Unterbringung

Am 19.10.2018 startet ein berufsbegleitender Zertifikatskurs „Soziale Arbeit mit Geflüchteten – Möglichkeiten und Grenzen professionellen Handelns“ an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin.

Der berufsbegleitende Zertifikatskurs beinhaltet 9 Module und schließt voraussichtlich am 07.07.2019 ab. Am Ende wird das Hochschulzertifikat mit dem Titel „Fachkraft für Soziale Arbeit mit Geflüchteten“ vergeben. Der Zertifikatskurs läuft unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Nivedita Prasad.
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Pressemitteilung

Neubrandenburg – 14.11.2017

Sechzehn Unterzeichnende fordern die Landesregierung anlässlich des bevorstehenden Internationalen Tages Gewalt gegen Frauen am 25. November dazu auf, die Lage weiblicher Geflüchteter und weiterer schutzbedürftiger Personen in den Unterkünften zu verbessern und die Hilfestrukturen für Betroffene von häuslicher und sexualisierter Gewalt in unserem Bundesland zu verbessern.

Die Unterzeichnenden fordern ein Recht auf Schutz und Respekt für Geflüchtete

 

Geflüchteten Menschen Schutz und Zuflucht zu gewähren sowie das Recht auf Asyl und Bleiberecht zu bewahren, ist Teil unserer Verfassungsordnung und Auftrag für die gesamte Gesellschaft.

Rund ein Drittel der nach Deutschland Geflüchteten ist weiblich. Eine repräsentative Studie, im Auftrag der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung im März 2017 veröffentlicht, zeigt: Es mangelt an Dolmetscher*innen, Psychotherapien und Schutz vor sexuellen Übergriffen.

Je nach Herkunftsland sehen die Frauen ihre Situation laut Studie unterschiedlich.
Aber vielen ist gemeinsam:
Sie haben oft auf der Flucht und in den Herkunftsländern mit sexueller Gewalt zu kämpfen. Auch in Deutschland kommt es etlichen Befragten zufolge in den Flüchtlingsunterkünften zu sexuellen Übergriffen und Gewalt. Vor allem allein reisende Frauen sind dem oft hilflos ausgeliefert.

Ihre aktuelle Wohnsituation bezeichnet über die Hälfte der Frauen als schlecht oder sehr schlecht. Fehlende Privatsphäre, der Mangel an Rückzugsräumen, mangelnde Hygiene in Duschen und Toiletten, Lärm, Diskriminierung und ein Klima der Respektlosigkeit zerren demnach an den Nerven. Persönliche Grenzen werden überschritten, Frauen werden herablassend behandelt. Das verstärkt Traumata, die schon mitgebracht werden.

In die Kommune verteilt haben Flüchtlinge / Migrant*innen häufig keine andere Möglichkeit sich aus der Gewaltsituation zu lösen, sie sind auf das Unterstützungsangebot Frauenhaus angewiesen.

Dieses tritt vor allem ein, wenn ihr Aufenthaltstitel ungeklärt und unsicher ist. Für die meisten Frauen bedeutet der Einzug in diese Einrichtung zwar Beendigung der Gewalt, bringt aber gleichzeitig viele neue Probleme mit sich. Ihnen wird mit ihrem Ausschluss aus der Großfamilie / Community die Sicherheit genommen. Die Gemeinschaft und die Sicherheit des Frauenhauses werden entsprechend sehr unterschiedlich erlebt.

Bei der Zielgruppe Frauen in Gemeinschaftsunterkünften oder auch Geflüchtete in Frauenhäusern ist es das Ziel der Unterzeichner*innen, die spezifische Situation dieser Gruppe stärker zu berücksichtigen. Frauen und Kinder benötigen intensivere Beratung und Betreuung durch die Mitarbeiter*innen der Einrichtung.


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In der Erstaufnahmeeinrichtung Nostorf-Horst in Mecklenburg-Vorpommern wurde in der Nacht zum 27.6.2017 eine Transfrau beschimpft und angespuckt. Ihre Mitbewohner*innen konnten weitere Gewalt verhindern, die vor Ort beschäftigten Fachkräfte der Malteser griffen jedoch nicht ein. Der Vorfall wurde zur Anzeige gebracht und schon kurz nach Bekanntwerden von uns öffentlich gemacht.

 

Bildquelle: better place / J. Lambert von Weissenburg e.V.

