Aktuell

Presseerklärung #2 02.02.2012

Flüchtlingsrat begrüßt Ankündigung der Schließung der Gemeinschaftsunterkunft

Dazu erklärt Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende des Flüchtlingsrates:

„Wir freuen uns, dass Innenminister Caffier die Schließung des letzten außerhalb einer Stadt gelegenen Asylberwerberheimes in Mecklenburg-Vorpommern zum 30. 06. 2013 angekündigt hat.
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Presseerklärung 02.02.2012

Dezentral unterbringen, umverteilen und Jürgenstorf schließen

Zur heutigen Behandlung des Antrages der Linken „Schließung der Gemeinschaftsunterkunft Jürgenstorf“ im Plenum des Landtages erklärt der Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommern:
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Tobias Mittmann/ jugendfotos.de

  • Der Flüchtlingsrat MV forderte am 16. Dez. 2011 anlässlich des Internationalen Tags der Migranten einen Dolmetscherpool für Mecklenburg-Vorpommern: PM Tag der Migranten
  • Informationsblätter für Flüchtlinge und für Mediziner/innen zur Gewährung von Dolmetscherleistungen durch die Sozialämter bei Arztbesuchen stellt der Flüchtlingsrat MV hier zur Verfügung: Für Flüchtlinge |   Für Mediziner/innen
  • Die aktuelle Ausgabe unserer Zeitschrift “Human Place” beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Dolmetscherleistungen für Flüchtlinge: Human Place 3.11

gu_juergenstorf_webSchwerin, 8. Dezember 2011 Heute veröffentlichte der Flüchtlingsrat MV e.V. einen Offenen Brief an den Innenminister Herrn Lorenz Caffier und den Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte Herrn Heiko Kärger in dem viele Vereine und Initiativen die schnellstmögliche Schließung der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Jürgenstorf bei Stavenhagen fordern.
Darunter sind u.a. das Kreisdiakonische Werk Greifswald/Ostvorpommern, MIGRANET MV e.V. - Netzwerk der Migrantenorganisationen in Mecklenburg-Vorpommern, Hinrich Kuessner, Landtagspräsident a.D. und die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin Region Vorpommern.

Dieser Brief wurde am 7. Dezember 2011 dem Innenminister und dem Landrat zugestellt und ist hier nachzulesen: Offener Brief Schließung GU Jürgenstorf

Auf der 4. Sitzung des Landtages von MV wurde am 17. Nov. 2011 der Antrag der Linken zur “Dezentralen Unterbringung von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern” debattiert. Den Antrag finden Sie hier: Antrag Unterbringung.
Nach intensiver und zum Teil mit Tumulten durchzogener Debatte wurde der Antrag als auch die Bitte um Weiterbehandlung im Innenausschuss mit Stimmen der SPD, CDU und NPD abgelehnt. Die Äußerungen der NPD in der Debatte ermöglichen einen Blick auf die wahre Gesinnung dieser Abgeordneten.
Der Wortlaut der Debatte ist im Auszug aus dem Plenarprotokoll nachzulesen: TOP 29 Dezentrale Unterbringung

Medienspiegel Jürgenstorf

Heiligabend 2011 wurden sechs BewohnerInnen des Asylbewerberheimes Jürgenstorf in der kleinen Dorfkirche getauft: Ein Zeichen für Integration

Auf webmoritz.de, dem studentischen Onlineportal der Universität Greifswald, wurde am 18. Dez. 2011 ein ausführlicher Bericht zur Situation im Jürgenstorfer Heim veröffentlicht: Sicher, aber doch nicht frei

Die dpa greift unseren Offenen Brief vom 8. Dez. 2011 zur Schließung des Heimes in einer Meldung auf: dpa 8.12.2001

Das Netzwerk der Migrantenorganisationen in MV, MIGRANET–MV, fordert am 14. Nov. 2011 die sofortige Schließung des Heims in Jürgenstorf und die Umverteilung der Bewohner/innen auf größere Kommunen: Migranet MV 14.11.2011

