtig es für die Integration ist, neu ankommenden Flüchtlingen eine gut ausgestattete soziale Betreuung anzubieten. „Eine Stelle kann nicht 96 Flüchtlinge, die zum Teil weit verstreut in kleinen Orten leben und gerade neu in Deutschland ankommen, ausreichend beraten und betreuen und dieses ohne die Möglichkeit, Dolmetscher zu bezahlen. Die aktuellen Anwendungshinweise gehören auf den Prüfstand.“ erklärt Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende des Flüchtlingsrates Mecklenburg-Vorpommern.
weiter lesen…

Gemeinschaftsunterkünfte in MV

In Nostorf/Horst, 8 km von Boizenburg entfernt, befindet sich die Landesgemeinschaftsunterkunft und die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Trägerschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern (http://www.laiv-mv.de/land-mv/LAiV_prod/LAiV/amf/Aufgaben/Aufnahmeeinrichtung_/). Nach welchen Richtlinien diese betrieben wird, ist der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Landtagsfraktion der GRÜNEN vom 26. März 2012 zu entnehmen: Drucksache 6/428

Die übrigen Gemeinschaftsunterkünfte befinden sich im Auftrag des Landes in kommunaler Trägerschaft. Ausführliche Auskünfte zu den Gemeinschaftsunterkünften, u.a. die durchschnittliche Belegung, Anschrift und Betriebsdauer, finden sich in der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Landtagsfraktion DIE LINKE.

Die viel kritisierte Gemeinschaftsunterkunft in Jürgenstorf wurde Mitte 2013 geschlossen. Jürgenstorf ist ein sehr kleiner Ort. Zum Einkaufen, zu Behörden und Ärzten mussten Flüchtlinge immer weit fahren und waren auf den Bus angewiesen.

Die nächste geplante Unterkunft ist in Torgelow.

Neben den Gemeinschaftsunterkünften werden immer mehr Flüchtlinge dezentral in eigenen Wohnungen untergebracht, so in Grimmen, Tribsees, Schwerin, Bergen/Rügen u.a. Städten.

Keine Stimmungsmache gegen Flüchtlinge

28.9.2012 PRO ASYL warnt anlässlich des heutigen bundesweiten Tages des Flüchtling vor Stimmungsmache und fordert Aufnahme- und Integrationskonzept

Anlässlich des bundesweiten Tages des Flüchtlings fordert PRO ASYL ein Aufnahme- und Integrationskonzept für Flüchtlinge. In den letzten Jahren seien Aufnahmekapazitäten plan- und konzeptionslos abgebaut worden. Dies sei der Grund für die Unterbringungsprobleme von Flüchtlingen in einigen Regionen Deutschlands.
weiter lesen…

„Unterbringung mitten im Leben“: Seit ein paar Wochen leben 24 Flüchtlinge in Wolgast. Die Stimmung vor Ort rückt nach rechts außen, doch die Kreisverwaltung bleibt bei der Entscheidung.
Der 10-minütige Beitrag des Polit-Magazins „Panorama 3“ vom 18. Sept. 2012, 21.15 Uhr hier zum Nachschauen: Panorama 3