 

Nun soll im Rahmen eines Studienprojektes auf die Thematik weiter aufmerksam gemacht werden. Von Studierenden und einer Dozentin wird ein Bildungsbaustein entwickelt, der aus einem animierten Erklärfilm, einer Bildungsmappe zu den Filminhalten und Stickern besteht. Diese Materialien sollen zur Sensibilisierung von Sozialarbeiter*innen, Mitarbeiter*innen von Security Fimen und Ehrenamtlichen verwendet werden, damit solche Vorfälle wie in Nostorf-Horst in Zukunft vermieden werden können. Denn leider sind solche Fälle keine Seltenheit und es gibt immer wieder Übergriffe und Beleidigungen gegenüber geflüchteten Menschen, ohne das das Personal eingreift.

 

Wir begrüßen dieses Projekt ausdrücklich und rufen auf zu spenden:

https://www.betterplace.org/de/projects/55647-sensibilisierungsprojekt-zum-thema-queere-gefluchtete

 

Pressemitteilung

Besonders Schutzbedürftigen ist besondere Unterstützung zu gewähren.

In der Nacht von Dienstag, dem 27.6.2017, auf Mittwoch, dem 28.6.2017, ereignete sich in der Erstaufnahmeeinrichtung Nostorf-Horst ein sexistischer, gewalttätiger Übergriff, der auch zur Anzeige gebracht wurde.

Vor einer transsexuellen Frau aus Honduras, die seit Tagen schon in der Einrichtung belästigt wurde, ist an dem Abend ausgespuckt worden. Ein Mitbewohner hat verhindert, dass sie geschlagen wurde. Das Betreuungspersonal der Malteser hat nicht eingegriffen, im Gegenteil die Frau verhöhnt. Die Frau war gerade wegen sexistischer Verfolgung aus dem mittelamerikanischen Land geflohen und hatte Schutz in Deutschland gesucht.
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1]EU-Qualifikationsrichtlinie (2013/33/EU)

Artikel 18 Modalitäten der Aufnahme:Bei der Unterbringung der Antragsteller … berücksichtigen die Mitgliedsstaaten geschlechts- und altersspezifische Aspekte sowie die Situation von schutzbedürftigen Personen.

Artikel 21 Allgemeiner Grundssatz: Die Mitgliedstaaten berücksichtigen in dem einzelstaatlichen Recht zur Umsetzung dieser Richtlinie die spezielle Situation von schutzbedürftigen Personen wie Minderjährigen, unbegleiteten Minderjährigen, Behinderten, älteren Menschen, Schwangeren, Alleinerziehenden mit minderjährigen Kindern, Opfern des Menschenhandels, Personen mit schweren körperlichen Erkrankungen, Personen mit psychischen Störungen und Personen, die Folter, Vergewaltigung oder sonstige schwere Formen psychischer, physischer oder sexueller Gewalt erlitten haben, wie zum Beispiel Opfer der Verstümmelung weiblicher Genitalien.

6 qm, USK

Der Flüchtlingsrat M-V e.V. unterstützt den Offenen Brief des Arbeitskreises Kritische Sozialarbeit Rostock und auch die Forderung, dass unser Mitglied Ökohaus e.V. weiterhin seine gute Arbeit in der Betreuung Geflüchteter leisten soll.

Offener Brief:

Der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Rostock fordert eine weiterhin qualitativ hochwertige Betreuung der Flüchtlinge in der Hansestadt Rostock Der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit ist ein Kreis aus Personen, die im Sozialen Bereich tätig sind und praktische Erfahrungen, gesellschaftliche Bedingungen und kommunalpolitische Entwicklungen in einen kritischen öffentlichen Diskurs bringen möchten. Deswegen sehen wir es als notwendig an, auf drohende Verschlechterung im sozialen Bereich aufmerksam zu machen.


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Schwerin – Zum Grünen Flüchtlingsgipfel „Gemeinschaftsunterkünfte vereinheitlichen und verbessern!“  lädt der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern von Bündnis 90/Die Grünen am Mittwoch, dem 6. Mai 2015, nach Schwerin ein. Thema ist, wie die konkrete Unterbringungssituation und Integration von Geflüchteten und Asylbewerberinnen und Asylbewerbern in Mecklenburg-Vorpommern verbessert werden können. Das erste Impulsreferat wird Martion Gillo halten, ehemaliger sächsischer Ausländerbeauftragter und Entwickler des sächsischen „Heim-TÜV“. In einem zweiten Impulsreferat wird ein Vertreter des Innenministeriums MV über die Richtlinie für den Betrieb von Gemeinschaftsunterkünften und die soziale Betreuung der Bewohner und über die Gemeinschaftsunterkunftsverordnung – GUVO M-V vom 6. Juni 2001 sprechen.