In einer Pressemitteilung vom 12. Oktober 2011 des migrationspolitischen Sprechers der Linksfraktion im Landtag von MV, Dr. Hikmat Al-Sabty, macht dieser auf die unhaltbaren Zustände in Jürgenstorfer Heim aufmerkam: Linksfraktion 12.10.2011

In einem “Angemerkt” im Nordkurier vom 8. Oktober 2011 wird Verständnis für den Frust der Heimbewohner geäußert und die Notwendigkeit von Änderungen gesehen: Nordkurier Angemerkt 08.10.2011

Der Nordkurier berichtete am 8. Oktober 2011 über Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Psychopharmaka im Flüchtlingsheim in Jürgenstorf: Nordkurier 08.10.2011

“Zwiegespräch im Flüchtlingslager Jürgenstorf” berichtet über den Behördentermin am 7. Oktober 2011 aus Sicht der Kampagne “Rassismus bekämpfen, alle Lager abschaffen: Zwiegespräch

Der Nordkurier berichtet am 28. Sept. 2011 über das Asylbewerberheim: Nordkurier 28.09.2011

In einem Kommentar des Nordkurier vom 28. Sept. 2011 wird über die Schließung des Heimes nachgedacht: Nordkurier Kommentar 28.09.2011

Der migrationspolitische Sprecher der Linksfraktion, Hikmat Al-Sabty, sowie der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Kreistag Mecklenburgische Seenplatte, Klaus Salewski, besuchten am 28. Sept. 2011 Jürgenstorf: Linksfraktion

NDR 1 Radio MV berichtet am 27. Sept. 2011, dass am 7. Okt. 2011 Vertreter des Innenministeriums das Heim besuchen werden: NDR

Eine Archiv von Presseberichten rund um die Gemeinschaftsunterkunft Jürgenstorf hier: Jürgenstorf-Archiv

Plau am See, 19. Nov. 2011 Die Landesynode der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs bittet den Rat der EKD, sich gegenüber der Bundesregierung für die Einrichtung eines festen Resettlement-Programms einzusetzen. Die Landesynode bittet die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern, sich auf Bundesebene für die Einrichtung eines solchen Programms nachhaltig einzusetzen und ihre Bereitschaft zur Mitwirkung an einem solchen Programm zu erklären. Die Landesynode bittet Gemeinden und diakonische Einrichtungen, die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge aktiv vor Ort zu unterstützen.

Der komplette Beschluss hier: Resettlement ELLM

Kampagne: Kinderrechte kennen keine Herkunft
Die Bunderegierung verweigert 40.000 Flüchtlingskindern ein Leben in Würde. Schauen Sie sich das Video zur Kampagne an und unterzeichnen Sie den Appell gegen die Diskriminierung von Flüchtlingskindern: Kinderrechte

Die Bleiberechtsregelung für gut integrierte Jugendliche ist seit 1. Juli 2011 in Kraft. Junge Menschen (Mindestalter: 15, Höchstalter: 20), die bisher nur mit einer aufenthaltsrechtlichen Duldung in Mecklenburg-Vorpommern leben, können unter bestimmten Voraussetzungen eine Aufenthaltserlaubnis (nach § 25a AufenthG) erhalten.
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In den vergangenen Wochen wurde das Psychosoziale Zentrum für Migranten (PSZ) häufig fälschlicherweise als Verfasser eines am 22. September 2011 veröffentlichten offenen Briefes zur Situation im Asylbewerberheim Jürgenstorf wahrgenommen. Es erscheint dem PSZ daher notwendig, dies zu korrigieren: das Psychosoziale Zentrum für Migranten in Vorpommern ist nicht Verfasser dieses Briefes und hat auch nicht an dessen Entstehung mitgewirkt. Die komplette Klarstellung hier: Klarstellung PSZ