Während eines anschließenden gemeinsamen World-Cafés sollen folgende vier Fragen diskutiert werden: Welche Standards brauchen wir für dezentrale Unterbringung? Welche Aufgaben müsste ein Migrationsbeauftragter/eine Migrationsbeauftragte wahrnehmen? Welchen Wohn- und Betreuungsstandard muss eine Gemeinschaftsunterkunft bieten? Welche Rahmenbedingungen braucht eine gelingende Integration vor Ort?

Der Grüne Flüchtlingsgipfel findet am 6. Mai 2015 zwischen 11 und 16 Uhr im Rittersaal in der Ritterstraße 3 in 19055 Schwerin statt.

Anmeldungen bitte bis zum 1. Mai 2015 per Fax 0385 – 5574 – 229 (siehe hierGrüner_Flüchtlingsgipfel) oder per E-Mail doreen.pegel@gruene-mv.de erbeten.

Schwerin (frmv) – „Die Menschen sind da – nicht irgendwann, sondern jetzt. Und sie brauchen jetzt schnelle und menschliche Hilfe.“ Mit diesen Worten hat Ulrike Seemann-Katz, die Vorsitzende des Flüchtlingsrates Mecklenburg-Vorpommern, schnelles Handeln von Landkreisen und Kommunen angemahnt. Die Menschen, die  aus den aktuellen Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt nach Deutschland geflüchtet seien, bräuchten jetzt schnelle und menschwürdige Unterkünfte sowie Versorgung und Betreuung. Die Betreuung sollte ihnen Wege zu Gesellschaft, Staat und Kultur ihres Asyllandes ebnen, so Seemann-Katz. Vor diesem Hintergrund würden aktuelle Diskussionen um Flüchtlingszahlen wie eine merkwürdig schräge Debatte anmuten.
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Willkommenskultur umsetzen!

Presseerklärung, Flüchtlingsrat MV e.V., 11.10.2013

Flüchtlingsrat fordert mehr Personal für die Betreuung von Flüchtlingen in eigenen Wohnungen

SPD und CDU sprechen sich für eine Willkommenskultur aus, handeln aber nicht danach. Am Donnerstag lehnen beide Parteien den Antrag von Bündnis 90/die Grünen und Die Linke im Landtag, die Landkreise und kreisfreien Städte bei der dezentralen Unterbringung von Ausländerinnen und Ausländern zu unterstützen, ab.

„Es zeigt sich einmal mehr, dass nicht verstanden wird, wie wichtig es für die Integration ist, neu ankommenden Flüchtlingen eine gut ausgestattete soziale Betreuung anzubieten. „Eine Stelle kann nicht 96 Flüchtlinge, die zum Teil weit verstreut in kleinen Orten leben und gerade neu in Deutschland ankommen, ausreichend beraten und betreuen und dieses ohne die Möglichkeit, Dolmetscher zu bezahlen. Die aktuellen Anwendungshinweise gehören auf den Prüfstand.“ erklärt Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende des Flüchtlingsrates Mecklenburg-Vorpommern.
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Gemeinschaftsunterkünfte in MV

In Nostorf/Horst, 8 km von Boizenburg entfernt, befindet sich die Landesgemeinschaftsunterkunft und die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Trägerschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern (http://www.laiv-mv.de/land-mv/LAiV_prod/LAiV/amf/Aufgaben/Aufnahmeeinrichtung_/). Nach welchen Richtlinien diese betrieben wird, ist der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Landtagsfraktion der GRÜNEN vom 26. März 2012 zu entnehmen: Drucksache 6/428

Die übrigen Gemeinschaftsunterkünfte befinden sich im Auftrag des Landes in kommunaler Trägerschaft. Ausführliche Auskünfte zu den Gemeinschaftsunterkünften, u.a. die durchschnittliche Belegung, Anschrift und Betriebsdauer, finden sich in der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Landtagsfraktion DIE LINKE.

Die viel kritisierte Gemeinschaftsunterkunft in Jürgenstorf wurde Mitte 2013 geschlossen. Jürgenstorf ist ein sehr kleiner Ort. Zum Einkaufen, zu Behörden und Ärzten mussten Flüchtlinge immer weit fahren und waren auf den Bus angewiesen.

Die nächste geplante Unterkunft ist in Torgelow.

Neben den Gemeinschaftsunterkünften werden immer mehr Flüchtlinge dezentral in eigenen Wohnungen untergebracht, so in Grimmen, Tribsees, Schwerin, Bergen/Rügen u.a. Städten.